Sun Diego/SpongeBozz disst Fler, MoTrip und JokA – ausgiebig

SpongeBozz aka Sun Diego disst in seinem neuen Splitvideo zu Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity in erster Linie Kollegah, aber unter anderem auch Fler, MoTrip und JokA.

Die drei Rapper bekommen im Vergleich zu den Freunden von Niemand oder den Selfmade Records-Künstlern Karate Andi, den 257ers und Genetikk sogar eine ganze Reihe an Zeilen gewidmet. Die anderen werden zwar auch gedisst, aber nur kurz erwähnt.

SpongeBozz beziehungsweise Sun Diego geht es offenbar vor allem darum, dass MoTrip der Ghostwriter von Fler ist beziehungsweise war. MoTrip hatte sich in der Vergangenheit wenig wertschätzend gegenüber der Musik von SpongeBozz geäußert, was auch zu dieser Reaktion beigetragen haben dürfte:

"Ich find den nicht so krass, wie alle tun. Und ich feier das Kostüm natürlich nicht, was soll das? […] Die Musik, die hinten rauskommt, ist heiße Luft. Kann man als Kunst verbuchen […] aber muss mir nicht gefallen, und das tut’s in dem Fall überhaupt nicht."

SpongeBozz macht jedenfalls auch keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber MoTrip, Fler und JokA:

"Die Schwammkarriere ist nur Zeitverschwendung? Das sagt mir der Ghostwriter von Fler?!/Trip nimmt jeden Featurepart mit Kusshand, die B*tch/Der erste Rapper, der mehr P*ssy als die Hookschl*mpe ist (Apocalyptic)/Ah, ich nehm' MoTrips H*e mit zu mir/Und krieg' Bl*wjobs von ihr wie'n Kokakurier/Die Brille Jochen strippt für dich nach Shows auf Klo, du Piçrapper/Dein C*ck wird durch die Figur von JokA groß wie Heath Ledger/Der erste Rapper, der's MoTrip besorgt/Denn sein Popoloch ist für JokAs C*ck ergonomisch geformt"

Den Zeilen, die sich direkt gegen Fler richten, fehlt es ebenfalls nicht an Deutlichkeit. SpongeBozz bezeichnet ihn unter anderem auch als Nazi:

"Rapper fahr'n die Pablo-Escobar-Schiene/Du wirst gejagt durch Westberlin, es hagelt Tecprojektile/Was will Flizzy? Guck, wie ich die Nazicrackh*e durchsiebe"

Während Kollegah schon mehr oder weniger direkt auf den Sun Diego-Diss reagiert hat, steht eine Reaktion von Fler, MoTrip und JokA noch aus.

Glaubst du, da kommt was?

Sun Diego/SpongeBozz disst Kollegah und kündigt 1000 Bars-Disstrack an

SpongeBozz ist Sun Diego - das scheint jetzt einigermaßen offiziell zu sein. Doch damit nicht genug...

SpongeBozz - Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity (prod. by Digital Drama) [Video]

SpongeBozz haut mitten in der Nacht ein fast halbstündiges Video zu den Songs Started From The Bottom sowie Apocalyptic Infinity raus...

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Kommentare

komischerweise ist ausgerechnet der Spast in dem Schwammkostüm das primitivste (inhaltlich und auch musikalisch), was Deutschrap zu bieten hat.

Aber stimmt schon. MoTrip nimmt jedes Feature an. Bis auf seins

Was sollte das mit der " ich mach 187 mit deinem 31er Team" line?

Generation 187er, es feiern, aber nicht mal den Namen verstehen...

187 ist der amerikanische Polizeicode für Mord und 31er sind Verräter
Kurz gesagt: "Ich ermorde dein Verrätercrew"

Die Line lautete: "Ich halte 187 für ein 31er-Team"

Realtalk: David pumpt privat Majoe!!

Und wenn ich nicht gerade Majoe pumpe:

Das bisher beste Jahr für Hiphop: Meine 10 Rap-Highlights 2016

2016 war das bisher beste Jahr für deutschsprachigen Rap. Alle sagen das! Damit wir es direkt hinter uns haben: An Palmen aus Plastik von RAF Camora und Bonez MC kommt 2016 keiner vorbei. Das Album strotzt vor Hits und auch die Neuauflage bietet mit den drei EPs tatsächlich nochmal einen echten Mehrwert.

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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