Arafat Abou-Chaker präsentiert erstes Signing auf seinem Label S44

In den vergangenen Wochen gab es viel Wirbel um Arafat Abou-Chaker, Bushido und Capital Bra. Arafat wurde in Berlin verhaftet. Es stand der Vorwurf im Raum, er habe eine Entführung von Bushidos Frau und Kindern vorbereitet. Mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuß und präsentiert ein neues Signing seines Labels. Der Rapper Baler ist ab sofort auf dem Label S44 gesignt. Sein erster Track soll in wenigen Tagen folgen. Eine Spitze in Richtung Bushido konnte sich Arafat Abou-Chaker nicht verkneifen. 

Labelchef Arafat Abou-Chaker präsentiert Baler als ersten "Neuzugang"

Arafat stellt Baler als "erste[n] Neuzugang auf meinem neuen Label vor". Arafat scheint also Boss des Labels zu sein, auf dem Ali Bumaye neulich seinen Comeback-Track "Jordan Elephant" releaste. Auf Balers Instagram-Account war er schon vor wenigen Tagen mit Ali Bumaye zu sehen und nutzte auch den Hashtag #S44 bereits:



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Unterwegs mit ALI BUMAYÉ #S44 #2019

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Ali hatte in der vergangenen Woche lediglich davon gesprochen, dass er auf dem Label S44 mit Freunden zusammenarbeite. Arafats Namen erwähnte er nicht. 

S44: Das Label repräsentiert Neukölln

Ali hatte im Gespräch auf dem YouTube-Channel der Ostboys lediglich erzählt, dass die Zahl 44 für den Berliner Bezirk Neukölln und das S für Spinne stehe. Angesprochen auf sein altes Label EGJ gab er an, über niemanden etwas Schlechtes sagen zu können. Den Vorwürfen gegen Arafat Abou-Chaker glaubte er nicht und verteidigte den Mann, der offenbar sein neuer Labelboss ist.

Ali Bumaye und Arafat sind verwandt

Dass Arafat vorgeworfen wird, eine Entführung geplant zu haben, hält Ali Bumaye für abwegig. Wer Arafat kenne, der wisse, dass der Vorwurf haltlos sei. Er hält Arafat für unschuldig: 

Was Fakt ist, ist das jemand unschuldig im Gefängnis sitzt. Das kränkt mich. [...] Jeder, der mit diesem Mann irgendwo fünf Minuten gesessen hat, der weiß, dass dieser Vorwurf absoluter Quatsch ist. [...] Kinder entführen - willst du mich ver*rschen?! [...] Dieser Mann sitzt gerade unschuldig im Gefängnis.

Da er allerdings mit dem Clanchef verwandt ist, kann nicht unbedingt von seiner Neutralität ausgegangen werden. 

Arafat Abou-Chaker stichelt gegen Bushido

Ein Statement zu den Vorwürfen, die gegen ihn erhoben werden, oder zu Bushido gibt es von Arafat nicht. Allerdings ist der Hashtag, den er dem Post angehangen hat, als Signal in Bushidos Richtung zu verstehen. Mit #linkinderbioundohnepolizeiaussagen endet der Post, in dem er Baler als neues Signing vorstellt:

Damit behauptet Arafat, das Bushido bei der Polizei ausgesagt habe. Das warf auch Capital Bra seinem ehemaligen Labelboss Bushido vor, als er verkündete, EGJ zu verlassen. Offiziell ist bisher allerdings lediglich bekannt, dass Bushido Polizeischutz erhält. Über Aussagen Bushidos ist nichts weiter bekannt. Bushido selbst schweigt in der gesamten Sache bisher. In der neuen Folge 7000Grad reden Anita, Toxik und Aria natürlich über das Thema der vergangenen Wochen:

Bushido & das Ende von Rückenrap? Capital Bra, Mero & der merkwürdige Rap-Kulturkampf - 7000Grad #10

7000Grad ist zurück aus der Winterpause und es wurde langsam Zeit. Deutschrap ist mehrfach explodiert seit der letzten Folge - allem voran war natürlich Capital Bras Ansage gegen Bushido auf Instagram das dominierende Thema, das nun auch von Aria, Toxik und Anita in all seinen Facetten aufgearbeitet wird.

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Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Von Paul Kruppa am 29.04.2021 - 10:34

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Bushido und seinen früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Der Vorwurf: schwere räuberische Erpressung. Wie der Spiegel berichtet, ist eine Anzeige der Aggro Berlin-Gründer ausschlaggebend.

Aggro Berlin-Gründer & Bushido mit unterschiedlichen Angaben zur Trennung

Nach Informationen des Spiegels haben Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe ausschließlich gegen Bushido Anzeige erstattet. Diese sei am 16. März erfolgt. Ein paar Wochen später sei auch Arafat Abou-Chaker von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter angeführt worden.

Gegenüber dem Spiegel bestätigten die Aggro Berlin-Gründer offenbar, dass es sich bei ihrer Anzeige um ein Ereignis dreht, das 17 Jahre zurückliegt. 2004 verabschiedete sich Bushido von dem legendären Deutschrap-Label. Über die Umstände der damaligen Vertragsauflösung existieren abweichende Erzählungen.

So schildert Aggro Berlin eine Begegnung mit circa sechs Männern im Studio. Einer dieser Männer habe ein "machetenartiges Messer" dabei gehabt. Unter Androhung von Gewalt soll die erforderliche Unterschrift von Specter unter den Auflösungsvertrag erzwungen worden sein. Mit der gleichen Methode habe die Bushido-Seite eine Unterschrift von Spaiche erwirkt. Halil Efe soll noch einen Schlag ins Gesicht bekommen haben, bevor er das türkische Wort für "Nein" auf das Dokument schrieb. Diese Informationen gehen aus Unterlagen hervor, auf die sich der Spiegel beruft.

Bushido Sicht der Dinge weicht davon ab. Er soll an einem Prozesstag im vergangenen August jener Darstellung entschieden widersprochen haben: "Alles völliger Bullshit." Es sei falsch, dass sechs Männer im Studio gewesen sind. Ebenfalls habe es die Machete nicht gegeben. Der EGJ-Boss und Arafat seien "ganz allein" vorstellig geworden. Arafat Abou-Chaker habe dabei jedoch "mit Nachdruck die Unterschrift einfordern müssen", wie es beim Spiegel weiterhin heißt. Auch eine Ohrfeige gegen Halil Efe habe demnach stattgefunden. Gegen einige Angaben von Bushido zum Ablauf der Trennung wollten die Aggro Berlin-Gründer bereits in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung erwirken.

Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers.

"Es geht immer um geschäftliche Interessen", sagte der Anwalt von Arafat Abou-Chaker dem Spiegel zufolge zu den aktuellen Ermittlungen. Außerdem soll der Jurist erklärt haben: "Ich gucke es mir in Ruhe an und werde es zersägen."

Der Spiegel weist darüber hinaus daraufhin, dass schwere räuberische Erpressung erst nach 20 Jahren verjährt. Fler kommentiert die Berichterstattung um seinen ehemaligen Weggefährten auf Twitter ebenfalls mit diesem Hinweis auf das geltende Strafrecht.


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