Rihanna, Migos, Nas & viele mehr drängen in offenem Brief auf Polizeireform

Rihanna, Ariana Grande, Nas, Justin Bieber, Migos, Billie Eilish und viele weitere Schwergewichte der Unterhaltungsbranche haben sich in einem offenen Brief an den Staat New York gewandt. Sie setzen sich für eine Anpassung der geltenden Gesetzeslage ein. Statute 50-A blockiere bislang unter anderem die Einsicht in Personalakten der Polizei – und damit auch die Ermittlungen bei Amtsmissbrauch.

Polizeigewalt: Rihanna, Migos, Nas & mehr fordern vollständige Transparenz

Laut Billboard haben mehrere hunderte Prominente, Verantwortliche aus der Musikbranche, Organisationen und Labels den offenen Brief unterschrieben. Das Schreiben werde an den New Yorker Gouverneur Andre Cuomo sowie weitere hochrangige Politiker überstellt. Auch eine dazugehörige Petition ist aufgesetzt worden.

Bereits angekündigte Anpassungen des Gesetzes halten die Aktivist*innen für nicht ausreichend. Sie drängen darauf, dass 50-A komplett entfernt wird, da das Gesetz dabei helfen würde, polizeiliches Versagen zu vertuschen.

"Wir müssen diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die gegen den Eid verstoßen, zu schützen und zu dienen, und Gerechtigkeit für diejenigen finden, die Opfer ihrer Gewalt sind. Ein unverzichtbarer Schritt ist der Zugang zu Disziplinarunterlagen von Strafverfolgungsbeamten. Das New Yorker Gesetz 50-A blockiert diese vollständige Transparenz und schützt die Geschichte des polizeilichen Fehlverhaltens vor öffentlicher Kontrolle, wodurch es schwieriger wird, nach Gerechtigkeit zu streben und Reformen herbeizuführen. Es muss sofort aufgehoben werden."

Gegen den Polizisten, der George Floyd auf offener Straße die Luft zum Leben nahm, sind in seiner 19-jährigen Amtszeit 15 Beschwerden eingegangen. Wie StarTribune weiter ausführt, blieb fast jede Beschwerde komplett folgenlos. Wenn es nach den prominenten Gegnern von Statue 50-A geht, sollen die Opfer von Polizeigewalt es fortan deutlich leichter haben, für Gerechtigkeit zu kämpfen.

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Dass die Black Lives Matter-Bewegung tatsächlich einen Wandel anschiebt, zeigte sich jüngst in Minneapolis. Dort wurde das Polizeigesetz geändert. Sogar die gesamte Polizeibehörde steht vor der Auflösung.

Den vollständigen Text des Briefes kannst du hier lesen:

We mourn the killing of George Floyd and the unnecessary loss of so many black lives before his. We must hold accountable those who violate the oath to protect and serve, and find justice for those who are victim to their violence. An indispensable step is having access to disciplinary records of law enforcement officers. New York statute 50-A blocks that full transparency, shielding a history of police misconduct from public scrutiny, making it harder to seek justice and bring about reform. It must be repealed immediately.

It is not enough to chip away at 50-A; this boulder in the path of justice has stood in the way for far too long and must be crushed entirely. It is not just a misreading of the statute; it is not just an inappropriate broadening of its scope. It is the statute itself, serving to block relevant crucial information in the search for accountability.

We were pleased to hear the Governor’s statement that 50-A should not prohibit the release of disciplinary records. But, clearly, it is not enough. 50-A has been used far too often in the past and, without repeal, it will continue to be used to block justice. When the Legislature returns this week, we urge members to recognize the moment, take one loud, bold, and meaningful step in addressing this systemic problem, and swiftly repeal 50-A.

Thank you.

Black Lives Matter: So kannst du dich über Rassismus informieren & helfen

Aufgrund der anhaltenden Proteste in Amerika ist das Thema Rassismus aktuell wieder so stark im Fokus der Öffentlichkeit wie lange nicht mehr. Der Mord an George Floyd durch einen Polizisten scheint der Tropfen gewesen zu sein, der das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht hat.

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Kommentare

Ich sehe es nicht als produktiv, pauschal die Polizei zu verurteilen. Es gibt ja schließlich auch farbige Polizisten, sogar jede Menge.

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Migos verklagen ihren eigenen Anwalt auf mehrere Millionen Dollar

Migos verklagen ihren eigenen Anwalt auf mehrere Millionen Dollar

Von Till Hesterbrink am 16.07.2020 - 12:07

Die Migos und das Label Quality Control Music waren lange Zeit so etwas, wie das Traumpaar der Szene – doch aktuell hängt der Haussegen schief. Grund dafür scheint der geteilte Anwalt Damien Granderson sein, welcher die Migos um mehrere Millionen Dollar betrogen haben soll. Quality Control hingegen behaupten, nichts von der ganzen Sache gewusst zu haben.

Migos verklagen ihren eigenen Anwalt

Der ehemalige Anwalt der Migos, Damien Granderson, war ohne das Wissen der Gruppe gleichzeitig auch der Anwalt ihres Labels Quality Control. Dieser Umstand soll zu einem Interessenkonflikt geführt haben, bei welchem Granderson das Label den Künstlern bevorzugte. So soll er angeblich die Verträge der Rapper mit QCM und Capitol Records ausgehandelt haben, als sich die Migos von ihrem Label 300 Entertainment trennten. Dabei habe er mehrere Klauseln in die neuen Verträge eingefügt, welche die Migos auf ewig an das Label und den Vertrieb durch Capitol Records binden.

So seien die Migos laut ihrem aktuellen Vertrag verpflichtet, weiter an Capitol Records zu zahlen, selbst wenn sie sich von Quality Control und Capitol trennen würden, erklärte der neue Anwalt der Gruppe, Bryan Freedman.

"Granderson verhinderte, dass seine anderen Klienten — Migos — jemals frei davon sind, übermäßige Kompensation an QCM zu zahlen, frei sind bei einem anderen Label zu unterschreiben und jemals die Oberhand in Verhandlungen gewinnen können, wenn es um den Vertrieb ihrer Musik geht"

("Granderson effectively prevented his other client — Migos — from ever being free of paying excessive compensation to QCM, from ever being signed to any other record label, and from ever obtaining negotiating leverage to secure reasonable terms in connection with the distribution of its musical recordings")

Außerdem habe Granderson ständig übermäßige Gebühren verlangt, ohne dass es dafür eine vertraglich festgehaltene Einigung gab. Dieses Geld wollen sich Quavo und Co. jetzt zurückholen.

Pee von Qualiy Control adressiert die Vorwürfe

Einer der beiden Labelchefs von QCM, Pierre "Pee" Thomas, äußerte sich in einem langen Statement auf Instagram zu der ganzen Geschichte. Er zeigt sich enttäuscht darüber, dass vermutet wird, Quality Control hätte von den Vorwürfen gewusst.

"Es ist unglücklich, dass die gleichen Leute, für die wir hart gearbeitet haben, für die wir Chancen geboten haben, auf die wir gesetzt haben, nun behaupten, wir hätten an jeglicher Form von unmoralischen oder unfairen Geschäftspraktiken teilgenommen oder sie und ihre Karrieren ausgenutzt. Vor allem während wir aktuell mit dem Tod eines Labelkollegen umgehen müssen."

("It is unfortunate that the same people that we have worked hard for, provided opportunities for, and championed for are now alleging that we have participated in any kind of immoral or unfair business practices or took advantage of them and their careers, especially while we are dealing with the death of an artist on our label that was dear to us.")




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It is unfortunate that the same people that we have worked hard for,provided opportunities for, and championed for are now alleging that we have participated in any kind of immoral or unfair business practices or took advantage of them and their careers, especially while we are dealing with the death of an artist on our label that was dear to us. We have always practiced honest business and complete transparency from the beginning when we started Quality Control Music. We built this business on family values, which has been so hard to do when you are dealing with so much pride and ego. The problem that I have been struggling with in this business as black man is jealousy, hate, division, and lack of communication. I was a millionaire before I got in the music business and for me to know the sacrifices I have made for the people that I have invested in and put every dollar, blood, sweat, and tears into is nonsense. I will not stand by and let Quality Control Music’s reputation and everything we have built and sacrificed be tarnished by allegations of unfair and unjust business practices. I am a student of this game and I have watched several black record label owner’s get destroyed by the same things that I am facing right now. This is why majority of the people in this business end up in financial turmoil and ultimately failing to reach their full potential. It is hard enough to be fighting and battling with corporations and the powers that be, I am not doing it with those who I consider family. I love my artists and I love my team. Everyone has their own lawyers. I understand in this business that you are not always going to end with the people you started with. I say that to say, I am not forcing anybody to be in business with us that has a problem and cannot communicate and does not want to work as a unit. Everything is negotiable. I wish my whole team more money, more blessings, and continued success. #longlivemarlo

Ein von @ qcmceo_p geteilter Beitrag am

Mit dem letzten Satz thematisiert Thomas den Tod des vor kurzem ermordeten Marlo.


US-Rapper Marlo in Atlanta erschossen

Pee von Quality Control ist sonst eigentlich für exzessive Geschenke bekannt. So soll er Gucci Mane als Hochzeitsgeschenk eine $ 120.000 Kette geschenkt haben und für Quality Control Künstler Lil Baby gab es scheinbar sogar einen Rolls Royce Truck zum Geburtstag


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