Clyde Stubblefield ist tot: Ohne den "Funky Drummer" wäre Hiphop nie dasselbe geworden

Clyde Stubblefield ist gestern im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Drummer war der Mann hinter dem womöglich meistgesampleten Schlagzeugsolo der Musikgeschichte – für Hiphop ist der rund 20 Sekunden lange Break aus Funky Drummer (1970) jedenfalls von unschätzbarer Bedeutung gewesen.

Als Schlagzeuger war Stubblefield einige Jahre in der Band von James Brown tätig und war in dieser Zeit mit seinem Drummer-Kollegen John Starks für einige der größten Hits des legendären Funk- und Soul-Musikers mitverantwortlich. Dadurch wurde er auch zu einer Inspiration für viele Hiphop-Akteure der ersten Stunde, die noch stark vom Funk und dessen Rhythmen beeinflusst wurden.

Als Sampling eine gängige Praxis in der Musikbranche – insbesondere in der Rap-Welt – wurde, begann die beispiellose Geschichte des Breaks aus Funky Drummer:

Hier nochmal ganz deutlich:

Um es auf Deutschrap-Deutsch zu sagen: Das ist einer dieser Brudis, die nie ihr Hak bekommen haben, obwohl sie es verdient hätten. Ähnlich wie dieser Kerl hier – nur eben noch wichtiger für Hiphop.

Finanziell hat es ihm nichts gebracht, einer der wichtigsten Drummer aller Zeiten gewesen zu sein: "Ich habe nie ein 'Danke' erhalten, ein 'Hallo, wie geht's?' oder irgendetwas von den Rap-Künstlern", sagte er 2009 in einer Doku, die die Technik des Samplings und ihre Folgen für Urheberrechte beleuchtet.

Wenn du dich fragst, ob wir übertreiben: nein! Die folgenden Beispiele zeigen, welche Songs es ohne Funky Drummer heute nicht geben würde...

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"Ich will Dre": Diddy nennt einzigen Verzuz-Gegner der für ihn in Frage käme

"Ich will Dre": Diddy nennt einzigen Verzuz-Gegner der für ihn in Frage käme

Von Alina Amin am 18.09.2021 - 17:05

Verzuz Battles sind auch nach einem Jahr ein voller Erfolg und inzwischen Bestandteil der amerikanischen Rap-Szene geworden. Besonders für OG-Größen sind die Auftritte ein großes Thema. Diddy, der schon seit geraumer Zeit vom Produzenten Jermaine Dupri herausgefordert wird, kündigt nun an, gegen einen einzigen Gegner antreten zu wollen: Dr. Dre. Niemand anderes sonst sei ihm nämlich gewachsen.

Diddy tritt nur gegen Dr. Dre in einem Verzuz-Battle an

Jermaine Dupri, so Diddy, habe gar nicht genug Hits produziert, um ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Daher käme nur noch Dr. Dre infrage. Dieser hat sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu dem ganzen Thema geäußert. Diddy (jetzt auf Apple Music streamen) würde ein Event dieses Ausmaßes ziemlich gelegen kommen. Der Rapper plant immerhin, mit seinem kommenden Album R'n'B wieder zum Leben zu erwecken. 

Diddy kündigt nach sechs Jahren erstmals neue musikalische Projekte an

Diddy zählt zu einem der größten Unternehmer in der Musikbranche. Mit seinem Label Bad Boy Records, welches unter anderem The Notorious B.I.G, Bow Wow und Machine Gun Kelly unter Vertrag hatte, prägt er bis heute die Hiphop-Szene. Darüber hinaus hat er auch neben seiner Karriere als Rapper, Producer und Labelchef zahlreiche erfolgreiche Geschäftsideen, wie die Gründung seines eigenen Fernsehsenders.

Ob Dre die Herausforderung annimmt, ist unklar. Anfang des Jahres erklärte nämlich Swizz Beatz, der das Projekt mit Timbaland ins Leben rief, dass Dr. Dre sich schon längst bereit erklärt hatte, ein Battle zu machen – bis er den Auftritt von Teddy Riley und Babyface mitbekam. Die Sound-Qualität soll damals dermaßen schlecht gewesen sein, dass er in letzter Minute absprang. Er könne nicht Teil von etwas sein, das so schlecht klingen würde.

P. Diddy plant jedenfalls schon länger an einem solchen Battle der Extraklasse: 

Diddy weiht Fat Joe in spektakuläre Battle-Pläne ein

Von Michael Rubach am 26.08.2021 - 19:00 Immer mal wieder ploppen kleine Updates zu neuer Musik von Dr. Dre auf. Nun hat Flavor Flav im Podcast mit Jackass-Legende Steve-O einige interessante Neuigkeiten aufgetischt. So erzählt das Public Enemy-Mitglied, dass er Dr. Dre (jetzt auf Apple Music streamen) einen Besuch abgestattet habe.


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