Die Hookline von Bushidos "Papa" war ursprünglich für Shindy

Bevor seine eigenen Songs wie die Platin-Single "Rooftop" die Charts stürmten, hatte Nico Santos sich schon als Songwriter einen Namen in der deutschen Musikwelt gemacht. Er arbeitete mit Pop- und Schlagerstars wie Mark Forster oder Helene Fischer zusammen, aber auch mit Shindy und Bushido gab es längere kreative Phasen. Darüber sprach er jetzt mit dem Radiosender 1Live (siehe unten).

Besonders in den Jahren 2015 und 2016 war Santos gemeinsam mit dem Produzentenduo Beatzarre & Djorkaeff oft mit den EGJ-Künstlern zusammen im Studio und trug unter anderem mit Melodien seinen Teil zu erfolgreichen Songs und Alben bei. In dieser Zeit entstand auch "Papa" vom Bushido-Album "Black Friday".

Santos verrät bei 1Live, die Melodie des Songs sei ursprünglich für Shindy gedacht gewesen. Als dessen Album schon fertig gewesen sei, habe Bushido dann das Stück gehört und sich kurzerhand dazu entschieden, es als Single von seinem nächsten Album auszukoppeln. Die sehr persönlichen Parts können natürlich erst danach geschrieben worden sein – Songwriter wie Nico Santos sind oft insbesondere beim Finden von Tonfolgen, die im Ohr bleiben, eine große Hilfe für andere Artists.

"Ich habe damals die Melodie eigentlich geschrieben für Shindy. [...] Dann war das Album schon fertig und dann meinte ich: 'Ja, aber was ist den mit der Idee?' Ja, und dann kam Bushido und meinte: 'Das ist ja eine mega geile Line.' Und das Geile ist, dass es dann auch die erste Single wurde und für mich auch ein Traum in Erfüllung gegangen ist."

Damals habe es außerdem die Überlegung gegeben, dass Shindy und Nico Santos ein gemeinsames Mixtape aufnehmen, bei dem der Sänger immer die Hooks gesungen hätte. Viele dieser Melodien dürften dann aber auf "Dreams" (2016) gelandet sein. Für das bislang letzte Shindy-Album wird Santos fünfmal als Produzent und dreimal als Gastmusiker gelistet. Bei den Songs "Monogramm", "Playerhater" und "Dreams" hört man den deutsch-spanischen Singer-Songwriter die Hooks singen.

DREAMS

DREAMS, an album by Shindy on Spotify

Auch über die Arbeit mit den (Ex-)EGJ-Künstlern hinaus liefert Santos bei 1Live interessante Einblicke hinter die Kulissen der Musikindustrie. So packt er Stories darüber aus, wie die Songs "Wir sind groß" (Mark Forster), "Achterbahn" (Helene Fischer) oder "If I Wasn't Your Daughter" (Lena) entstanden sind. Dass der Sänger auch fürs Schreiben von Texten ein Talent hat, wird dabei schnell klar. Die Liste seiner Beteiligungen an Songs als Autor und/oder Produzent ist lang und dürfte in nächster Zeit parallel zu seiner Solokarriere weiter wachsen.

1LIVE

Nico Santos ist mit seiner Single "Rooftop" inzwischen selbst als Solo-Künstler durchgestartet. Hits hat er aber schon vorher viele geschrieben - für Stars wie Bushido, Mark Forster oder ... Helene...

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"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

Von Till Hesterbrink am 20.10.2020 - 15:59

Fler hat sich mit der Bild-Zeitung getroffen und über eine wohl am 4. November anstehende Gerichtsverhandlung unterhalten. Ihm sollen wohl insgesamt 23 Vorwürfe in sechs Anklagen gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Gefängnis für Flizzy und das ohne die Möglichkeit auf Bewährung. Außerdem soll ein Strafbefehl über 54.000 Euro gestellt worden sein.

Fler sieht Verhältnis zu Arafat in der Schuld

Schon als die Vorwürfe gegen Fler das erste Mal laut wurden, behauptete er, die Anschuldigungen seien völlig überzogen. Der eigentliche Grund, warum so massiv gegen ihn vorgegangen würde, sei seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker.

Bereits zu Beginn dieses Monats hatte der Fler uns gegenüber erklärt, es gehe bei der ganzen Sache auch darum, ihn mundtot zu machen.

"Ich hab mich ein bisschen eingesetzt für Arafat. Die wollten mich wegen Raub in den Knast stecken, obwohl das vielleicht eine Sachbeschädigung gewesen ist. [...] Man merkt halt, da ist so viel Ego im Spiel, bei den Bullen. Das ist so ein Ego-Ding und jeder der sich irgendwie auf die Seite [von Arafat] stellt, kriegt auf den Deckel."

Er sei aber von der Unschuld Arafats überzeugt und würde daher auch für ihn einstehen. Nach Fler wäre vieles, was man in den Medien über Arafat lesen würde, komplett aufgebauscht. Aus ihm würde eine Art "Al Capone" gemacht, obwohl er sich legal verhalten würde.

Gegen Arafat Abou-Chaker läuft aktuell ein Prozess unter anderem wegen Bedrohung und Freiheitsberaubung, in welchem Bushido Nebenkläger ist.

Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Bushido und Arafat Abou-Chaker streiten sich seit geraumer Zeit vor Gericht. Am 11. Verhandlungstag, der am Montag stattgefunden hat, ging es wohl vor allem um eine Razzia auf dem sagenumwobenen Grundstück in Kleinmachnow - und darum, wer wann und wie genau von dieser Durchsuchung Wind bekommen hat.

Im Interview mit der Bild führt Fler weiter aus, dass das LKA und das zuständige Polizeirevier ihn "auf dem Kieker" hätten. So würde er in einem völlig unverhältnismäßigem Maße kontrolliert und seine Wohnung durchsucht, obwohl es sich bei seinen Vergehen lediglich um geringfügige Straftaten handele

Mitte des Jahres wurde ein Haftbefehl gegen Fler ausgestellt, da er ein RTL-Kamerateam beraubt haben soll. Diesen Haftbefehl musste die Staatsanwaltschaft zurückziehen, da der Tathergang nicht sachgemäß beschrieben wurde, entschied ein Ermittlungsrichter. Auch eine gegen Fler gerichtete Telekommunikationsüberwachung wurde als rechtswidrig eingestuft.

Strafbefehl über 54.000 Euro & Anklage für Flers Verlobte

Des Weiteren habe Fler einen Strafbefehl über 54.000 Euro erhalten, da er angeblich Teile der Ermittlungsakte zum aktuellen Abou-Chaker-Prozess veröffentlicht haben soll. Allerdings habe er diese Dinge in Wirklichkeit lediglich retweetet. Gegenüber der Bild verurteilte er dies als "Staatsschikane".

Auch gegen seine Freundin wurde Anklage erhoben. Sie soll damals das "Fanboy"-Video gefilmt und verbreitet haben.

Daran, dass die Ermittlungen gegen ihn fair ablaufen, hätten sowohl Fler als auch dessen Anwalt große Zweifel. Trotzdem wolle sich Flizzy nicht unterkriegen lassen:

"Aber ich gehe lieber aus Protest in den Knast, als dem Staat mein Geld zu geben."

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Strafe von zwei Jahren für Fler, ohne die Möglichkeit auf Bewährung.

Fler könnte eine mehrjährige Haftstrafe drohen

Fler muss sich mal wieder mit der Justiz rumschlagen. Gestern postete er auf Instagram, dass er vor einem Berliner Gericht in 20 Fällen angeklagt wird. Dafür wurde ein erweitertes Schöffengericht einberufen, welches nur hinzugezogen wird, wenn die Staatsanwaltschaft mit einer Haftstrafe von mindestens zwei Jahren rechnet.


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