"Sexuelles Fehlverhalten": 6ix9ine erneut auf Bewährung verurteilt

Tekashi 69 muss nicht ins Gefängnis. Er wurde wegen des Tatbestands des "Sexuellen Fehlverhaltens" verurteilt und erhielt eine vierjährige Bewährungszeit. Bisher belegten Akten eine zweijährige Bewährungszeit. Gegen die Bewährungsauflagen verstieß der Rapper mehrfach. Das US-Magazin Vulture berichtete.

6ix9ine, der bürgerlich Daniel Hernandez heißt, hatte zugegeben, im Jahr 2015 sexuelle Handlungen an einer damals 13-Jährigen vollzogen und Videos davon auf seinen Social Media-Kanälen gepostet zu haben. Da 6ix9ine im Rahmen des Jugendstrafrechts angeklagt war, hätte er unter Einhaltung von Auflagen eweitere Sanktionen umgehen können. Die Staatsanwaltschaft sah die Auflagen wegen einer Attacke auf einen Fan, der ihn heimlich fotografiert hatte, sowie einer Attacke auf einen Polizisten im Zuge einer Verkehrskontrolle als nicht erfüllt an und forderte eine Haftstrafe ohne Bewährung. Doch davon sah die Richterin offenbar aufgrund des sozialen Engagements des Rappers ab.

Weitere Vorfälle während seiner Bewährungszeit

Wie bereits angedeutet, hätte das Jugendstrafrecht 6ix9ine die Möglichkeit gegeben, sogar ohne weitere Prozesse davon zu kommen. Dazu hätte er zwei Auflagen erfüllen müssen. Zum Einen hätte er einen sogenannten GED-Test absolvieren müssen - eine Art außerschulischen Highschoolabschluss. Zum Anderen hätte er sich keine weiteren Gesetzesverstöße leiten dürfen. Letzteres schaffte der Rapper nicht. Nach seiner Europa-Tournee nahm ihn die Polizei in New York fest, weil er angeblich einen 16 Jahre alten Fan gewürgt hatte, der heimliche Aufnahmen in einem Einkaufszentrum machen wollte. Im Mai war dem Rapper vorgeworfen worden, bei einer Verkehrskontrolle, in der er ohne Führerschein am Steuer eines Wagens erwischt wurde, die Beamten angegriffen und bedroht zu haben. Die Staatsanwältin forderte wegen dieser Verstöße nun eine Haftstrafe ohne weitere Bewährungschance.

Staatsanwältin warf dem Rapper seine Inszenierung als Gang-Mitglied vor

Tatsächlich hätte 6ix9ine ständiges Getrolle auf verschiedenen Kanälen dem Rapper nun offenbar zum Verhängnis werden können. Die leitende Staatswanwältin Sara Weiss wies daraufhin, dass der New Yorker Rapper die Videos der Tat zu seinem eigenen Vorteil auf Social Media verbreitet hatte. Dort habe er sich selbst als "scumbag" (auf Deutsch: "Dreckssack") bezeichnet. Diese Inszenierung habe 6ix9ine mittlerweile zwar abgelegt, dafür prahle er nun öffentlich Mitglied einer Gang zu sein. 

6ix9ine distanziert sich von seiner Kunstfigur und verweist auf seine Vorbildfunktion

Der 22 Jahre alte Rapper erklärte der Richterin Felicia Mennin, dass vor ihr der Mensch Daniel Hernandez sitze. Die Staatsanwaltschaft bewerte nur die Kunstfigur 6ix9ine. 6ix9ine argumentierte mit seinen Fans, von denen viele ihn als Vorbild sehen und ihm nacheifern würden und erzählte die Geschichte eines jungen Gehirntumor-Patienten, der ein Treffen mit dem Rapper als seinen letzten Wunsch geäußert hatte. In ihrer Urteilsverkündung folgte die Richterin tatsächlich in Teilen der Argumentation, die 6ix9ine und seine Verteidigung vorbrachten. Der New Yorker habe einige wohltätige Dienste in seinem Umfeld geleistet. Das gelte es zu berücksichtigen. In seiner Bewährungszeit muss sich Tekashi nun allerdings aus allen Scharmützeln mit dem Gesetz heraushalten und zusätzlich tausend Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Ob 6ix9ine es dieses Mal schafft, die Füße stillzuhalten, bleibt abzuwarten. Viele seiner Fans hoffen es. Damit es irgendwann nicht tatsächlich mal so kommt, dass 6ix9ine für immer hinter Gitter muss. Das hatte er in seiner trolligen Art schon einmal behauptet. Ob der junge Künstler sich von dein Einlassungen der Staatsanwältin, die sich offenbar auch am Instagram-Grind Tekashis störte, in Zukunft beeinflussen lässt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird er spätestens jetzt bemerkt haben, dass das Ausnutzen des hohen Gutes der Kunstfreiheit in der Realität an der einen oder anderen Stelle zu Verwirrung führen kann. Denn was seine Fans oder eben große Teile der Rapszene einordnen können, ist für andere Teile der Gesellschaft eben manchmal schwer nachvollziehbar. 

Auf Instagram zeigte sich 6ix9ine bereits erleichtert, den dritten Geburtstag seiner Tochter in Freiheit erleben zu dürfen:

 

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Nie mehr New York? Welche Maßnahmen 6ix9ine nach dem Knast ergreifen will

Nie mehr New York? Welche Maßnahmen 6ix9ine nach dem Knast ergreifen will

Von Michael Rubach am 04.02.2020 - 14:41

Für 6ix9ine ist New York offenbar ein zu heißes Pflaster. Der noch inhaftierte Rapper will wohl nach seiner Entlassung, nicht an den Big Apple zurückzukehren. Laut dem Portal TMZ arbeitet er momentan an einer Art Exit-Strategie, um mit seiner Familie fernab der US-Metropole in Sicherheit leben zu können.

Darum will 6ix9ine New York verlassen

Wenn der König sein Reich hinter sich lässt, muss einiges schief gelaufen sein. Als "King Of New York" bezeichnete sich 6ix9ine einst auf der Spitze seines Trolltums. Nach seiner umfassenden Kooperation mit der Staatsgewalt hat er sich jedoch mit der Hood verscherzt. Brooklyn ist kein Ort, an den er zurückkehren kann, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Zu groß scheint die Gefahr, die von der Gang ausgeht, über deren Aktivitäten er auspackte.

6ix9ine und sein Team seien daher dabei, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Das gewohnte Umfeld fällt dem augenscheinlich zum Opfer. Gemäß des Anwalts von 6ix9ine soll sich sein prominenter Mandant schließlich bereits im Juli aus der Haftanstalt verabschieden dürfen.

Antrag abgelehnt: 6ix9ine muss im Gefängnis bleiben

Von Robin Schmidt am 29.12.2019 - 14:38 Für Young Buck hielten die Feiertage in diesem Jahr wenig festliches bereit: Das ehemalige G-Unit-Member wurde kurz vor Weihnachten von der Polizei im US-Bundesstaat Tennessee festgenommen und sitzt seitdem in Haft. Wie das US-Magazin The Source schreibt, wurde Young Buck am 20.

6ix9ine darf nicht einfach umziehen

6ix9ine hat seine Strafe nach seiner Zeit im Gefängnis nicht komplett abgegolten. Er ist im Anschluss dazu verpflichtet, die Behörden weitere fünf Jahre permanent über seinen Aufenthaltsort in Kenntnis setzen. Auch wenn er aus Todesangst New York den Rücken kehren möchte, muss das zunächst abgestimmt werden. Frei ist 6ix9ine in seinem Handeln nicht.

Für sein neues Zuhause peilt 6ix9ine einer anonymen TMZ-Quelle zufolge ein Sicherheitslevel von "Fort Knox" (ein berühmter und extrem gut gesicherter Stützpunkt der US Army) an. Die Securitys, die letztendlich für ihn arbeiten, sollen entweder einen militärischen oder polizeilichen Background besitzen. Heißt auch: Sie müssen Schusswaffen mit sich führen dürfen.

Unterstützt durch solche Sicherheitsmaßnahmen könnte 6ix9ine sein Comeback anschieben. Ein neuer Labeldeal mit einem Volumen von 10 Millionen Dollar soll ja bereits ausgehandelt worden sein.

Trotz Knast: 6ix9ine landet offenbar millionenschweren Labeldeal

Es verdichten sich die Anzeichen, dass es 6ix9ine ziemlich ernst mit einem musikalischen Comeback-Versuch meint. Wie TMZ berichtet, hat sich der Rapper aus dem Gefängnis heraus einen neuen lukrativen Labeldeal geklärt. Dieser bringe ihm ungefähr 10 Millionen Dollar ein. Wie TMZ aus dem Rapper nahestehenden Quellen erfahren haben will, bindet sich 6ix9ine an das Label TenThousand Projects.


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