Kanye West kämpft bei Wahlkampf-Auftritt mit den Tränen

Kanye West will sich offenbar weiterhin um das Amt des US-Präsidenten bemühen. Dafür machte er nun erstmals öffentlichen Wahlkampf und hinterließ nach einer Veranstaltung in South Carolina mal wieder einen nachhaltigen Eindruck. Mit einer Schutzweste bekleidet und einem nicht weniger auffälligen 2020-Haarschnitt äußerte sich Kanye kontrovers zur Sklaverei. Auch brach er zwischenzeitlich in Tränen aus, als es um seine Tochter North ging.

Kanye West spricht erneut über Sklaverei

Vor mehr als zwei Jahren hatte Kanye West in einem denkwürdigen Interview 400 Jahre Sklaverei als selbst gewähltes Dilemma beschrieben. Nun lässt Kanye erneut aufhorchen. Es geht dabei um die Rolle der historischen Persönlichkeit Harriet Tubman. Die Freiheitskämpferin ist im 19. Jahrhundert der Sklaverei entkommen und war zeit ihres Lebens für die Befreiung vieler weiterer Sklaven verantwortlich. Sie gilt als eine der bekanntesten Fluchthelferinnen. Diese Lesart der Geschichte zweifelte Kanye öffentlich an.

"Harriet Tubman hat die Sklaven eigentlich nie befreit. Sie hat sie nur für andere Weiße arbeiten lassen."

("Harriet Tubman never actually freed the slaves, she just had the slaves go work for other white people.")

50 Cent kann das alles nicht fassen und macht Jay-Z verantwortlich.

Kanye West hält nichts von Abtreibung

Kanye West ist ein Gegner der Abtreibung. Sein Auftritt lässt daran keinen Zweifel. In Tränen aufgelöst schrie er ins Rund, dass er beinahe seine Tochter North West getötet hätte. Er habe nämlich versucht, seine Frau Kim Kardashian von einer Abtreibung zu überzeugen. Darüber hinaus soll seine Mutter Donda ihm ebenfalls schon vor der Geburt das Leben gerettet haben. Sein Vater sei "zu beschäftigt" gewesen und habe darauf gedrängt, dass die Schwangerschaft abgebrochen werde. Kanye West schwebt vor, Mütter finanziell stärker zu unterstützen, um eine Abtreibung unattraktiver zu machen.

Der Ausgang der Präsidentschaftswahl ist Kanye West "egal"

Aktuell ist die Kanye-Kampagne vor allem eins: undurchsichtig. Mal sieht es so aus, als habe er eigentlich schon aufgegeben. Mal kümmert sich Kanye um all die bürokratischen Dinge, die vor so einer Wahl passieren müssen. Offensichtlich ist es für ihn inzwischen auch nebensächlich, ob er dieses Jahr irgendeine Chance auf das Amt des US-Präsidenten hat.

"Mir ist egal, ob ich Präsident werde oder nicht. Mir geht es um die Obdachlosen vor dem Gucci Store."

("I don’t give a f*ck if I win the presidency or not. I care about homeless people in front of the Gucci store.")

Vor geladenen Gästen durchlief Kanye alle möglichen Emotionen. Kürzlich hieß es, Kanye durchlebe eine starke bipolare Episode. Bei den mitunter skurrilen Ideen und Plänen von Kanye West sollte man im Hinterkopf behalten, dass diese immer auch der Ausdruck einer Krankheit sein könnten. Einen kompletten Stream von der Veranstaltung (allerdings mit Tonaussetzern) liefert The Sun:

Erst kürzlich hat Kanye sein neues Album "Donda" via Twitter angekündigt. Den entsprechenden Tweet löscht er jedoch wieder umgehend. Release Date und Tacklist geistern dennoch durchs Netz.

"Donda": Kanye West droppt Tracklist & Release Date seines neuen Albums

Kanye West ist aktuell so aktiv auf Twitter wie lange nicht und hat kurz mal das Release Date und eine Tracklist für sein neues Album "Donda" geteilt - und direkt wieder gelöscht. Doch das Internet hat Yeezys Post natürlich für alle Zeiten konserviert.

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Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Von Michael Rubach am 18.10.2020 - 13:21

Diddy mischt fortan mit seiner eigenen Partei im politischen Geschehen Amerikas mit. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat er die "Our Black Party" ins Leben gerufen. Eine Verbesserung der Lebensrealität der Schwarzen Community ist dabei das erklärte Ziel.

"Die Mission ist es, eine Plattform zu schaffen, um eine politische Agenda voranzutreiben, die auf die Bedürfnisse der Schwarzen eingeht."

Diddy umreißt das Partei-Programm

Auf Twitter nennt Diddy den Launch der Partei "eines der kühnsten Dinge", die er jemals getan habe. Er arbeite dabei unter anderem mit jungen Schwarzen Aktivist*innen zusammen. Es sei bei "Our Black Party" letztlich egal, ob man auf der demokratischen oder republikanischen Seite des politischen Spektrums stehe. Was zählt: Die Lebensqualität der Schwarzen Bevölkerung müsse "dramatisch verbessert" werden, wie es auf der Website der Partei heißt.

Das Programm der "Our Black Party" formuliert verschiedene Forderungen: Das Ende der Finanzierung der Polizei ("Defunding The Police"), ein garantiertes Einkommen für alle und die Legalisierung von Marihuana sind nur ein paar Punkte auf der Agenda. Weitere Infos gibt es auf ourblackparty.org. Die aktuelle Lage in den Staaten schätzt der Hiphop-Mogul darüber hinaus ziemlich dramatisch ein.

Diddy vs. Donald Trump: Kurz vorm Bürgerkrieg?

Oberste Priorität habe für Diddy zunächst, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu verhindern. "Er muss gehen", twittert der Bad Boy Records-Gründer. Die amerikanische Bevölkerung dürfe "diesem Mann nicht erlauben, dass dieser weiter versuche zu spalten". Diddy prognostiziert, dass die verhärteten Fronten in den USA sonst zu kriegsähnlichen Zuständen führen könnten.

Trump habe die "Dinge zu weit getrieben". Um die Situation bewältigen zu können, wünscht sich Diddy den demokratischen Kandidaten Joe Biden im Weißen Haus. Es sei an der Zeit, dass sich die Schwarze Community vereine. Mit der frisch gegründeten Partei soll dieses Vorhaben offenbar angegangen werden.

Diddys Engagement wird hier und da öffentlich hinterfragt. Die Sängerin Aubrey O'Day zieht seine Aussagen in Zweifel. Das ehemalige Mitglied der von Diddy gecasteten RnB-Gruppe Danity Kane deutete via Twitter an, dass Diddy und Trump eigentlich gute Freunde sein würden.

Weitere Einblicke in seine politischen Vorstellungen gewährt Diddy in einem aktuellen Interview bei Revolt TV.


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