Warum 823 verkaufte Alben für die Chartspitze reichen

Fast jeder Künstler träumt von einem Nummer-eins-Album. Wie viele Alben müssen für dieses Ziel heute verkauft werden? Genau 823.

Diese Menge setzte A Boogie Wit Da Hoodie laut der New York Post von seinem aktuellen Album "Hoodie SZN" ab. Durch die fortschreitende Etablierung des Streaminggeschäfts reicht diese Zahl dennoch, um an die Spitze der Billboard-Charts zu stürmen.

Streamen ist das neue Kaufen

Dass der klassische Albumkauf vor allem nicht mehr in der Lebenswirklichkeit der meist jugendlichen Rapfans stattfindet, zeigt ein Blick auf die Streamingzahlen von "Hoodie SZN". 83 Millionen Streams fließen hier in die Chartwertung mit ein. Gemäß Billboard konnte A Boogie Wit Da Hoodie insgesamt 58.000 Einheiten absetzen. Das heißt im Umkehrschluss, dass sein Album fast ausschließlich aufgrund von Streaming auf die #1 gegangen ist.

Eine physische Version der CD wurde gar nicht erst hergestellt. Die 823 verkaufen Alben basieren ausschließlich auf Downloads und bedeuten einen neuen Negativrekord. Nie zuvor reichten so wenige Verkäufe für die Poleposition.

"I Am > I Was": 21 Savage ging mit ähnlichen Zahlen auf die #1

Bereits in der Vorwoche ließ sich der gleiche Mechanismus beobachten. Auch 21 Savage konnte sich mit seinem Album "I Am > I Was" ganz oben in den Billboard-Charts platzieren. Seine Absatzahlen weichen nur minimal von denen seines Kollegen ab. "I Am > I Was" wurde 3.481 Mal verkauft. 84 Millionen Streams sorgten dennoch für eine erfolgreiche Chartwoche.

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Inzwischen stammen 75 % der Einnahmen des kompletten US-Musikmarktes aus dem Streaming-Sektor. Digitale Downloads machen 12 Prozent aus. Physische Tonträger tragen nur noch 10 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das geht aus dem letzten Bericht der RIAA (Recording Industry Association of America) hervor.

Selbst Stars in der Größenordnung von Drake verkaufen eher bescheidene Mengen an CDs. Sein Album "Scorpion" wurde am 13. Juli 2018 als physische CD veröffentlicht. Bis zum 17. Juli 2018 verkaufte Drizzy 8.000 Exemplare.

Der deutsche Markt befindet sich ebenfalls im Umbruch

Die hiesige Musiklandschaft funktioniert noch nach leicht abgewandelten Prinzipien. Auch Rapkünstler haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, den Erhalt der physischen CD zu sichern. Der Vertrieb von Deluxe-Boxen hat einen entscheidenden Anteil an dem Absatz von regulären CDs.

Die CD ist jedoch nicht mehr der Tonträger, der am meisten zum Gesamterlös beiträgt. Der Bundesverband Musikindustrie schreibt in seinem Halbjahresreport 2018, dass "Audio-Streaming die CD überholt" hat. Mit 47,8 Prozent Marktanteil ist Streaming demnach erstmals für den größten Teil des Umsatzes verantwortlich. Diese Verhältnisse kommen noch nicht an die Zahlen aus Amerika heran, aber lassen eine klare Tendenz erkennen.

Die CD wird wohl ebenfalls in Deutschland mehr und mehr aus dem Fokus rücken. Das Release eines Albums muss keineswegs mit der Veröffentlichung eines Tonträgers einhergehen. Auch in Deutschland ist abzusehen, dass vor allem Künstler mit einer jungen Fanbase von den üblichen Marktregeln abweichen und ihre Musik nur noch digital vertreiben. Bei eher kleineren Artists ist dieses Vorgehen bereits etablierte Praxis.

Angesichts dieser Entwicklungen wirken die Zahlen von Eminem aus dem Jahr 2018 geradezu utopisch. Er konnte allein von "Kamikaze" über 370.000 Alben über die althergebrachten Verkaufswege absetzen.

Niemand hat 2018 mehr Alben als Eminem verkauft

Nicht Drake, nicht Travis Scott, nicht Post Malone, sondern Eminem hat 2018 so viele Alben wie kein anderer Künstler in Amerika verkauft. Das geht aus einem Report von BuzzAngle-Music hervor. Abseits des Streaming-Marktes spielt Eminem in seiner eigenen Liga. Schaut man allein auf die Verkaufszahlen von " Kamikaze" liegt Eminem zunächst nicht an der Spitze.

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Shindy, Samra & Capital Bra stürmen die Charts-Spitze

Shindy, Samra & Capital Bra stürmen die Charts-Spitze

Von David Molke am 19.07.2019 - 16:00

Wir schreiben das Jahr 2019 und ganz Deutschland ist fest in der Hand von deutschsprachigem Rap. Ganz Deutschland? Ja, ganz Deutschland, kein Dorf leistet Widerstand. Soll heißen: Die Charts befinden sich wieder einmal fest in der Hand deutschsprachiger Rapper. In den Albumcharts steht Shindys neues Album "Drama" auf dem ersten Platz, in den Singlecharts dominieren wieder einmal Capital Bra und Samra mit "Zombie".

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Shindy hat es wieder mal geschafft und landet auch mit seinem neuen Album "Drama" an der Spitze der offiziellen deutschen Albumcharts. Damit lässt er Ed Sheeran hinter sich und holt seine fünfte Album-Nummer eins.

Auch in den Singlecharts läuft es ordentlich für Shindy. "Raffaello" ist der zweithöchste Neueinsteiger auf der vier, insgesamt landet er aber mit vierzehn Songs dort. Wir haben uns hier die ignorantesten/arrogantesten Lines des Shindy-Albums "Drama" zur Brust genommen.

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Die 7 arrogantesten Lines auf Shindys "Drama"

Jetzt ist "Drama" da - arrogant wie eh und je. Wir präsentieren die sieben ignorantesten Lines von Herrn Schindler.

16. Nummer eins: Samra & Capital setzen Erfolge fort

"Zombie" von Samra und Capital Bra setzt die unglaubliche Erfolgssträhne der beiden Berliner Rapper fort. Samra holt sich damit seine achte Nummer eins in den Singlecharts. Für Capital Bra ist es mittlerweile schon die 16.. Wer waren nochmal diese Beatles?

Sido und Luciano steigen mit ihrer gemeinsamen Single "Energie" auf Platz zehn ein.

Wir gratulieren den Chartstürmern herzlich zu diesen beachtlichen Erfolgen!

Capital Bra & Samra - Zombie [Video]

"Tilidin" hat neue Streaming-Rekorde aufgestellt und steht immer noch auf Platz #1 der Singlecharts. Für Capital Bra und Samra ist das allerdings kein Grund, einen Gang zurückzuschalten. Mit "Zombie" releasen die beiden die zweite Single ihres gemeinsamen Albums "Berlin Lebt 2".

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TFS von Sierra Kidd...


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