Saweetie findet, Frauen machen 2022 den besseren Rap

 

Die US-Rapperin Saweetie war kürzlich in dem Bootleg Kev Podcast zu Gast. In dem Interview ging es unter anderem um ihre neue EP, die letztjährige McDonalds-Kooperation und ihre Ansicht über die Unterschiede zwischen Musik von Männern und der von Frauen im Hiphop. Zu letzterem hat die Rapperin aus Kalifornien eine deutliche Meinung geäußert: Laut ihr würden Frauen zurzeit Hiphop anführen.

Saweetie findet Männer-Rap zu "respektlos und gewalttätig"

Laut Saweetie sei die männliche Seite der Hiphop-Szene vor ein paar Jahren noch "fröhlicher" gewesen. Es wäre mehr um Party und Spaß gegangen als heute, sagt die 29-Jährige. Als Beispiele nennt sie Künstler wie Tyga, YG, Chris Brown und Big Sean. Sie wünscht sich, dass man zu dieser Zeit zurückkehren und wieder eine gute Zeit haben würde. Zurzeit würden sich leider die kontroversen Inhalte der Texte vieler männlicher Rapper in deren Lebensrealitäten widerspiegeln. 

Die ganze Folge des Podcasts ist hier zu sehen:

Ist an Saweeties Aussagen etwas wahres dran?

Fakt ist: Female Hiphop ist erfolgreicher denn je. Stars wie Megan Thee Stallion und Latto  droppten 2022 erfolgreiche Alben. Latto hat mit dem Track "Big Energy" für einen der ersten Hits des Jahres 2022 gesorgt. Die Künstlerin Doja Cat steigerte sich von Jahr zu Jahr und hat mit Mega-Hits wie "Woman" und "Kiss Me More" innerhalb des letzten Jahres zwei Songs gedroppt, die die Milliarden Streams geknackt haben.

Und Nicki Minajs Song "Super Freaky Girl" ging in der zweiten Hälfte von 2022 durch die Decke und sorgte für ihre erste Solo-Chartspitze in den USA. Außerdem gingen dieses Jahr auch Newcomerinnen wie Ice Spice und GLoRilla viral. Letztere durfte sich in eine Reihe mit z.B. Beyoncé einreihen und sich über eine Grammy-Nominierung freuen.

Auch in Deutschland ist es ähnlich: Ende letzten Jahres hat Shirin David mit ihrem Album "B*tches Brauchen Rap" das erfolgreichste Startwochenende einer deutschen Musikerin. Eunique schaffte es in den FIFA-Soundtrack, Badmomzjay wurde kürzlich bei den MTV EMAs als "Bester deutscher Act" ausgezeichnet und LIZ schaffte es mit hartem Frankfurter Straßenrap wie "#weistduwasichmein" mit Celo & Abdi auf sich Aufmerksam zu machen. Mit Nina Chubas "Wildberry Lillet" und Domizianas "Ohne Benzin" sind zwei der größten deutschen Hits dieses Jahres von weiblichen Acts.

Schaut man sich die populären Hiphop-Künstlerinnen in Deutschland und den USA an, merkt man, dass diese weniger über Gewalt rappen. Generell sind die gängigen Kritik-Themen wie Sexismus und Homophobie, mit denen sich männliche Rapper häufig konfrontiert sehen, selten bei den weiblichen Kolleginnen aufzufinden. Wenn man sich aber die Zahlen der männlichen Kollegen wie zum Beispiel Drake, 21 Savage, Luciano und Co. anschaue, sind die Frauen (bis auf wenige Ausnahmen) leider noch etwas vom Erfolg der Männer entfernt.

Die weibliche Seite der Szene ist jedoch nicht frei von Auseinandersetzungen. In den letzten paar Monaten hat sich unter anderem Cardi B mit JT von den City Girls gestritten und Latto und Nicki Minaj leisteten sich vor kurzem ein gegenseitiges Twitter-Drama, wegen welchem dann 120 Songs von Latto im Internet geleakt wurden.

Wie Saweetie hat auch Shirin David eine Kooperation mit McDonalds. Shirin befindet sich deswegen momentan in einer Kontroverse. Ihr wird von vielen Fans Doppelmoral und Geldgier vorgeworfen:

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