Nach Eminems Diss: Fast-Food-Kette lacht über Machine Gun Kelly

Eminem und Machine Gun Kelly haben 2018 einen der wohl prominentesten Beefs der letzten Jahre geführt. Beide Seiten veröffentlichten Diss-Tracks, die bei den Fans gut ankamen und eine Diskussion entfachten, wer denn nun gewonnen hätte. Die Fast-Food-Kette Wendy's machte jetzt auf Twitter bekannt, dass es für sie nur einen klaren Gewinner gäbe: Eminem.

Wendy's stichelt gegen MGK nach Eminem-Disstrack

Wendy's hat das Marketing-Game der letzten Jahre verstanden und führt unter den großen Unternehmen einen der aktivsten Twitter-Accounts. Mit fast vier Millionen Followern und knapp 200.000 abgesetzten Tweets gibt es kaum etwas, zu dem sich Wendy's nicht äußert – und die Antworten haben es häufig in sich.

Dunkin' (Donuts) veröffentlichte vor Kurzem ein Foto, auf welchem eine Mitarbeiterin vor eine Wendy's Filiale steht mit einem Schild, welches besagt, dass würzige Donuts deutlich besser wären als würzige Nuggets. Das lässt Wendy's nicht auf sich sitzen und hinterfragt, wie gut diese Donuts sein können, wenn man sie aus dem Namen des Unternehmens streicht.

Ein Follower, wohl so beeindruckt von dem Konter, zählt Wendy's zu den Top 5 Dingen, die selbst Eminem nicht dissen würde. Wendy's bittet ihn daraufhin, Eminem nicht herauszufordern. Um sich davon zu erholen, bräuchte man erst ein "Pop-Punk-Album" und ihres sei noch nicht fertig. Eine klare Anspielung auf Machine Gun Kellys kürzlich erschienenes "A Ticket To My Downfall".

Beef zwischen Eminem & Machine Gun Kelly

2018 droppte Eminem sein zehntes Studioalbum "Kamikaze". Auf dem Track "Not Alike" rechnete er mit Machine Gun Kelly ab, der Jahre zuvor auf Twitter erklärt habe, er fände Eminems Tochter Hailie äußerst attraktiv. Zu diesem Zeitpunkt war sie 16 Jahre alt. MGK antwortete nur zwei Tage nach dem Album-Release von Kamikaze mit seinem eigenen Disstrack "Rap Devil". Eine klare Anspielung auf Eminems "Rap God".

Wiederum elf Tage später droppte Eminem seinen zweiten Diss gegen MGK: "Killshot".

Viele waren sich uneinig darüber, ob dieses Hin und Her mit einem klaren Sieger geendet hätte. In einer von uns geführten Umfrage kamen 11.000 Fans zu dem Ergebnis, dass Eminem den Beef gewonnen hätte, obwohl Kelly wohl mehr davon profitiert hätte.

MGK vs. Eminem: Das Urteil der Fans zu Disstracks & Sieger (Umfrage-Ergebnis)

Wir haben in unserer Umfrage mehr als 11.000 Stimmen zum Beef von Machine Gun Kelly und Eminem in fünf Kategorien gesammelt. Wenig überraschend geht ein Großteil der Votes an Eminem - egal ob es sich um Beat, Punches, Musik oder den Gesamtsieg handelt.

Rapper Young Thug hingegen bezeichnete MGK kurz nach dem Beef, als den Einzigen, der Eminem in einem Beef besiegt hätte. Auch The Game befand Machine Gun Kelly in diesem Fall für siegreich, allerdings nur mit einem knappen Vorsprung.

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Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Von Michael Rubach am 30.11.2020 - 20:52

Machine Gun Kelly musste für sich feststellen, dass viel Aufmerksamkeit nicht immer zu stabilen Verkaufszahlen führt. In einem kürzlich erschienenen Interview mit Schauspieler Dave Franco spinnt der Boyfriend von Megan Fox eine Theorie Rund um den Beef mit Eminem. Dass zu jener Zeit alle Augen auf den "Rap Devil" gerichtet waren, spiegelte sich nämlich nicht in den Charts wider.

Machine Gun Kelly fühlte sich nach Eminem-Beef "ausgezählt"

Im Spätommer 2018 droppte Machine Gun Kelly den Eminem-Disstrack "Rap Devil", nachdem er auf dessen Album "Kamikaze" ein paar Zeilen abbekommen hatte. Eminems Antwort "Killshot" folgte kurze Zeit später. Im Nachgang des öffentlich viel diskutierten Beefs ließ MGK erst eine mäßig laufende EP und anschließend sein Album "Hotel Diablo" folgen.

Darauf knüpft er auf dem Track "Floor 13" auch direkt mit einer Line an das Battle an. Doch von der langwierigen Auseinandersetzung konnte er mit Blick auf die Zahlen nicht profitieren. In der ersten Woche sprang bei knapp 40.000 verkauften Einheiten am Ende Rang #5 heraus. Seine drei vorigen Alben gingen jeweils Gold.

Dave Franco erkundigt sich nun, ob es bei MGK mal Momente gab, in denen er aufgeben wollte, weil er sich mit seiner Musik nicht verstanden gefühlt habe. In seiner Antwort spricht er die Reaktionen auf "Hotel Diablo" nach dem Eminem-Beef an. Er macht klar, wie stolz er auf die Platte ist und erklärt, dass den Leuten die Qualität des Albums bei der Beurteilung total egal gewesen sei. Es wäre aus Prinzip gehatet worden.

"Ja. [Das Album von 2019] 'Hotel Diablo' ist das für mich, weil es das erste Mal war, dass ich mein wahres Selbst ohne äußeren Einfluss vom Label zum Ausdruck bringen konnte. Als Hiphop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und deutet die Entwicklung an, wie ich zu einem Pop-Punk-Album gekommen bin. Aber es kam zum Abschluss dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem]. Also wollte niemand, sich damit beschäftigen. Es ist so, als ob du einen beschissenen Film machst und gleich danach einen großartigen Film herausbringst, aber die Leute möchten sich darauf konzentrieren, dass sie alles hassen, was du gerade getan hast. Was ich in dem Beef gemacht habe, war genau das, was es sein sollte, aber das folgende Projekt wurde nicht willkommen geheißen.

("Yes. [The 2019 album] 'Hotel Diablo' is that for me, because that was the first time I really expressed my true self with no outside influence, meaning the label. As a hip-hop album, it’s flawless front to back, and also a hint at the evolution of how I went into a pop-punk album. But it was coming off the tail-end of that infamous beef [with Eminem]. So no one wanted to give it the time of day. It’s like if you make a shitty movie and then you come out with a great movie right after, but people want to focus on the fact that they hated whatever you just did. What I did in the beef was exactly what it should be, but that project wasn’t welcomed.")

2020 läuft es hingegen bei Machine Gun Kelly: Seine diesjährige Pop-Punk-Platte war ein durchschlagender Erfolg. Von "Tickets To My Downfall" konnten über 100.000 Einheiten in der ersten Woche abgesetzt werden. Sein fünftes Album bezeichnet er selbst als "sein größtes Debüt". Es stieg erstmalig direkt auf der #1 ein. Für den Karrierekick macht Machine Gun Kelly seine Einstellung und die Umstände verantwortlich.

"Das nächste Album kam aus dem Gefühl heraus, bereits ausgezählt zu sein, also war es mir egal, was die Öffentlichkeit denken würde. Deshalb war das Projekt ironischerweise das, was am besten aufgenommen wurde, weil es das müheloseste mit dem geringsten Einfluss von außen war."

("The next album came from already feeling like I’d counted out, so I didn’t even care what the public was going to think. That’s why the project was ironically my best received one, because it was the most effortless, with the least outside influence.")

Hier kannst du in "Tickets To My Downfall" reinhören:


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