6ix9ine wegen Kindesmissbrauchs verklagt

6ix9ine holt seine Vergangenheit ein. TMZ berichtet, dass der heutige Rapstar sich erneut mit einer Klage wegen Kindesmissbrauchs konfrontiert sieht. Die Klägerin soll dem New Yorker nicht unbekannt sein. Es handelt sich offenbar um die Person, die 2015 als 13-Jährige in den Videos zu sehen war, die 6ix9ine bereits eine Strafe wegen "sexuellen Fehlverhaltens" einbrachten. In diesem Fall hatte sich der US-Rapper 2018 wiederholt für schuldig bekannt und vier Jahre Gefängnis auf Bewährung kassiert.

6ix9ine will sich "energisch" verteidigen

Die heute 18-jährige Frau behauptet in der Klageschrift, dass sie damals unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol gestanden habe. Die expliziten Videos seien ohne ihre Zustimmung aufgenommen worden. In den Aufnahmen, die später auf Social Media kursierten, ist laut den Unterlagen zu sehen, wie eine Minderjährige einen Kumpel von 6ix9ine oral befriedigt. Des Weiteren wird in den Dokumenten angeführt, dass 6ix9ine dem Mädchen auf den Hintern schlägt, Beckenstöße andeutet und sie in Unterwäsche auf seinem Schoß Platz nehmen lässt. Der Missbrauch habe auf einer Party stattgefunden.

6ix9ines Anwalt sagte gegenüber TMZ, dass sein Mandant sich "energisch gegen die Klage verteidigen" werde, insofern es damit vor ein Gericht ginge. In einem Interview in der New York Times sprach 6ix9ine jüngst über seine Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs.

"Ich habe alle meine Fehler eingestanden, oder? Ich bekannte mich schuldig, ein Kind in einer sexuellen Darstellung benutzt zu haben, und übernahm dann die Verantwortung dafür. Ich bekannte mich wegen organisierten Verbrechens für 47 Jahre  schuldig, ich habe die Verantwortung dafür übernommen. Ich werde dafür den Rest meines Lebens bezahlen und wachsam bleiben müssen, oder?"

("I admit to all my wrongs, right? I pleaded guilty to [using] a child in a sexual performance, and then I took responsibility for that. I pleaded guilty to racketeering for 47 years, I took responsibility for that. I will have to pay that for the rest of my life, looking over my shoulder, right?")

Zuletzt geriet 6ix9ine nach einem Krankenhausaufenthalt in die Schlagzeilen.

6ix9ine musste wegen Überdosis ins Krankenhaus

Wie der Anwalt von 6ix9ine gegenüber dem Portal Vulture erklärt, hat der Rapper keine Überdosis erlitten. Gestern machte die Meldung die Runden, dass 6ix9ine wegen einer überdosierten Mischung aus Diätpillen und Koffein im Krankenhaus behandelt werden musste. Einen Besuch im Krankenhaus bestätigt der Anwalt. Allerdings sei sein Klient am gleichen Tag auch schon wieder entlassen worden.

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Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Von Till Hesterbrink am 03.03.2021 - 12:33

Ein Häftling des Emyan Gefängnisses in Arizona klagt gegen ein im Knast herrschendes Verbot von Kendrick Lamar-Musik. Er musste die Beamten eine CD des Rappers konfiszieren lassen, da das Gefängnis die Musik als potenziell schädlich einstuft. Nachdem er im Bezirksgericht gescheitert war, geht es nun vors Berufungsgericht, wie KJZZ berichtet.

Kendrick Lamar im Gefängnis verboten

In Arizona wird die eingehende Post von Häftlingen untersucht. Handelt es sich dabei um CDs, Magazine oder Bücher, die bestimmte Thematiken behandeln, werden diese umgehend vom Gefängnis einkassiert. Grund dafür kann unter anderem die Darstellung von Gangs oder der Herstellung von Drogen sein.

Unter diesen Bann fiel nun auch Musik von Kendrick Lamar. In dem Falle war die Begründung, dass dort Gewalt und sexuelle Inhalte dargestellt würden. Die Anwältin des Klägers, Easha Anand, wirft dem entgegen, dass in dem Gefängnis auch Fernsehshows wie "Dexter" erlaubt seien, in welcher es um einen Serienmörder geht. Auch Bücher, in denen Vergewaltigung beschrieben würde und Country Musik, in der es um Mord ginge, seien kein Problem.

Die Anklage wirft dem Gefängnis vor, Kunst mit verschiedenen Maßstäben zu bewerten. Dabei würde vor allem Kunst von Schwarzen Künstler häufig ausgeschlossen. Zudem sei das Ausmaß der Verbote viel zu übertrieben und daher nicht mit der amerikanischen Verfassung vereinbar. So würde beispielsweise nicht nur Literatur verboten, die rassistisches Gedankengut verbreitet, sondern auch welche, die darüber informiert.

Mit dieser Begründung seien unter anderem auch Ausgaben des deutschen Magazins "Der Spiegel" verboten worden.

Country Musik statt Kendrick Lamar

In einer vorherigen Klage vor dem Bezirksgericht in Arizona wurde dem Gefängnis recht gegeben. Teil der Begründung war es, dass den Häftlingen schließlich nicht Musik im Allgemeinen verboten würde. Sie hätten ja trotzdem das Recht, beispielsweise Country Musik zu hören.

Die Anklage beruft sich nun darauf, dass Country Musik in keiner Weise ein adäquater Ersatz für Kendrick Lamar sein kann. Durch das Verbieten dieser Musik würde daher die durch die Verfassung geschützte Meinungsfreiheit der Häftlinge eingeschränkt.

"Jeder von uns würde sagen, dass Country Musik keine Alternative zu Kendrick Lamar ist. Musik, die sich wie die richtige Ausdrucksform anfühlt, ist nicht einfach auszutauschen."

"Any of us would say that country music is not an alternative to Kendrick Lamar. Music that feels like the right form of expression for you is not interchangeable."

Auch Alben des Rappers E-40 und des kürzlich beim Super Bowl aufgetretenen The Weeknd seien von dem klagenden Häftling gewünscht worden. Diese fielen ebenfalls unter das Verbot.


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