Was letzte Woche lief: 9 Songs, die du gehört haben solltest

Das Wetter war bombe (und ist es mancherorts sicher immer noch). Die Grillkohle glühte. Trotzdem wurde Musik releast, was das Zeug hält. Videos und Tracks schossen aus dem Boden wie Maiglöckchen. Damit ihr vor lauter Hitze nicht den Überblick verliert, kommen hier handverlesene musikalische Perlen der letzten Woche. Natürlich alles subjektiv und geschmacklich diskutabel.

Fler ist mit Orchesterbegleitung über jeden Zweifel erhaben. Der Vibe war spürbar. Umso schöner, dass es noch eine weitere Aufnahme zu dieser gelungenen Kombination gibt.

Flizzys letzte Platte besteht eh fast nur aus Hits. Aber Junge aus der City hat in der Version für das Neo Magazin Royale nochmal das spezielle Extra. Das Kriegsbeil zwischen Jan Böhmermann und Fler wurde zudem ja auch begraben. Überall Harmonie. Epic kann kommen!

Wer könnte den einsetzenden Sommer besser begleiten als Trap-Queen Haiyti? Auf einem Posse-Cut mit Joey Bargeld, Vira Lata und Kulturerbe Achim ist die Hektik des Nachtlebens spürbar. Timo Millbredt inszeniert und das Flygirl sorgt für die Hook. Außerdem lassen sich Sonnenbrillen problemlos im Dunklen tragen.

Glockenbeats hat SSIO quasi im Alleingang uncool gemacht. Trends kommen, Trends gehen. Das Instrument der Stunde ist die Flöte. Schon als Solo-Nummer von Future ist Mask Off ein verdammter Hit. Wenn sich dann noch Kendrick Lamar auf dem vielleicht besten Flötenbeat ever austobt, ist Feierabend.

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Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Von Alina Amin am 25.02.2021 - 16:47

Apache 207 ist schon nach den ersten Jahren seiner Rap-Karriere in den obersten Rängen der hiesigen Szene angekommen. Mit seinen melodischen Hits erreicht er regelmäßig astronomische Zahlen und gilt aktuell als einer der erfolgreichsten Künstler des deutschsprachigen Musikmarkts. Trotz dessen findet die Diskussion, ob der Ludwigshafener tatsächlich Rapper sei, in der Deutschrap-Community kein Ende. Jetzt äußert sich auch Farid Bang zu dem omnipräsenten Thema.

Farid Bang über die Frage, ob Apache 207 ein Rapper ist

Farid Bang stellt in seiner Instagram-Story infrage, was ein Künstler sei, der seine Texte nicht schreibt, wenn man schon davon ausginge, dass Apache kein Rapper sei. Die Debatte um Apaches Rapqualitäten wird weit über die YouTube-Kommentarspalten hinaus geführt.

Viele Größen der Deutschrapszene scheint die Frage umzutreiben, ob Apache 207 als Rapper zu betrachten ist. Für Bonez MC stand Ende 2020 fest: "Künstler kein Rapper". Auch Fler kommt in einem Interview bei 16bars zu dem Ergebnis, dass Apache "in dem Sinne kein Rapper" sei. Die Musik des 2-Meter-Hünen bedient sich hörbar verschiedensten Einflüssen.

Daran, dass Apache 207 rappen kann, dürfte jedoch kein Zweifel bestehen. Farid fragt sich nun, worauf es hinausliefe, wenn Apaches Musik durch dessen Herangehensweise nicht mehr als Rap durchginge.


Foto:

Instagram / @faridbangbang

Der Banger stellt in den Raum, ob dies nicht mindestens gleichbedeutend damit wäre, jemanden aus dem Rapgenre auszuschließen, wenn die Lyrics zugeliefert werden. Er zieht damit einen Vergleich zu einem ebenso ausgiebig diskutierten Thema, dem Ghostwriting.

Ende letzten Jahres wurde die allgegenwärtige Diskussion wieder aufgerollt, nachdem Shirin David ihre "Babsi Bars" veröffentlichte. Es ging damals einerseits um Credits, andererseits auch um die generelle Praktik des Ghostwritings. Viele Rapfans vertreten die Position, dass Rap-Künstler*innen auch selbst für ihre Lyrics verantwortlich sein sollten. Dennoch gehört es inzwischen zur gängigen Praxis, dass Rap-Texte in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Wie Farid das selbst sieht, erklärt er in seiner Story nicht.

Apache selbst hat zu dem Thema eine klare Haltung. Ob andere Leute ihn als Rapper bezeichnen oder nicht, scheint ihm gleichgültig zu sein. In seinem Song "28 Liter" erklärt der 23-Jährige:  

"Egal, ob du mich einen Rapper nennst, du Piç, darauf pfeif' ich"


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