Nipsey Hussles Tod erschüttert die Rapwelt: Reaktionen von Dr. Dre, Drake, Haftbefehl & mehr

Nominiert für einen Grammy, politisch engagiert, moderner West Coast-Representer – Nipsey Hussle war in Amerika und weit darüber hinaus ein respektierter und anerkannter Künstler. Im Alter von 33 wurde die Karriere von Nipsey Hussle abrupt beendet.

Wie sehr Nipseys Hustle in den letzten Jahren Anklang gefunden hat, zeigen die Reaktionen, die sein plötzlicher Tod hervorruft. Die großen Jungs des US-Raps verneigen sich vor einem Rapper aus der Hood, der 2018 mit "Victory Lap" den G-Funk-Sound ins Jetzt geholt hat.

Drake, Rihanna, Dr. Dre, Snoop Dogg: US-Stars trauern

Dass Nipsey Hussle über Generationen hinweg seinen Abdruck in der US-Rapwelt hinterlassen hat, verdeutlicht allein die Anzahl der Statements und Beileidsbekundungen in den sozialen Medien. Snoop Doggs Instagramprofil ist voller Videos und Fotos von Nipsey Hussle. Auch andere lebende Legenden wie Dr. Dre und P. Diddy bekunden ihr aufrichtiges Beileid.



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


Angel

Ein Beitrag geteilt von snoopdogg (snoopdogg) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


nipseyhussle

Ein Beitrag geteilt von Diddy (diddy) am

Weltstars wie Drake und Rihanna drücken mit emotionalen Worten ihr Beileid aus. Drake erzählt sogar, dass für den Sommer ein gemeinsamer Song mit Nipsey Hussle geplant war.

Eher jüngere Artists wie 21 Savage oder Lil Pump trauern ebenfalls.

Saint Laurent Don on Twitter

Real one after real one smh R.I.P Nipsey the solid morals you stood on and your legacy will last 4L!!

Lil pump on Twitter

Rip Nipsey

Die Reihe von Künstlern, die sich zum Tod von Nipsey Hussle geäußert haben, ist schier endlos. Auch sein soziales Engagement wird des Öfteren hervorgehoben. Weitere Reaktionen kommen unter anderem von J. Cole, A$AP Rocky, 2 Chainz, Meek Mill, Rick Ross, Ty Dolla $ign und The Game.

J. Cole on Twitter

Nipsey you a legend. I respect and admire your career path and what you did for the neighborhood. My heart broke today when I saw the news. I'm praying for your loved ones. This was sposed to be the year we got one in.

LORD FLACKO JODYE II on Twitter

MY HEART GOES OUT TO NIP N HIS FAM MAN , THIS MAN WAS ON THE RIGHT PATH AND DOING BETTER IN LIFE , N NIGGAS DO THIS EVIL SHIT, THIS GAME IS SO SHADY ITS DISGUSTING, RIP TO ONE OF THE ONLY REAL ONES LEFT NipseyHussle SLEEP IN PEACE KING



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


Ein Beitrag geteilt von 2 Chainz Aka Tity Boi (2chainz) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


Painful.Icon.Father.Friend.Nipsey.

Ein Beitrag geteilt von Rick Ross (richforever) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


.

Ein Beitrag geteilt von Ty Dolla $ign (tydollasign) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


I remember this day clearly we were both at Puff crib on the humble. T shirt and basketball shorts both of us. It’s funny because I think we both started building with Puff around the same time. I recall playing you a few records and you playing me “Rap Niggas” before it dropped and I told you how much it resonated with me. You were always super solid and super humble, I’ve admired you since 2011 before my career even started. Regretful we never got to make that song we planned on but I am motivated now more than ever to carry on this real rap legacy in your honor and the many who have fallen. You have forever cemented in my mind that it’s a marathon not a sprint. I was literally just thinking to myself last week like damn I wanna go to The Marathon store just to be motivated and inspired by what you’ve done.... I still plan on making that trip. RIP NIP much love goes out to your friends & family & diddy thanks for connecting us.

Ein Beitrag geteilt von BADMON (joeybadass) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


Rolled down my window 12 years ago on Crenshaw & Slauson as you handed me your demo & said “Chuck, don’t frisbee my shit homie... give a young nigga a ear”. From that day to letting you open up for me on tour & us going around the world together, creating a bond & watching your growth to today...... Murdered my friend in front of his own store on a Sunday at that !!! After just talking to you on the phone just last night about the Dr. Sebi documentary, family, the kids & how we were both bout to f&$k the summer up with this music, the world loses a true king. A man that was truly about everything he spoke & stood up for all that he believed in. I keep seeing your name in these headlines bro, but it seems unreal to me.... like, I just cannot believe you gone !!!! I love you..... I’m really broken & saddened by the fact they did this to you SMMFH !!!!! I can only imagine what your family is going through right now... This was not how your life on earth was supposed to end !!!!!!!! They don’t even make friends like you no more...... nipseyhussle & in LA, at his own store ?!?!? A store & business he put there for his people ?!?!? Los Angeles, how we let this happen ?!?!?!?!? I’m ashamed of you right now !!!!! Can’t even live out ya whole life in this city no more... this shit right here is just krazy to me !!!!!!!!!!!! #RestInPeaceNip can’t even f*ckin believe it’s actually your name attached to all these REST IN PEACE posts !!!!! SMFH

Ein Beitrag geteilt von The Game (losangelesconfidential) am

Haftbefehl, Fler, Kool Savas, Bonez MC: Deutschrap nimmt Abschied

Was für den US-Teil der Hiphop-Community gilt, lässt sich ähnlich auf die hiesige Szene übertragen. Künstler aus allen Richtungen und Lagern berührt das viel zu frühe Ableben von Nipsey Hussle. Fler und Haftbefehl zollen Respekt. Fler verweist dabei auf die Gefahren von wachsender Popularität.



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


R.i.p nipsey Hauna

Ein Beitrag geteilt von HAFTBEFEHL (haftbefehl) am



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


rip nipseyhussle #f*ckfame

Ein Beitrag geteilt von FLER (fler) am

Für Bonez MC hat der plötzliche Tod des US-Rappers sogar künstlerische Auswirkungen. In seiner Insta-Story erklärt er, dass er erst gestern seinen Part für Feature mit dem Rapper aufgenommen habe. Ein Video sei zudem bereits "in trockenen Tüchern" gewesen.

Bonez MC über den Tod von Nipsey Hussle
Foto:

Screenshot: instagram.com/bonez187erz

Bonez über sein Feature mit Nipsey Hussle
Foto:

Screenshot: instagram.com/bonez187erz
Bonez über sein Feature mit Nipsey Hussle

Auch Xatar, OG Keemo, Ahzumjot, Rooz, Kool Savas, Ahzumjot und viele mehr äußern sich zu dem Verbrechen.

XATAR on Twitter

ich hab ihn sehr gefeiert.. wallah traurig #allahyerhamu #RestInParadise #NipseyHussle

Helal Keemo on Twitter

Damn bo RIP Nipsey Hussle trifft immer die falschen

Roozy Baby on Twitter

unfassbar nipsey hussle ist grad erschossen worden, direkt vor seinem laden .... #RIP

Kool Savas on Twitter

https://t.co/OUkV75tcZ2

alan degeneres on Twitter

nipsey hussle wurde gestern erschoßen & leuten fällt dazu echt ein sich darüber zu „beschweren", dass in deutschland alle auf gangsta machen, aber gar nicht real sind. ich bin froh, dass es hier nicht so ist und oft bei worten bleibt. gewalt kreiert und löst keine probleme

Brenk Sinatra on Twitter

https://t.co/xI7nBNEtRk

Gorgonzo la Sauce on Twitter

RIP Nipsey Hussle.

385idéal on Twitter

RIP Hawena NipseyHussle

Eine kurze Umfrage zum Schluss

Wir würden uns riesig freuen, wenn du uns ein paar Fragen beantworten könntest. Die Umfrage kann in 10 Minuten ausgefüllt werden und all deine Angaben werden uns anonym übertragen. Vielen Dank im Voraus!

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Posthume Alben: Der schmale Grat zwischen letzter Ehre und Geldmacherei

Posthume Alben: Der schmale Grat zwischen letzter Ehre und Geldmacherei

Von Leon Schäfers am 23.07.2021 - 17:01

Am vergangenen Wochenende haben gleich zwei neue posthume Releases das Licht der Welt erblickt. Auf der einen Seite wurde mit "Faith" das zweite posthume Album von Drill-Rapper Pop Smoke veröffentlicht. Am Tag darauf erschien "Archiv", das erste Projekt des deutschen Hiphop-Duos SAM nach dem Tod von Samson Wieland, der der Rapper des Duos war. Die bis dato unveröffentlichte Musik des jeweils verstorbenen Künstlers wurde bei den beiden Alben jedoch grundverschieden behandelt und aufgearbeitet. Das lässt eine in der Musikwelt – in den vergangenen Jahren vor allem im Hiphop – anhaltende Debatte über das moralische Grunddilemma posthumer Musik wieder aufflammen: Wie sollte man mit unreleaster, oftmals auch unfertiger Musik verstorbener Artists umgehen? Und wo verläuft die schmale Grenze zwischen ehrenvoller Würdigung und dreistem Cash Grab?

"Archiv" von SAM: Das Musterbeispiel eines posthumen Releases

Das Duo SAM setzte sich aus den beiden Brüdern Samson und Chelo Wieland zusammen. Am 9. November 2018 ist Samson Wieland jedoch überraschend im jungen Alter von 28 Jahren verstorben. Im letzten Jahr wäre er 30 Jahre alt geworden. Pünktlich zu seinem Geburtstag am 17. Juli wurde damals ein Remix des Tracks "Da wo du herkommst" mit Künstlerinnen und Künstlern aus seinem engeren Kreis veröffentlicht.

Auch in diesem Jahr hat Chelo seinem verstorbenen Bruder zum Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk gemacht: "Archiv", ein posthumes Album mit bis dato unveröffentlichter Musik der beiden.

Chelo, der in dem Duo für die Beats und die Produktion zuständig war, kündigte das Projekt relativ kurzfristig via Instagram an. Dort widmete er Samson ein paar Zeilen und schrieb auch etwas über den Entstehungsprozess des Albums:

"Ich habe deine alten Kopfhörer aufgesetzt und dann ging über mir die Sonne auf. Leider kannst du nicht mehr miterleben, wie dieses Album veröffentlicht wird. Wir haben alles roh und unverstellt gelassen: Den Sound, deine Aufnahmen, damit die HörerInnen nochmal nachempfinden können, wie es für mich war, mit dir arbeiten zu dürfen, dein Feuer, deinen Spaß mitzuerleben. Danke für alles."

Chelo war vor Kurzem außerdem zum Interview mit Aria bei HYPED Radio zu Gast, wo er einen noch tieferen Einblick in die Arbeiten an dem Projekt gegeben hat. Bei einem Blick auf die Tracklist fällt schnell auf, dass viele Songs noch mitsamt ihrer Versionsnummer releast wurden. Das deutet an, dass die Tracks zwar noch nicht in ihrer finalen Fassung waren, deswegen aber auch noch genauso klingen, wie die beiden es sich damals zusammen ausgemalt hatten. Lediglich Mix und Master wurden im Nachhinein von Chelo erledigt.

Damit zeigt "Archiv", wie posthume Alben in ihrer ehrwürdigsten Form möglich sind: Angefertigt mit dem Wissen, dass der verstorbene Künstler es genauso gewollt hätte. Zwischen Samsons Tod und Albumrelease liegen nun mehr als zweieinhalb Jahre; eine vorschnelle Veröffentlichung im Sinne des Kommerzes kann hier niemandem vorgeworfen werden. Hinter dem Projekt stecken eine Menge Gedanken und Emotionen. Das Album erhält entsprechend viel Liebe – nicht nur von Fans, auch von nahestehenden Leuten aus der Szene.


Foto:

Screenshot - Instagram (https://www.instagram.com/samswelt/)

Neues Pop Smoke-Album sorgt für gemischte Gefühle

Im direkten Vergleich dazu fällt das Feedback zu "Faith" von Pop Smoke eher negativer aus. Der Nachfolger von "Shoot for the Stars, Aim for the Moon", das im letzten Sommer releast wurde und einen riesigen kommerziellen Erfolg erzielte, ist am vergangenen Freitag erschienen. In dieser Woche wurde sogar die Deluxe-Version mit vier weiteren Tracks nachgeliefert. Das komplette Album ist nun also insgesamt 24 Songs stark.

Ende Juni wurde der Ankündigungstrailer zum neuen Pop Smoke-Album ins Internet gestellt. Steven Victor und Rico Beats, die für das Management von Pop Smoke zuständig waren (und sind), bestätigten in dem Zeitraum ebenfalls die aufkommenden Gerüchte um das neue Projekt und produzierten unter Fans einen gewissen Hype. Schaut man sich auf Twitter um, macht es aber den Anschein, als würde das Album dem Hype nicht gerecht werden.

50 Cent, der als Co-Executive Producer maßgeblich am Erfolg des ersten posthumen Albums beteiligt war, hatte vor Albumrelease bereits angekündigt, nicht an "Faith" mitzuarbeiten. Wieder mal zeigt der Blick auf die Tracklist, warum er sich gegen die Arbeit an dem zweiten posthumen Album entschieden haben könnte. 

Wie Fans schon kritisierten, ist die Featureliste sehr lang ausgefallen. Das war bei "Shoot for the Stars, Aim for the Moon" zwar auch der Fall, jedoch wirkten die Songs dort weitaus fertiger und ausgefeilter. Auf dem neuen Album beinhaltet jeder Track maximal eine Hook und einen Verse von Pop Smoke, in den meisten Fällen wird die restliche Laufzeit des Tracks mit anderen Artists aufgefüllt, nicht wie beim Vorgänger erweitert. Die Featureliste liest sich dadurch zwar ziemlich stark, hinterlässt aber trotzdem einen faden Beigeschmack. Denn selbst wenn das Album mit besten Intentionen produziert worden ist – es ist fraglich, ob Pop Smoke dieses Feature-Fest so gedroppt und für gut befunden hätte. Und genau ab dem Zeitpunkt, wo man dies nicht hundertprozentig beantworten kann, sollten die Verantwortlichen und Nahestehenden darüber nachdenken, ob die Musik unter diesen Umständen überhaupt veröffentlicht werden sollte.

Viele Fans beziehen sich nun außerdem auf ein älteres Interview von Pop Smoke, in dem er begründet, warum er auf seinen Projekten nicht viele Featuregäste haben wollen würde. Ein Projekt wie "Faith" würde damit im Kontrast zu seinen Werten als Musiker stehen. Der Ausschnitt ist hier etwa ab 9:20 zu sehen:

Das erste posthume Album von Pop Smoke, an dem auch 50 Cent mitwirkte, wurde von Fans noch deutlich besser aufgenommen.

Unterschiedliche Herangehensweisen für posthume Rap-Alben

Der Vorwurf der "Resteverwertung" gegenüber dem Team von Pop Smoke ist leider kein Einzelfall im Hiphop. Gerade in den letzten Jahren sind viele Rapper in oftmals sehr jungem Alter von uns gegangen. Lil Peep, XXXTentacion, Mac Miller, Juice WRLD, Nipsey Hussle, DMX – die Liste hört hier bedauerlicherweise nicht auf. Die Frage nach der Legacy des Künstlers müssen sich die Hinterbliebenen aber in jedem Fall stellen. Oftmals werden die Herangehensweisen jedoch kritisch beäugt.

In der teils hörbaren Unfertigkeit der Tracks erinnert das neue Pop Smoke-Album an die beiden posthumen Alben von XXXTentacion: "Skins", das noch in seinem Todesjahr 2018 erschienen ist und "Bad Vibes Forever", das 2019 als sein letztes Album erschienen ist. Zu letzterem wird in den sozialen Medien gerade auch der Vergleich mit "Faith" gezogen.

Generell verlief das Wahren der Legacy des umstrittenen Künstlers ziemlich problematisch: Neben den eher skizzenartigen posthumen Releases wurde beispielsweise das Auto, in dem er erschossen wurde, in einem Museum ausgestellt. Eine ziemlich makabere Aktion. Des weiteren steht Cleopatra Bernard, die Mutter von X, in starker Kritik. Nicht nur verhielt sie sich fragwürdig, als sie auf dem Instagram-Account ihres toten Sohnes live ging, um einen neuen Song zu promoten – sie musste auch gegen ihre eigene Familie vor Gericht gehen, da ihr vorgeworfen wurde, das Erbe ihres Sohnes unrechtmäßig zu verteilen.

Die reine Quantität von Releases kann ebenso den Anschein erwecken, Geldmacherei auf Kosten eines verstorbenen Künstlers zu betreiben. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Westcoast-Legende 2Pac, von dem es mittlerweile weitaus mehr Output gibt, der nach seinem Tod herausgekommen ist.

Wenn sich aber ein posthumes Release als Positivbeispiel herauskristallisiert hat, dann ist das wohl "Circles" von Mac Miller. Das Album diente als Komplementärwerk zu "Swimming", das im August 2018 und damit noch kurz vor Mac Millers Tod erschienen ist. An beiden Alben hatte der Rapper zu seinen Lebzeiten zusammen mit Producer Jon Brion gearbeitet. Leider konnte er nur den Release des ersten Albums mitbekommen. In einem Interview mit Vulture erzählt Jon Brion unter anderem davon, wie ihn die Familie von Mac Miller bat, die übrigen Songs durchzuhören und "Circles" fertigzustellen.

"Ganz ehrlich, während ich daran gearbeitet habe, habe ich sie [die Familie] genauso stark im Hinterkopf behalten wie Mac. Ich habe auf das Studio gewartet, in dem ich arbeiten wollte, um alle extra Songs durchzuhören und alle Dateien zu bekommen. Das dauerte ein paar Monate. [...] Ich habe schrecklich langsam gearbeitet. Es klingt vielleicht komisch, aber die einzelnen Arbeiten an jedem Song dauerten länger als sonst, da ich versucht habe, einen Weg zu finden, so wenig wie möglich an den Songs verändern zu müssen."

("It's quite honestly them as much as Mac that I kept in my mind while I was working. I waited for the studio I wanted to work in to become available to listen through the extra songs and to get all their files. That took a few months. [...] I worked painfully slowly. It may sound odd that this took longer on some individual jobs for each song than it normally would, because I was trying to figure out the way to change it as little as possible.")

Ähnlich wie bei "Archiv" von SAM wurde hier also die oberste Priorität darauf gelegt, dass das Album so klingt, wie es sich der Künstler vorgestellt hätte. Die Familie von Mac Miller geht ohnehin sehr behutsam mit dem Vermächtnis ihres verstorbenen Sohnes um: So haben sie sich zuletzt gegen eine Biographie über ihren Sohn ausgesprochen und den Titel eines Films mit Machine Gun Kelly kritisiert, der nach dem Mac Miller-Song "Good News" benannt werden sollte.

Posthume Alben: Ein Fazit

Ja, es klingt absurd: Viele Musikerinnen und Musiker, nicht nur im Hiphop, erlangen ihren großen Hype erst nach ihrem Tod. Doch auch wenn so vielleicht ein paar Parts, Verses und Melodien nie die Welt erblickt hätten: Wenn die Situation es erfordert, bedeutet weniger manchmal eben mehr. Nicht unbedingt mehr Geld, dafür aber mehr Respekt und Würde. Posthume Releases mussten in der Vergangenheit, müssen in der Gegenwart und auch in der Zukunft immer eine gute Balance zwischen Fanservice und Ehre finden. Dass diese Gratwanderung auch gut und würdevoll geschehen kann, zeigen nun etwa die hier positiv erwähnten Releases von Mac Miller und SAM.

Je nach Situation sollte man den Hinterbliebenen manche Fehltritte dennoch nicht zu stark verübeln. Sie haben nicht nur mit Trauer zu kämpfen, es lastet auch eine Menge Druck auf ihnen. Während sich die Öffentlichkeit fragt, wie die unveröffentlichte Musik verwertet wird, gibt es für die Familien auch in Bezug auf das Erbe rechtlich eine ganze Menge zu klären. Wie dies in einzelnen Familien geschieht, hatten wir bereits in einem früheren Artikel thematisiert:

Wie das Erbe von Mac Miller, Michael Jackson, Nipsey Hussle & mehr geregelt wird

Mac Miller hat zu Lebzeiten offenbar ziemlich exakt darüber nachgedacht, was nach seinem Tod geschieht. Das ging aus einem Artikel von TMZ hervor. Der im September 2018 verstorbene Rapper ließ Vermögenswerte von insgesamt 11 Millionen Dollar an seine Freunden sowie seine Familie verteilen. So soll ein Homie fast alle elektronischen Geräte aus Mac Millers Besitz geerbt haben.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!