Azad & Animus beenden gemeinsame Zusammenarbeit

Animus und Azad gehen zukünftig getrennte Wege. Beide Rapper haben auf Instagram erklärt, dass die gemeinsame Zeit bei Bozz Muzik vorüber ist.

Animus verlässt Bozz Muzik

Im Dezember 2017 zeigte sich Azad hocherfreut, mit Animus einen der "krassesten Rapper Deutschlands" unter Vertrag genommen zu haben. Knapp zweieinhalb Jahre verabschiedet sich dieser wieder. Als Begründung führt Animus an, dass er fortan seinen "eigenen Weg gehen möchte". Seinem ehemaligen Labelchef und dem gesamten Label wünscht er für die Zukunft alles Gute.

Animus über die Trennung von Azad und Bozz Muzik
Foto:

Screenshot: instagram.com/animus
Animus über die Trennung von Azad und Bozz Muzik

Azad äußert sich zum Abschied von Animus

Der Frankfurter B-O-Z-Z fasst sich in seiner Insta-Story kurz. Er bestätigt noch einmal, dass die Zusammenarbeit mit Animus beendet ist. Für den weiteren Karriereweg wünscht der Frankfurter seinem Ex-Signing ebenfalls nur Gutes.

Azad wünscht Animus alles Gute
Foto:

Screenshot: instagram.com/azadoffiziell
Azad wünscht Animus alles Gute

Azad & Animus: Trennung nach Ghostwriting-Debatte

Das Verhältnis von Azad und Animus rückte im Zuge der Veröffentlichung des Tracks "Intro" von KEZ in den Vordergrund. Dort erhob KEZ Ghostwriting-Vorwürfe gegen Azad und erklärte, dass Animus für Texte auf dem Album "NXTLVL" verantwortlich sei. Daraufhin entbrach wiederum ein Streit zwischen KEZ-Labelboss Manuellsen und Animus. Die Auseinandersetzung hatte inhaltlich nichts mehr mit den Lines von KEZ oder Musik zu tun und wurde letztendlich auf Straßenebene geklärt. Auch Azad meldete sich in dieser Sache zu Wort und verteidigte sein damaliges Signing Animus.

Azad, Manuellsen & Animus: Erklärungen zu Ghostwriting & "Auge machen"

Das "Intro" von KEZ hat einiges an Staub aufgewirbelt. Die darin erhobenen Ghostwriting-Vorwürfe gegenüber Azad sind inzwischen nur noch ein Teilaspekt eines scheinbar komplexeren Problems. Die ausufernden Reaktionen driften mehr und mehr ins Private. Statements von Animus, Manuellsen und Azad legen offen, dass die Ehefrau von Manuellsen bei der ganzen Sache von entscheidender Bedeutung ist.

Zu einer Vertiefung der gemeinsamen Zusammenarbeit kommt es nun nicht mehr. Animus veröffentlichte bei Azads Label das Tape "Beastmode 3" sowie die EP "Poet". Auf dem Track "Zwei Schüsse" sind Azad und Animus zusammen mit Gentleman zu hören:

Animus ft. Azad & Gentleman - Zwei Schüsse [Video]

Es geht Schlag auf Schlag bei Animus. Nach der Bekanntgabe seines Deals bei Bozz Muzik und der Ankündigung des neuen Albums "Beastmode 3" veröffentlicht der Heidelberger schon sein drittes Video.

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Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Von Paul Kruppa am 29.04.2021 - 10:34

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Bushido und seinen früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Der Vorwurf: schwere räuberische Erpressung. Wie der Spiegel berichtet, ist eine Anzeige der Aggro Berlin-Gründer ausschlaggebend.

Aggro Berlin-Gründer & Bushido mit unterschiedlichen Angaben zur Trennung

Nach Informationen des Spiegels haben Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe ausschließlich gegen Bushido Anzeige erstattet. Diese sei am 16. März erfolgt. Ein paar Wochen später sei auch Arafat Abou-Chaker von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter angeführt worden.

Gegenüber dem Spiegel bestätigten die Aggro Berlin-Gründer offenbar, dass es sich bei ihrer Anzeige um ein Ereignis dreht, das 17 Jahre zurückliegt. 2004 verabschiedete sich Bushido von dem legendären Deutschrap-Label. Über die Umstände der damaligen Vertragsauflösung existieren abweichende Erzählungen.

So schildert Aggro Berlin eine Begegnung mit circa sechs Männern im Studio. Einer dieser Männer habe ein "machetenartiges Messer" dabei gehabt. Unter Androhung von Gewalt soll die erforderliche Unterschrift von Specter unter den Auflösungsvertrag erzwungen worden sein. Mit der gleichen Methode habe die Bushido-Seite eine Unterschrift von Spaiche erwirkt. Halil Efe soll noch einen Schlag ins Gesicht bekommen haben, bevor er das türkische Wort für "Nein" auf das Dokument schrieb. Diese Informationen gehen aus Unterlagen hervor, auf die sich der Spiegel beruft.

Bushido Sicht der Dinge weicht davon ab. Er soll an einem Prozesstag im vergangenen August jener Darstellung entschieden widersprochen haben: "Alles völliger Bullshit." Es sei falsch, dass sechs Männer im Studio gewesen sind. Ebenfalls habe es die Machete nicht gegeben. Der EGJ-Boss und Arafat seien "ganz allein" vorstellig geworden. Arafat Abou-Chaker habe dabei jedoch "mit Nachdruck die Unterschrift einfordern müssen", wie es beim Spiegel weiterhin heißt. Auch eine Ohrfeige gegen Halil Efe habe demnach stattgefunden. Gegen einige Angaben von Bushido zum Ablauf der Trennung wollten die Aggro Berlin-Gründer bereits in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung erwirken.

Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers.

"Es geht immer um geschäftliche Interessen", sagte der Anwalt von Arafat Abou-Chaker dem Spiegel zufolge zu den aktuellen Ermittlungen. Außerdem soll der Jurist erklärt haben: "Ich gucke es mir in Ruhe an und werde es zersägen."

Der Spiegel weist darüber hinaus daraufhin, dass schwere räuberische Erpressung erst nach 20 Jahren verjährt. Fler kommentiert die Berichterstattung um seinen ehemaligen Weggefährten auf Twitter ebenfalls mit diesem Hinweis auf das geltende Strafrecht.


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