Drake - Views (2016)

Eine Million verkaufte Einheiten innerhalb einer Woche sind eine dieser viel zitierten magischen Grenzen. Drake hat dieses Kunststück mit seinem Album "Views" geschafft. Er ist erst der vierte Rapper, der sich "Platin in Verkaufswoche #1" auf die Fahne schreiben darf.

Insgesamt sollen es offiziell 1.039.058 'album-equivalent units' gewesen sein. Bedeutet in diesem Fall: Rund 852.000-mal wurde das Album als Einheit gekauft, der Rest wurde aus den 245 Millionen Streams der Views-Songs errechnet. Hotline Bling und One Dance sei Dank!

In der Vergangenheit, bevor man versuchen musste, Streaming-Erfolge in Albumeinheiten umzurechnen, schafften es nur vier andere Alben von drei Rappern, diese Marke in der ersten Woche zu knacken.

Lil Wayne - Tha Carter III (2008)

Vor acht Jahren konnte mit Lil Wayne zuletzt ein Rapper Platin in der erste Woche holen. Mit 1.005.545 Einheiten war es denkbar knapp und böse Zungen behaupten, dass das Label Cash Money etwas nachgeholfen haben könnte.

Von Streams sprach man damals noch nicht, wenn es um Charts ging und mit Pop-Hits wie denen eines Drakes kann Weezy auch nicht wirklich konkurrieren. Wobei... Lollipop kam schon ordentlich im Mainstream an und A Milli war sicher auch nicht der schlechteste Appetizer für eins der am heißesten erwarteten Alben 2008.

Mittlerweile ist Tha Carter III ein Stück Musikgeschichte, gewann den Grammy fürs beste Rap-Album, war bei der Verleihung sogar als Album of the Year nominiert und sorgte gemeinsam mit Kanyes 808s & Heartbreaks und einem gewissen T-Pain für einen wichtigen Impuls im Autotune-Siegezug.

50 Cent - The Massacre (2005)

Während die anderen Alben in dieser Liste – wie in einer Woche üblich – sieben Tage Zeit hatten, die 1-Mio-Grenze zu erreichen, schaffte 50 Cent es in nur vier Tagen. Um Leaks im Internet zuvorzukommen, wurde The Massacre vor dem üblichen Release-Termin veröffentlicht.

In diesen vier Tagen waren es letztendlich 1,14 Millionen verkaufte Einheiten. Keine Streams, kein Pop, nur Rap. Andere Zeiten eben.

Eminem - The Eminem Show (2002)

Eigentlich muss man The Eminem Show hier etwas ausklammern. Diverse Händler hatten Eminems heiß erwartetes neues Werk schon vor dem Release Date erhalten (normal), sich aber nicht an die Vorgaben gehalten und die Platte zu früh zum Verkauf freigegeben (nicht normal).

In dieser Woche wurden 284.000 Platten verkauft. Anders als bei Fifty, wo man sich freiwillig zu diesem Schritt entschied, wird erst die nächste Woche "richtig" gewertet. In dieser Woche gingen dann 1,32 Millionen Eminem Shows über die Ladentheken der USA.

Eminem - The Marshall Mathers LP (2000)

The Marshall Mathers LP ist bis heute nicht nur ein Meilenstein der Rap-Geschichte, sondern auch einer der größten kommerziellen Erfolge der Musikwelt. 1,76 Millionen verkaufte Alben in der erste Woche nach Release wurden von einem Solo-Act erst 2015 durch Adeles Album 25 (3,378 Mio) übertroffen.

Es sind schon ziemlich dicke Dinger, die innerhalb von nur sieben Tagen (oder weniger) siebenstellig verkaufen. Ob Drakes Views so nachhaltig sein kann wie die anderen Alben, wird die Zeit zeigen.

Eminem - 50 Cent - Lil Wayne - Drake – interessante Entwicklung der erfolgreichsten Rapper ihrer Zeit. Ob die Übernahme der Streaming-Dienste die Millionenmarke in Zukunft noch seltener oder deutlich häufiger erreichen lässt, hängt auch davon ab, wie die Musikindustrie auf diesen grundlegenden Wandel reagieren wird.

11.05.2016 - 20:49

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Kommentare

The Mashal Mathers LP ist selbst heute nich eines der besten Rap Alben aller Zeiten. Ich höre es immer wieder gerne. Drake mag ich aber auch sehr, jedoch finde ich Views gerade im Vergleich mit dem genialen und spaßigen Vorgänger sehr schwach. Nie im Leben wird es auch nur ansatzweise so nachhaltig werden wie Eminems Meisterwerk. Dagegen kommt aber auch kein 50 und Lil Wayne ran.

Wider mal ein Zeichen, dass guter HipHop sich nunmal nicht an Verkaufszahlen misst

Adele - 25 - 3,378 Mio).

Du siehst: Es sind schon ziemlich ****e Dinger, die innerhalb von nur sieben Tagen (oder weniger) siebenstellig verkaufen. #reallllĺyyyy

Ok, das war unbeabsichtigt komisch... :D

CHIEF TEXTREDAKTION

Illuminaten Industrie mukke
Da kann man auch gleich miley cirus pumpen

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Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Von Till Hesterbrink am 20.07.2021 - 13:35

So viel kann man als Rapper also tatsächlich verdienen: Mal wieder wurde von Billboard die Liste der bestbezahlten Musiker des Jahres veröffentlicht und darunter sind auch einige Hiphop-Artists zu finden. Auffällig für dieses Jahr sind natürlich vor allem die massiv eingebrochene Einnahmen durch Liveauftritte. Normalerweise lässt sich damit für Künstler das meiste Geld einnehmen. Die Auflistung beschränkt sich auf direkte Einnahmen mit der Musik. Side-Businesses werden nicht miteingerechnet.

Eminem, Drake & Post Malone: Die bestbezahlten Musiker 2020

Den ersten Platz der Liste belegt dieses Jahr niemand Geringeres als Taylor Swift. Die 31-jährige Country-Sängerin sichert sich mit einem Umsatz von fast 24 Millionen Dollar den Spitzenplatz der Liste. Dich hinter ihr findet sich allerdings bereits der erste Künstler, den man dem Hiphop-Gerne zuordnen kann: Post Malone (jetzt auf Apple Music streamen). Der konnte im letzten Jahr satte 23 Millionen Dollar umsetzen. Dies liegt vor allem daran, dass Posty kurz vor dem Hoch der Corona-Pandemie noch eine Tour gespielt hatte. Das letzte Konzert dieser fand am 12. März statt.

Der erste wirkliche Rap-Künstler auf der Liste ist Drake, der mit knapp 14 Millionen Dollar den sechsten Platz belegt. Seine Haupteinnahmequelle ist Streaming. Wie bereits im Jahr zuvor ist Drizzy mit ca. 8 Milliarden Plays der meistgestreamte Artist des Jahres.

Auf dem neunten Platz findet sich YoungBoy Never Broke Again. Der (Quasi-)Schwiegersohn von Floyd Mayweather konnte vor allem durch Streams seiner Videos ordentlich Einnahmen erzielen. 11,9 Millionen Dollar, um genau zu sein. Er ist der Künstler, dessen Videos am meisten im letzten Jahr abgespielt wurden. Ihm dicht auf den Fersen ist Lil Baby, mit 11,7 Millionen Dollar.

Ganz knapp an der Top 10 schliddert The Weeknd mit seinen 10,4 Millionen vorbei, der im letzten Jahr sein Album "After Hours" samt dem unglaublich erfolgreichen Hit "Blinding Lights" veröffentlichte.

Auf Platz 14 ist Eminem, der im letzten Jahr gleich zwei Alben rausgehauen hat. "Music To Be Murdered By" und die zugehörige Deluxe-Version, die als "B-Seite" bezeichnet wurde. Damit landete Em' auf Platz fünf aller digitalen Verkäufe. Insgesamt konnte Eminem im Corona-Jahr 9,7 Millionen Dollar einnehmen.

Und auf Platz 15 findet sich dann Lil Uzi Vert, der ebenfalls zwei Alben veröffentlichte. "Eternal Atake" und "Lil Uzi Vert vs. The World 2" bescherten dem 26-Jährigen eine riesige Nummer an Streams. So viele, dass er insgesamt 18 Tracks auf einen Schlag in den Top 100 vorweisen konnte. Damit ist er erst der dritte Künstler jemals, dem dies gelingt. Einnehmen konnte er 2020 9,4 Millionen Dollar.

Musikeinnahmen in 2020

Billboard vergleicht die Zahlen zudem mit den letzten Jahren. So wird deutlich, was für einen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Musikindustrie hatte. Taylor Swift war zuletzt 2018 Teil der Liste. Damals hatte sie allerdings auch Einnahmen von insgesamt fast 100 Millionen Dollar. Insgesamt sind die Einnahmen der Musikindustrie im letzten Jahr um fast eine Milliarde Dollar zurückgegangen.

Besonders die fehlenden Einnahmen aus Konzerten werden deutlich, die sonst bis zu 80 % der Einnahmen der Top 40 Künstler dargestellt hatte. Diese gingen von den letztjährigen 779 Millionen Dollar auf lediglich 79 Millionen Dollar zurück.

Verkäufe von physischer und digitaler Musik erfuhren hingegen einen Zuwachs um 39 % und machen insgesamt 59 Millionen Dollar aus. Trotzdem ist die Zukunft natürlich Streaming. Die einzelnen Künstler konnten insgesamt 193 Millionen Dollar durch Streams einnehmen, das ist eine Steigerung um knapp 82 % im Vergleich zu letztem Jahr. Und der Trend geht weiter nach oben.

Hier könnt ihr euch die ganze Liste anschauen.

Drake ist der Künstler des Jahrzehnts


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