Kanye West feiert mit Wahlwerbespot sein Instagram-Comeback

Kanye Wests bevorzugte Social-Media-Plattform ist eigentlich Twitter. Doch für den Präsidentschaftswahlkampf reaktiviert Kanye nun kurzerhand sein Instagram-Profil. Nach mehr als zwei Jahren Inaktivität spielt er auch dort einen Wahlwerbespot aus.

Kanye West setzt im US-Wahlkampf auf den Glauben

Direkt zu Beginn des Videos informiert Kanye per Text-Einblendung darüber, dass er diesen Clip selbst bezahlt und abgesegnet habe. Gleichzeitig fragt sich Kanye, was Amerikas Schicksal sei. Dazu schaut der US-Star vor einer wehenden US-Flagge in die Ferne. Der Monolog ist von Szenen durchsetzt, die beispielsweise glückliche Familien oder Feuerwehrleute zeigen.

Bei Kanyes Vision 2020 steht vor allem die Religion im Mittelpunkt. Durch Beten könne der Glauben wiederhergestellt werden. Jesus ist weiterhin King.

"Wenn wir uns dem Glauben zuwenden, werden wir die Art von Nation sein, die Art von Menschen, die Gott vorgesehen hat."

Auch schwört Ye auf starken Familienzusammenhalt, der die Basis für ein starkes Amerika sei. Zum Ende seines Vortrags erklärt er noch einmal, dass dies eine von Kanye West genehmigte Botschaft sei.

Die US-Wahl findet am 3. November statt. Kanye West hat es in verschiedenen Bundesstaaten verpasst, sich ordnungsgemäß als Kandidat registrieren zu lassen. Der an einer bipolaren Störung leidende Rapstar verkündete seine Kandidatur im Juli. Ein öffentlicher Wahlkampf-Auftritt in South Carolina mündete in einem emotionalen Ausbruch. 

Kanye West kämpft bei Wahlkampf-Auftritt mit den Tränen

Kanye West will sich offenbar weiterhin um das Amt des US-Präsidenten bemühen. Dafür machte er nun erstmals öffentlichen Wahlkampf und hinterließ nach einer Veranstaltung in South Carolina mal wieder einen nachhaltigen Eindruck. Mit einer Schutzweste bekleidet und einem nicht weniger auffälligen 2020- Haarschnitt äußerte sich Kanye kontrovers zur Sklaverei.

Der holprige Verlauf seiner Präsidentschafts-Kampagne hält Kanye offenbar nicht davon ab, an seiner Vision für 2020 festzuhalten. Unabhängig von den eher geringen Erfolgsaussichten unterstreicht er seine Ambitionen zudem mit einer Reihe von Merchandise-Artikeln. Hier informierte er kürzlich auf Twitter über die Absätze der einzelnen Pieces.

In den Wahlkampf hat Kanye bereits eine stattliche Summe seines Privatvermögens gesteckt.

Sechs Millionen Dollar: Kanye West gibt sein Privatvermögen für seine Kandidatur aus

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Von Michael Rubach am 18.10.2020 - 13:21

Diddy mischt fortan mit seiner eigenen Partei im politischen Geschehen Amerikas mit. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat er die "Our Black Party" ins Leben gerufen. Eine Verbesserung der Lebensrealität der Schwarzen Community ist dabei das erklärte Ziel.

"Die Mission ist es, eine Plattform zu schaffen, um eine politische Agenda voranzutreiben, die auf die Bedürfnisse der Schwarzen eingeht."

Diddy umreißt das Partei-Programm

Auf Twitter nennt Diddy den Launch der Partei "eines der kühnsten Dinge", die er jemals getan habe. Er arbeite dabei unter anderem mit jungen Schwarzen Aktivist*innen zusammen. Es sei bei "Our Black Party" letztlich egal, ob man auf der demokratischen oder republikanischen Seite des politischen Spektrums stehe. Was zählt: Die Lebensqualität der Schwarzen Bevölkerung müsse "dramatisch verbessert" werden, wie es auf der Website der Partei heißt.

Das Programm der "Our Black Party" formuliert verschiedene Forderungen: Das Ende der Finanzierung der Polizei ("Defunding The Police"), ein garantiertes Einkommen für alle und die Legalisierung von Marihuana sind nur ein paar Punkte auf der Agenda. Weitere Infos gibt es auf ourblackparty.org. Die aktuelle Lage in den Staaten schätzt der Hiphop-Mogul darüber hinaus ziemlich dramatisch ein.

Diddy vs. Donald Trump: Kurz vorm Bürgerkrieg?

Oberste Priorität habe für Diddy zunächst, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu verhindern. "Er muss gehen", twittert der Bad Boy Records-Gründer. Die amerikanische Bevölkerung dürfe "diesem Mann nicht erlauben, dass dieser weiter versuche zu spalten". Diddy prognostiziert, dass die verhärteten Fronten in den USA sonst zu kriegsähnlichen Zuständen führen könnten.

Trump habe die "Dinge zu weit getrieben". Um die Situation bewältigen zu können, wünscht sich Diddy den demokratischen Kandidaten Joe Biden im Weißen Haus. Es sei an der Zeit, dass sich die Schwarze Community vereine. Mit der frisch gegründeten Partei soll dieses Vorhaben offenbar angegangen werden.

Diddys Engagement wird hier und da öffentlich hinterfragt. Die Sängerin Aubrey O'Day zieht seine Aussagen in Zweifel. Das ehemalige Mitglied der von Diddy gecasteten RnB-Gruppe Danity Kane deutete via Twitter an, dass Diddy und Trump eigentlich gute Freunde sein würden.

Weitere Einblicke in seine politischen Vorstellungen gewährt Diddy in einem aktuellen Interview bei Revolt TV.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!