Eminem hat gegen Machine Gun Kelly verloren, sagt Young Thug

Eminem steht immer wieder in der Kritik: Vor Kurzem hieß es, er verstehe die aktuelle Rap-Generation nicht oder er gehöre nicht zu Detroits Top 5-Rappern. Machine Gun Kelly hat Eminem letztes Jahr sogar gedisst, was sich nur wenige trauen. Der Beef liegt nun schon eine Weile zurück und für Fans steht fest, wer gewonnen hat. Allerdings meldet sich jetzt Young Thug zu Wort und scheint da anderer Meinung zu sein. Ein Instagram-Beitrag von ihm erklärt offenbar MGK zum Sieger und nennt ihn den einzigen, der Em "ermordet" habe.

Eminem wurde von Machine Gun Kelly "ermordet", sagt Young Thug

Young Thug teilt auf Instagram ein Video von MGK, das den Rapper auf einer Party zeigt. Er kommentiert das mit "the one guy that murdered M", was ziemlich eindeutig auf Eminem gemünzt sein dürfte.

#youngthug puts up a post on his story proclaiming that #machinegunkelly killed #eminem.big faxxx or big??

24.2k Likes, 2,543 Comments - DJ Akademiks (@akadmiks) on Instagram: "#youngthug puts up a post on his story proclaiming that #machinegunkelly killed #eminem.big faxxx..."

Der Thugger steht mit seiner Einschätzung allerdings mehr oder weniger allein da. In unserer Umfrage zu dem Thema waren sich jedenfalls die meisten der Teilnehmenden sicher, dass es genau andersherum war: 89,3 % hatten angegeben, dass Eminems Punches härter treffen. 73,9 % fanden Eminems Track musikalisch gelungener. 84,6 % sehen Eminem als klaren Gewinner des Beefs.

MGK vs. Eminem: Das Urteil der Fans zu Disstracks & Sieger (Umfrage-Ergebnis)

Wir haben in unserer Umfrage mehr als 11.000 Stimmen zum Beef von Machine Gun Kelly und Eminem in fünf Kategorien gesammelt. Wenig überraschend geht ein Großteil der Votes an Eminem - egal ob es sich um Beat, Punches, Musik oder den Gesamtsieg handelt.

Darum geht's: MGKs "Rap Devil" versus Eminems "Killshot"

Nachdem Eminem auf seinem Album "Kamikaze" unter anderem auch Machine Gun Kelly gedisst hatte, revanchierte der sich mit einem Disstrack namens "Rap Devil". Was Eminem nicht auf sich sitzen lassen wollte: Seine Antwort in Form von "Killshot" ließ nicht lange auf sich warten.

Das Ganze war ein Großereignis und wurde von allen Seiten kritisch beäugt. Immerhin kommt es nicht alle Tage vor, dass jemand Eminem disst – und der seinem Widersacher auch noch eine Antwort widmet. Zwischenzeitlich gab es sogar Fan-Theorien, die eine Verschwörung zu Promozwecken witterten.

Hier kannst du lesen, wieso MGK Eminem überhaupt gedisst hat. Hier steht, wie Machine Gun Kelly Eminems Disstrack bewertet. Wir haben uns einmal damit auseinandergesetzt, ob "Killshot" MGK jetzt wirklich zerstört hat und wie die einzelnen "Rap Devil"-Lines im Detail gekontert wurden.

"Rap Devil": Machine Gun Kelly veröffentlicht Eminem-Disstrack

Machine Gun Kelly disst Eminem...

Eminem schlägt zurück: Disstrack "Killshot" gegen Machine Gun Kelly online!

Eminem vs MGK...

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Kommentare

Young Thug hat die hälfte von Ems Disstrack warscheinlich gar nicht verstanden :'D.
Alleine schon der Titel und Datum des Disstracks war ein härterer Diss als das was Machine Bun Kelly releast hat. Im Film "Killshot" wird ein Soldat Namens Colson (MGKs bürgerlicher Name) von einem Police 'Marshal' (Eminems Name) gejagt und erschossen.
Eminem hat zuvor genau 7 Minuten lang Pac Man gespielt (Tattoo auf MGKs Brust)
2Pac hatte ein Album namens 7 Day Theory
Eminem releast den Disstrack genau 7 Tage nachdem Jahrestag an dem 2Pac erschossen wurde.
Ich glaube 99% der hörer haben das gar nicht mitbekommen und ihr bestimmt auch nicht.
Eminem ist einfach unbesiegbar wenn es ums Dissen geht und hat MGK beerdigt bevor er überhaupt angefangen hat zu rappen.

naja, hiphop.de hat sich anscheinend ihre eigene meinung schon gebildet und findet eminem versteht die aktuelle musik nicht, dementsprechend pushen die halt so ein zeug hier auf der seite..

schließlich findet auch aria das em die szene nicht mehr versteht, nun fühlt er sich bestätigt durch justin biebers socialmedia aktivitäten in denen auch er auch behauptet eminem versteht die jungen künstler nicht, wenn jetzt noch britney spears sich im gleichen ton dazu äußert wird eminem von hiphop.de begraben und aus den geschichtsbüchern gestrichen... xD

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Jigzaw gegen alle – vor allem gegen Frauen

Jigzaw gegen alle – vor allem gegen Frauen

Von Michael Rubach am 08.10.2020 - 13:02

Ob Juju, Loredana oder badmómzjayJigzaw hat in den letzten Tagen vermehrt den Kontakt zu Rapper*innen gesucht. Dabei ging es rabiat zu. In Hörproben, Storys oder in Kommentarbereichen beleidigt Jigzaw, was das Zeug hält. Wo seine Ansagen gegen männliche Kollegen wie Kollegah oder Fler weitestgehend ignoriert werden, tun weibliche Artists ihm einen Gefallen. Sie reagieren auf seine wahllos wirkenden Sätze und Lines, die mal wieder ein Frauenbild zeichnen, das vor allem bei alten weißen Männern Anklang finden könnte.

Jigzaw disst und disst und disst

Seit der Zusammenstauchung des Alpha Music Empire kämpft Jigzaw aus der Türkei heraus für seine Karriere. Dorthin hat er sich begeben, um einer Abschiebung zuvorzukommen. Seine gegenwärtige PR-Strategie scheint ausschließlich auf Attacke ausgelegt zu sein. In einer Instagram-Story aus dem September erklärte er:

"Ab jetzt pro Track – 8 bis 10 Personen werden gedisst."

Und so frontet Jigzaw tatsächlich regelmäßig alles und jeden, um sich Gehör zu verschaffen. Die gerade volljährig gewordene badmómzjay wird von Jigzaw für so einen Diss direkt getaggt. Folgt sie der Social-Media-Fährte, darf sie sich anhören, dass sie gef*ckt werde, "bis sie O-Beine hat."

Da Hörproben offenbar nicht ausreichen, um Jigzaws Haltung publik zu machen, verlagert er seine Aktivitäten auch in Kommentar-Sektionen. Ohne dass er angesprochen worden wäre, reagiert er auf der Insta-Seite von Memo.Rapcheck auf ein Meme von Juju. Dort beschimpft er die Berliner Rapperin als "Drecksfut" und gibt nebenher einen Hinweis auf einen kommenden Song.

Eine schlichtweg menschenverachtende Einstellung bei Beef hat Jigzaw schon einmal offenbart, als er sich an seinem Kontrahenten Samarita aufrieb. Er schreckte nicht davor zurück, die im Internet zur Schau gestellte Asozialität in die Realität zu überführen – ohne Rücksicht auf die Auswirkungen des eigenen Handelns. In einem Kommentar hielt Aria Nejati seinerzeit fest:

"Diese Grundlage an Respekt und Fairness, seines eigenen Grenzübertritts bewusst zu sein, scheint bei manchen Rappern allerdings vollkommen verloren gegangen zu sein. Erinnerungen kommen hoch an die abartigen Beef-Taktiken von Al-Gear, der seine Gegner mit ekelerregenden Pranks ins Verderben schickte. Von Einsicht ist bei Jigzaw nicht der Hauch einer Spur."

Was ist Beef? oder: Wer kann am ekelhaftesten sein? (Kommentar)

Es gibt keine zwei Meinungen. Ich will niemanden überzeugen. Der Sachverhalt braucht keine moralische Einordnung und allein dieser Umstand zeigt, mit welcher Vehemenz die Grenze jeglichen Geschmacks überschritten wurde. "Beef ist, wenn ich deine Mutter fick' und du es siehst", rappte Kollegahs damaliger Labelpartner Favorite 2007 auf dem ersten Selfmade-Sampler.

Jigzaws aktuelle Agenda setzt sich aus Provokationen zusammen, die sich vielleicht an der Idee orientieren, Rap wieder hart machen zu müssen. Für die Umsetzung eines solchen Vorhabens rückt er an Frauen heran, die ihn auf der Karriereleiter überholt oder sogar überrundet haben.

Jigzaw bekommt Reaktionen von Juju, Loredana & mehr

Zunächst hat Juju Jigzaw den Gefallen getan und sich seiner angenommen. Sie machte öffentlich deutlich, dass sie sich von "Junkies belästigt" fühle. Ein kurzer Seitenhieb in ihrer Story, der Jigzaw wiederum zu noch mehr Storys, Memes und zusätzlichen Ansagen animierte. Die alte Internetweisheit Don't Feed The Troll hat an Gültigkeit wohl kaum verloren. Jigzaw kommt in seinen Tiraden nicht ohne einen Verweis auf eine kommende Single aus, die "Tangas zur Seite schieben" würde. Sexismus klang selten belastender.

All diese Aktivitäten riefen wiederum Loredana auf den Plan, die sich direkt an Jigzaw wandte. Sie lasse nicht zu, dass "jemand weiterhin denkt, er könne alle Frauen Scheisse behandeln".


Foto:

Screenshot via instagram.com/loredana

Auch pflückt Jigzaw diesen Kommentar auf Instagram groß auseinander. Er disse "aus Prinzip" und sein Verhalten gehe darauf zurück, dass er "diese Menschen nicht leiden kann." Ein "Frauenfeindlicher" sei er nicht. Schließlich ständen seine verbalen Angriffe nicht damit in Zusammenhang, dass seine Ziele eine "F*tze haben. An einem respektvollen Umgang scheitert er abermals.

Die Antwort von badmómzjay, die Loredana ebenfalls in ihrem Statement erwähnt, fällt indirekt aus. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich Jigzaw sich zu diesem kurzen Post ausgiebig positionieren würde.


Foto:

Screenshot via instagram.com/badmomzjay

Jigzaw gefällt sich in seiner Rolle

Stumpfe Beleidigungen des bloßen Dissens wegen hat Jigzaw nicht erfunden. Wo bei Projekten wie "Jung Brutal Gutaussehend" hinter asozialsten Lines noch irgendwo ein Augenzwinkern zu erkennen ist, fehl hier eine solche Ebene. Kollegah und Farid Bang pflügen sich bei ihren Kollaboalben in Terminator-Manier durch einen Action-Film. Jigzaw gibt - ein paar Augenblicke nachdem er von irgendjemanden bemerkt wurde - wenig reflektierte Statements ab. Ein großer Kunstgriff ist dahinter kaum zu vermuten.

Neben den genannten Künstler*innen sind YouTuber und Influencer in sein Kreuzfeuer geraten. Mit Simon Desue und Leon Machère befinden sich darunter Vertreter, die nicht als Saubermänner in der Szene gelten – dennoch bringen auch sie eine enorme Reichweite mit sich. Wie Trophäen stellt Kollegahs Ex-Signing eintrudelnde Reaktionen in seiner Insta-Story aus. Er will die Welt wissen lassen, dass er gehört wird. Die plumpesten Mittel sind ihm da gerade gut genug.


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