Aus bei Maskulin? Mosenu & Fler gehen wohl getrennte Wege

Erst Ende letzten Jahres verkündete Fler sein neues Signing bei Maskulin. Heute, wenige Monate danach, sieht es aber nach einer Trennung von Mosenu und Fler aus. 

Mosenu gibt eine mögliche Trennung von Maskulin auf Instagram bekannt

Auf Instagram verkündet Mosenu zunächst scherzhaft:

Am besten per Paypal, Danke

912 Likes, 69 Comments - MOSENU(@xmosenu) on Instagram: "Am besten per Paypal, Danke"

In den Kommentaren wird die Ernsthaftigkeit seines Posts deutlich. Darauf angesprochen, ob er nicht mehr bei Fler sei, antwortet der Rapper:

"laut vertrag schon, aber ich denke er will mich nicht mehr" [sic]

Zudem bestätigt er auf die Nachfrage, warum Fler und er sich nicht mehr gegenseitig bei Instragram folgen, es liege Ärger in der Luft.

Vertragssituation wird von Fler bestätigt

Bereits vor zwei Tagen wird Fler bei Instagram auf einen möglichen Abgang von Mosenu angesprochen. Dabei bestätigt er die Vertragslage, die auch sein Signing heute erläutert.

"Er hat einen Vertrag bei Maskulin. Alles andere ist mir egal. Wer was mit seiner Stimme veröffentlicht muss das mit mir klären...nur zur Info" [sic]

Die genauen Gründe für das mögliche Maskulin-Ende bleiben aus

Als die Fans auf Instagram genauer nach den Gründen für das Ende bei Maskulin nachfragen, bleibt Mosenu weniger konkret und zitiert aus Flers neuem Track "Stress ohne Grund 2019":

"Suche ein'n Grund, finde ein'n Grund. F*ck it, brauche kein'n Grund."

Angesprochen auf die Möglichkeit, Fler wolle der Beste auf seinem eigenen Label sein, dementiert Mosenu allerdings und stellt gegebenenfalls auch sarkastisch fest:

"nein, so ist fler garnicht drauf" [sic]

Noch im März ist Fler von Mosenu begeistert

Im März schwärmte Fler im Interview mit Toxik und Aria noch von seinem neuen Signing.

"Ami-Level wieder. Weil er rappt Straße. Aber hat halt diesen gewissen Humor mit drin und so. Und das ist halt die perfekte Mischung."

Vor einem Tag kommentiert Mosenu auch noch einen Post von seinem aktuellen Labelboss auf Instagram. Die Lage muss sich also aus der Sicht des Rappers in den letzten Stunden zugespitzt haben.

Mit Jalil erfolgte die Trennung im Februar diesen Jahres

Die letzte Trennung eines Maskulin-Signings verlief ebenfalls nicht ohne einen bitteren Beigeschmack. Nach ihrer dreijährigen Zusammenarbeit verkündete damals Fler, den Abgang von Jalil in seiner Instagramstory. Diese Art der Kommunikation führte kurzzeitig zu Differenzen zwischen den beiden Rappern.

Nach dem Ende bei Maskulin unterschrieb Jalil schnell einen Major-Vertrag. Die Zukunft von Mosenu bleibt erstmal offen.

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"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

Von Till Hesterbrink am 18.10.2020 - 13:37

Der YouTube-Kanal History of Berlin macht seinem Namen alle Ehre und hat ein Interview mit Maxim aus dem Jahre 2001 veröffentlicht. Attila Murat Aydın, wie Maxim mit bürgerlichem Namen hieß, war einer der Hiphop-Pioniere der Hauptstadt. Er gründete zahlreiche Breaker-, Sprayer- und MC-Crews und war einer der ersten, die Hiphop in Deutschland nach amerikanischem Vorbild verstanden hatten.

Maxim nimmt HoB mit auf eine Zeitreise

In dem Interview erzählt Maxim von seinen Anfängen und wie er zum Breaken und Beatboxen gekommen ist und wie sich die Hiphop-Szene in Berlin mit den Jahren veränderte. Die Faszination begann für Aydın mit 12 Jahren, als ein bodenturnender Cousin aus Manchester ihn besuchte und ihm die ersten Moves zeigte. Nachdem er dann den Film "Wildstyle" gesehen hatte, war er endgültig begeistert. Neben dem Breaken entdeckte Maxim schnell auch das Beatboxen und Malen für sich und begann, sich einen Namen in Berlin zu machen.

Mit den Jahren galt Maxim als einer der Ersten, der den West-Berlin-Hiphop-Style etabliert hat und wurde so zu einer der bekanntesten Figuren in der Hauptstadt. Er war zwar Breaker, Sprayer, Beatboxer und Rapper, doch sein größtes Talent scheint das connecten von Leuten gewesen zu sein. So schreibt History of Berlin über ihn:

"Das wahre Talent von Maxim, war allerdings das vernetzen und verknüpfen von Leuten aus der Hip Hop Szene, denn er kannte wirklich jeden aktiven Tänzer und jeden relevanten Berliner Sprüher persönlich."

Aydın gründete Ende der 80er Jahre die legendäre Berliner Crew 36 Boys, welcher unter anderem auch der heutige Starkoch Tim Raue angehörte. Wie vieles, was Maxim machte, gelten die 36 Boys mittlerweile als Vorreiter für Crews und Gangs der nachfolgenden Generationen.

Auch die Glorious Five Artists wurden von Maxim gegründet, welche von der Backspin als eine der besten Writer Crews Europas bezeichnet wurde. Der Tagesspiegel nannte die GFA mal "die bekannteste deutsche Writer Verbindung".

Maxim: Viel zu früh gestorben

Wohl am Tag dieser Videoaufnahmen, seinem 33. Geburtstag, starb Maxim, als er einen Streit zwischen seiner Ehefrau und einem Rentner klären wollte. Der 76-Jährige zog jedoch ein Messer und erstach Aydın. Maxim hatte sich zeit seines Lebens gegen Gewalt eingesetzt und war ein berühmter Streitschlichter.

Auf der Aggro Ansage Nr.4 widmeten Fler, Sido und B-Tight der Straßen-Legende mit "Maxim ist King" einen ganzen Song.

"Der erste Beatboxer, erste Writer, erste B-Boy, er war die erste Eins" (Fler auf "Maxim ist King")

Des Weiteren wurde der "Maxim Memorial Day" ins Leben gerufen, bei welchem viele Berliner Künstler dem Verstorbenen ihren Respekt zollten. Außerdem erschien der "Maxim Memorial Sampler", auf dem unter anderem Kool Savas, Eko Fresh, Fler, Sido, Taktloss und B-Tight vertreten waren.

Bis heute findet Maxim immer wieder Erwähnungen in deutschen Raptexten:

"Wenn ich sterbe, ist das hier mein Vermächtnis (meine Legacy)/
Hoff', ich bleibe der Straße im Gedächtnis (so wie Maxim)" (Fler auf "Vermächtnis")


Maxim (Zeitreise 1982-2001) Hip Hop Legende, Graffiti, Break Dance, Beatbox - HISTORY OF BERLIN

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