Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Machine Gun Kelly musste für sich feststellen, dass viel Aufmerksamkeit nicht immer zu stabilen Verkaufszahlen führt. In einem kürzlich erschienenen Interview mit Schauspieler Dave Franco spinnt der Boyfriend von Megan Fox eine Theorie Rund um den Beef mit Eminem. Dass zu jener Zeit alle Augen auf den "Rap Devil" gerichtet waren, spiegelte sich nämlich nicht in den Charts wider.

Machine Gun Kelly fühlte sich nach Eminem-Beef "ausgezählt"

Im Spätommer 2018 droppte Machine Gun Kelly den Eminem-Disstrack "Rap Devil", nachdem er auf dessen Album "Kamikaze" ein paar Zeilen abbekommen hatte. Eminems Antwort "Killshot" folgte kurze Zeit später. Im Nachgang des öffentlich viel diskutierten Beefs ließ MGK erst eine mäßig laufende EP und anschließend sein Album "Hotel Diablo" folgen.

Darauf knüpft er auf dem Track "Floor 13" auch direkt mit einer Line an das Battle an. Doch von der langwierigen Auseinandersetzung konnte er mit Blick auf die Zahlen nicht profitieren. In der ersten Woche sprang bei knapp 40.000 verkauften Einheiten am Ende Rang #5 heraus. Seine drei vorigen Alben gingen jeweils Gold.

Dave Franco erkundigt sich nun, ob es bei MGK mal Momente gab, in denen er aufgeben wollte, weil er sich mit seiner Musik nicht verstanden gefühlt habe. In seiner Antwort spricht er die Reaktionen auf "Hotel Diablo" nach dem Eminem-Beef an. Er macht klar, wie stolz er auf die Platte ist und erklärt, dass den Leuten die Qualität des Albums bei der Beurteilung total egal gewesen sei. Es wäre aus Prinzip gehatet worden.

"Ja. [Das Album von 2019] 'Hotel Diablo' ist das für mich, weil es das erste Mal war, dass ich mein wahres Selbst ohne äußeren Einfluss vom Label zum Ausdruck bringen konnte. Als Hiphop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und deutet die Entwicklung an, wie ich zu einem Pop-Punk-Album gekommen bin. Aber es kam zum Abschluss dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem]. Also wollte niemand, sich damit beschäftigen. Es ist so, als ob du einen beschissenen Film machst und gleich danach einen großartigen Film herausbringst, aber die Leute möchten sich darauf konzentrieren, dass sie alles hassen, was du gerade getan hast. Was ich in dem Beef gemacht habe, war genau das, was es sein sollte, aber das folgende Projekt wurde nicht willkommen geheißen.

("Yes. [The 2019 album] 'Hotel Diablo' is that for me, because that was the first time I really expressed my true self with no outside influence, meaning the label. As a hip-hop album, it’s flawless front to back, and also a hint at the evolution of how I went into a pop-punk album. But it was coming off the tail-end of that infamous beef [with Eminem]. So no one wanted to give it the time of day. It’s like if you make a shitty movie and then you come out with a great movie right after, but people want to focus on the fact that they hated whatever you just did. What I did in the beef was exactly what it should be, but that project wasn’t welcomed.")

2020 läuft es hingegen bei Machine Gun Kelly: Seine diesjährige Pop-Punk-Platte war ein durchschlagender Erfolg. Von "Tickets To My Downfall" konnten über 100.000 Einheiten in der ersten Woche abgesetzt werden. Sein fünftes Album bezeichnet er selbst als "sein größtes Debüt". Es stieg erstmalig direkt auf der #1 ein. Für den Karrierekick macht Machine Gun Kelly seine Einstellung und die Umstände verantwortlich.

"Das nächste Album kam aus dem Gefühl heraus, bereits ausgezählt zu sein, also war es mir egal, was die Öffentlichkeit denken würde. Deshalb war das Projekt ironischerweise das, was am besten aufgenommen wurde, weil es das müheloseste mit dem geringsten Einfluss von außen war."

("The next album came from already feeling like I’d counted out, so I didn’t even care what the public was going to think. That’s why the project was ironically my best received one, because it was the most effortless, with the least outside influence.")

Hier kannst du in "Tickets To My Downfall" reinhören:

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Eliantte vs. Ben Baller: Juwelier-Beef wegen Travis Scott

Eliantte vs. Ben Baller: Juwelier-Beef wegen Travis Scott

Von Michael Rubach am 21.01.2021 - 16:09

Der neue Schmuck von Travis Scott sorgt in den Staaten für eher unübliche Reibereien. Im Zentrum stehen dabei keine Rap-Artists, sondern die zwei Promi-Juweliere Elliot Eliantte und Ben Baller. Ebenso ist der japanische Künstler Takashi Murakami involviert.

Ketten für Travis Scott werden zum Streitobjekt

Eliantte stattet Berühmtheiten wie Nicki Minaj, 21 Savage, Lil Uzi Vert, Young Thug oder Future mit Schmuck aus. Auf Ufo361s Album "Rich Rich" ist auch ein Track nach ihm benannt.

In einem Instagram-Post teilt der in New York ansässige Juwelier seinen Follower*innen kürzlich mit, dass er zusammen mit Murakami an Pieces für Travis Scott und seine Crew gearbeitet habe. Der "geschmolzene Utopia Traum" kommt iced out und mit Jesus-Vibes daher.

Ben Baller, der ebenfalls die Speerspitze der US-Rapszene mit funkelnden Pieces ausrüstet, zweifelt an einer abgesprochenen Kollabo mit dem japanischen Künstler. In seiner Insta-Story lässt er sich über die Arbeit der Konkurrenz aus.

"Oh Yeah. Dieses Piece ist kein echter Murakami, insofern er es nicht abgesegnet hat oder zumindest davon weiß. Stell dir vor, du machst ein Piece ohne den Segen des Künstlers. Das nennt man 'Bootleg'".

Offenbar möchte Ben Baller andeuten, dass Eliantte ohne Erlaubnis bei Designs von Murakami abgeguckt hat. Ben Baller selbst hat schon mehrfach ganz offiziell mit Takashi Murakami kollaboriert. Anfang 2020 präsentierte er eine Chain für Kid Cudi. Auch J Balvin wurde letztes Jahr vom Team Baller-Murakami bedacht.

Ben Baller hat die Rechnung ohne Takashi Murakami gemacht

Um in der Sache für Klarheit zu sorgen, schaltet sich Takashi Murakami selbst ein. Dafür zeigt er einen FaceTime-Screenshot, auf dem er und Travis Scott samt Eliantte-Chain zu sehen sind. Dazu schreibt er "Kollabo mit @travisscott". Außerdem ergänzt er, dass er das Artwork für das Piece bereitgestellt habe. Am Produktionsprozess sei er jedoch nicht beteiligt gewesen.

Nun wirkt es keineswegs mehr so, als wären die Pieces über Murakamis Kopf hinweg entstanden. Ben Baller hat für diese Darstellung eine eher uneindeutige Emoji-Kombo übrig.


Foto:

via instagram/takashipom

Elliot Eliantte vermutet hinter den Vorwürfen von Ben Baller Neid. Zumindest scheint er sich in seiner Insta-Story auf die Anschuldigungen seines Kollegen zu beziehen. Dort merkt er an: "Eifersucht wird dich über eine Person tratschen lassen, von der du lernen solltest."

Ob das Verhältnis von Takashi Murakami und Ben Baller unter der Geschichte gelitten hat, ist nicht überliefert. In der US-Szene ist der Japaner auch abseits von Beef um Custom Chains bestens vernetzt. So hat er in den letzten Jahrzehnten mehrfach mit Kanye West zusammengearbeitet. Die Cover Artworks von "Stronger" oder "Kids See Ghosts" gehen zum Beispiel auf den asiatischen Künstler zurück.

Kanye West, Kid Cudi - Kids See Ghosts

Von Alina Amin am 08.01.2021 - 15:18 Kürzlich wurden die Scheidungspläne von Kanye West und Kim Kardashian publik. Viele Fans zeigten sich traurig und bestürzt, dass das Power-Pärchen in Zukunft nun getrennte Wege gehen würde. Angeblichen sollen die beiden schon länger Abstand voneinander halten und sich auseinandergelebt haben.


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