Kanye West stürmt aus Live-Podcast
Kanye West im Podcast von Tim Pool

 

Kanye West war zusammen mit seiner neuen Entourage, bestehend aus den extrem-rechten Milo Yiannopoulos und Nick Fuentes, gestern zu Gast im Podcast TimCast von Politik-Youtuber Tim Pool. Dort sprachen sie über das Treffen von Ye und Trump und seine antisemitischen Aussagen.

Kanye denkt, man wolle ihn ins Gefängnis bringen

Im Verlauf des Gesprächs erzählt Kanye, dass man angeblich versuchen würde, ihn ins Gefängnis zu bringen. Innerhalb des Talks rund um seine "Cancellation" fällt oft das Wort "they" (zu deutsch "sie") im Bezug auf die Leute, die Kanye schaden wollen. In letzter Zeit hatte der 45-Jährige keinen Hehl darum gemacht, mit "they" bzw. "sie" Juden zu meinen, ohne das Wort "Juden" zu sagen.

Tim Pool stimmt Ye zu, dass they "extrem unfair" mit ihm umgehen würden. Auf Kanyes provokative Frage, wer they sein sollen, antwortet Pool, dass er das auf "die Presse" bezieht. Als Fuentes jedoch nachhakt, dass dann damit ja nur Juden gemeint sein könnten, weigert sich Pool, ihm zuzustimmen. Das bringt bei dem Rapper anscheinend das Fass zum überlaufen. Anstatt sich der aufkommenden Diskussion zu stellen, verlässt Kanye samt seiner Crew das Podcast-Studio und kommt nicht zurück. Pool ist im Anschluss sichtlich enttäuscht von Kanye, da dieser offensichtlich nicht an einem Austausch interessiert ist, sondern nur in seiner bereits bestehenden Meinung bekräftigt werden will. Die restlichen 100 Minuten des Podcasts laufen ohne ihn und seine rechte Crew weiter.

Den ganzen Podcast gibt es hier. Ab Minute 21 des Podcasts verabschiedet sich Ye prompt:

Antisemitismus: Kanye West verliert Business-Deals

Kanyes antisemitische Tiraden haben ihn nicht nur seinen Businessdeal mit Adidas und seine Balenciaga-Kollaboration gekostet. Auch viele seiner vermeintlich engsten Kollegen zeigen sich enttäuscht. In einem L.A. Times-Interview erklärte Pusha T zuletzt, dass er sehr enttäuscht von Ye sei, angesprochen auf die jüngsten Ereignisse.. Als Schwarzer Mann in Amerika könne man keinen Raum für Intoleranz und Hassrede zulassen.

In anderen Interviews hat sich Kanye West auch zum aktuellen Skandal rund um ein Balenciaga-Fotoshooting geäußert:

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