"Ach Patrick ach": Euer Urteil zu Capital Bras Diss gegen Fler fällt eindeutig aus (Umfrage-Ergebnis)

Die auffallend vielen Songs von Capital Bra machen weiterhin ordentlich Welle. Bushido ergriff jüngst das Wort und verteidigte Capis künstlerischen Werdegang. Unter all den Tracks in der letzten Zeit war auch ein Disstrack gegen Fler.

Auf "Ach Patrick ach" frontet Capital den Maskulin-Boss. Dem vorausgegangen waren Interviewaussagen von Fler und eine Line auf dem Track "Gegenwart", die sich als Diss gegen Bushido interpretieren lässt.

Wir wollten von euch wissen, was ihr von Capitals Performance haltet. Das Urteil fällt ziemlich eindeutig aus. Obwohl Capital Bra mit seiner Vergangenheit bei Rap am Mittwoch ordentlich Battle-Erfahrung mitbringt, kann euch sein Track nicht wirklich begeistern.

Das gilt auf einer allgemeinen aber auch auf einer lyrischen Ebene. Flers Reaktion auf den Diss fiel bisher recht reflektiert aus. Ihr hättet euch ein anderes Szenario gut vorstellen können.

Hat Capital Bras Track aus Battle-Perspektive überzeugt?

79,9 % - Nein. Überhaupt nicht.

12,6 % - Ein paar Lines gehen klar.

7,5 % - Ja, geiles Ding vom Bratan!

Ein stabiler Battletrack braucht unter anderem punchende Lines, den viel zitierten Gegnerbezug und eine glaubhafte Delivery. All das seht ihr in "Ach Patrick ach" kaum verwirklicht. Fast 80 Prozent der User hat der Song überhaupt nicht überzeugt. Ein kleiner Teil der Community sieht es nicht derart drastisch und kann sich mit ein paar Lines anfreunden. Jubel löst der Track nur bei Wenigen aus.

Welche Line puncht am stärksten?

74,8 % - Keine Line ist krass

16,9 % - Ach, du Opfer, hast seit Jahren dein Gesicht verlor'n / Und fünf Jahre später wurde ich gebor'n

6,4 % - Ersguterjunge disst du ein'n, dann disst du alle (alle-le-le) / Und landest zitternd in der LKA-Zentrale (ja)

1,9% - Ach, Patrick, ach, ich geb' dir ein'n Vertag / Warum machst du so ayip? / Du bettelst nach Hype

Fast drei Viertel der User fragen sich frei nach Savas: "Aber wo ist jetzt der Diss? Ich peils nicht mal." Ihnen fehlt es bei "Ach Patrick ach" komplett an textlicher Substanz. Diejenigen, die sich hingegen für eine Line entschieden haben, sehen Capis Frische im Game als Vorteil. 

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Wiederum 10 Prozent weniger der Votes entfallen auf eine Zeile, die Capis Loyalität zu Ersguterjunge unterstreicht. Insofern man einen Label-Homie angreift, frontet man demnach direkt das gesamte Camp. Zusätzlich baut Capital noch ein Stück aus der Hook von für "Für euch alle" ein. Ungefähr jede fünfzigste Stimme deutet Capitals Vertragsangebot als eine gelungene Attacke.

Sollte Fler musikalisch antworten?

60,0 % - Flers Instagram-Statement ist aussagekräftig genug.

21,6 % - Könnte unterhaltsam werden.

18,4 % - Richtig Bock auf Flizzy im Battle-Modus!

Fler hat inzwischen mehrere Statements zu Capitals Angriff abgegeben (hier mit einem direkten Appell an Bushido). In seiner ersten Reaktion, auf die wir uns in der Umfrage bezogen haben, schrieb er, dass er es "traurig finde", wie sich Capital von anderen Personen "benutzen lässt". Zusätzlich erteilte er dort Ratschläge und erklärte seinen Hype zum Resultat von hochwertiger Musik. 60 Prozent meinen, dass diese Einordnung dem Diss schon ausreichend entgegensetzt.

Die restlichen 40 Prozent der User hätten eine musikalische Antwort bevorzugt. Ungefähr jeder fünfte Vote bringt eine Vorfreude auf Fler im Battle-Modus zum Ausdruck. Dazu wird es alles Voraussicht nach vorerst nicht kommen.

Außerhalb von Battles findet Flers aktueller Sound bei euch eine breite Zustimmung. Das EP-Duell gegen Farid Bang konnt er vor Kurzem eindeutig für sich entscheiden:

"Nurmagomedow EP" vs. "Conor EP": Ihr habt einen klaren Sieger gekürt (Umfrage-Ergebnis)

Um Fler häufen sich aktuell die Meldungen. Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Flizzys Musik. Am letzten Freitag releaste er seine " Conor EP". Mit dieser trat er zu einem sportlichen Wettstreit gegen Farid Bang an. Farid droppte nämlich zeitgleiche seine " Nurmagomedow EP".

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Exklusiv: Jalil widerspricht und kritisiert Fler nach Maskulin-Trennung

Exklusiv: Jalil widerspricht und kritisiert Fler nach Maskulin-Trennung

Von Clark Senger am 24.06.2019 - 22:12

Jalils Musik ist aus den Streaming-Diensten verschwunden, seine Videos wurden von YouTube genommen. Sein ehemaliger Freund und Labelchef Fler sagte in einem Statement, Universal würde die Musik offline nehmen, Jalil würde unrealistische Ansprüche stellen und man würde Leute aus dem Milieu schicken, um die Angelegenheit zu klären. Wir haben Jalil nach seinem Blickwinkel gefragt und er widerspricht in den grundlegenden Fragen Flers Erklärung.

Musik offline: Jalil antwortet auf Flers Statement

Konkret geht es um die Alben "Das Leben hat kein Air System" von 2015 und "Black Panther" aus dem letzten Jahr. Auf YouTube fehlen außerdem die Videos zu "Kleinkriminell", "99DMs" mit Fler selbst und Remoe sowie die Doku "This is Jalil". Hier lest ihr Jalils Antworten in voller Länge.

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Jalil zur Behauptung, dass Universal die Musik aus dem Netz nehme:

Selbstverständlich geht das auf Flers Kappe. Universal würde nicht einfach Musik von mir offline nehmen, wenn er das als Label nicht angeben [würde], da Universal der Vertrieb der Musik ist. Die Ansprüche, die ich gestellt habe, waren die vereinbarten Konditionen, die FLER mir vorgeschlagen hat, da er als Label immer noch 2/3 bis 3/4 der Einnahmen gemacht hat. Ich habe keine Beträge verlangt, die über der vereinbarten und von IHM vorgeschlagenen Vergütung lagen. Als ich im Nachgang die Vergütung verlangt habe, die er mir als Vorschlag genannt hat, war es auf einmal ein Problem, mich so zu bezahlen und Rechnungen wurden gestellt mit Abstrichen, damit er Geld einspart. Leider bin ich nicht der Erste, bei dem er das macht, aber der Erste, der sich das anscheinend nicht gefallen lässt.

... dass er Leute aus dem Milieu vorschicken würde:

Dass ich Leute aus dem Milieu für einen FLER schicken muss, ist völliger Quatsch. Bei aller Liebe, sowas muss man bei einem FLER nicht tun. Dass Freunde von mir an die Decke gehen, wenn sie die Geschichte mitkriegen, ist völlig menschlich und natürlich reagieren sie darauf empfindlich, weil hier Dinge passieren, die sehr link sind und die in dieser Form schon von anderen Maskulin-Künstlern berichtet wurden. Jedoch habe und werde ich niemals jemanden schicken, wenn ich etwas regeln will. Das weiß FLER auch gut genug. Ich habe öfter mit ihm kommuniziert und mehrfach verlangt, dass jeder seinen Weg geht und ich einfach das kriege, was mir zusteht. Ich habe versucht, die Sache respektvoll und ruhig zu klären ohne großes Tamtam.

... generell zur Zusammenarbeit mit Fler und dem Nachspiel der Trennung:

Stattdessen hat er jede Chance genutzt, mich in Interviews schlecht zu reden und als faul zu betiteln. Er hat sehr bekannte Leute aus dem Milieu eingemischt, als er gemerkt hat, dass der Druck meinerseits zu groß wurde und er im Unrecht ist. Und selbst die wollten die Angelegenheit friedlich und fair klären, jedoch macht FLER permanente Schritte, die gegen die Vereinbarung gehen, da er einfach völlig im Unrecht ist. Ich habe meine Alben abgeliefert und meine Arbeit bei Maskulin gemacht. Ich habe nicht an den Boxen extra verdient, habe Touren gespielt ohne Gage, habe Festival-Auftritte ohne Gagen gemacht, für Ghetto Sport gemodelt und, und, und, weil ich das immer als Chance gesehen habe und wie ein Freund meine Hand NICHT aufgehalten habe, wenn die Sachen finanziell nicht gut liefen.

Dass ich jetzt undankbar sein soll, weil ich verlange, was mir von einem Freund und Geschäftspartner versprochen wurde, finde ich sehr komisch. Dass Maskulin die Produktion mit Vorschüssen vom Vertrieb Groove Attack getragen hat, stimmt, jedoch wurden diese Vorschüsse alle eingespielt, da FLER die Alben sonst nicht an Universal verkaufen könnte.

Dementsprechend war meine Lizenzvergütung für die Produkte auch weitaus geringer als FLERs Anteile und er hat dementsprechend auch mehr verdient als ich. Auch das war so abgesprochen und ich habe nicht einen Cent über dem vereinbarten Betrag verlangt. Dass er nun die Geschichte dreht, um meine mir versprochenen Einnahmen einzubehalten, finde ich sehr fragwürdig, da er sich öffentlich immer negativ über Unterdrücker äußert und sich offensichtlich wie einer verhält.

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Jalil zeichnet ein komplett anderes Bild der Geschichte als sein Ex-Kollege. Auf Nachfrage sagt er uns, Fler verzichte sogar auf seine Einnahmen, um künftige Abgaben und Abrechnungen zu vermeiden. Darauf, dass "Nino Brown" noch online ist, weiß Jalil keine Antwort, außer dass es wohl vergessen worden sein könnte.

Flers Version der Geschichte könnt ihr in unserem Artikel von heute Nachmittag lesen:

Wir haben Fler gefragt, wieso Jalils Musik aus dem Netz verschwindet

Jalils Musik und seine Musikvideos verschwinden aktuell anscheinend aus dem Netz. Zumindest ist Jalils Album "Black Panther" derzeit nicht mehr auf Streaming-Plattformen wie Spotify zu finden. Die zugehörigen Musikvideos sind offenbar ebenfalls seit Kurzem offline. Auf Instagram äußert sich Jalil dazu in einem mehr oder weniger kryptischen Statement.


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