Post Malone, Cardi B & Lil Nas X gewinnen bei den American Music Awards

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in Los Angeles die Vergabe der American Music Awards statt. Ciara führte durch den Abend, an dem auch die Rapwelt wieder über einige Auszeichnungen jubeln durfte. Unter anderem nahmen Post Malone und Cardi B eine der begehrten Trophäen mit nach Hause.

Album des Jahres, Lieblingskünstlerin & Lieblinssong: Post Malone, Cardi B & Lil Nas X räumen bei den AMAs ab

Post Malone bekam für sein Album "Hollywood's Bleeding" die Auszeichnung in der Kategorie "Bestes Album - Rap/Hip-Hop". Über das Outfit, das er für den Abend wählte, scheiden sich online die Geister.

Der Rapper war an diesem Abend mit den meisten Nominierungen ins Rennen gegangen und konnte sich am Ende doch nur in einer Kategorie durchsetzen.

Einen weiteren Award nahm Cardi B mit nach Hause, die sich in der Kategorie der Lieblingskünstler*innen im Genre Rap/Hip-Hop gegen ihre Kollegen Drake und Post Malone durchsetzen konnte. Den Preis holte sie allerdings nicht persönlich ab. Dafür präsentiert sie online eine Videobotschaft in typischer Cardi-Marnier, um sich bei ihren Fans für die Votes zu bedanken:

Der Lieblingssong im Genre Rap/Hip-Hop stammt wohl nur wenig überraschend von Lil Nas X und Billie Ray Cyrus, die mit "Old Time Road" einen der erfolgreichsten Tracks des Jahres ablieferten. Ihr Hit war zusätzlich in der Kategorie "Lieblingssong Rock/Pop" nominiert, konnte sich aber hier nicht gegen Halseys eingängige Popballade "Without me" durchsetzen. Insgesamt zieht es sich durch die American Music Awards 2019, dass sich die Rap-Artists nicht in den genreübergreifenden Kategorien durchsetzen können.

Einen denkwürdigen Auftritt lieferten Post Malone und Travis Scott mit Ozzy Osbourne ab. Gemeinsam performten sie die Tracks "Circles" und "Take what you want".

Taylor Swift bricht Rekord von Michael Jackson

Bereits im Vorfeld der Verleihung gab es Streit um die Sängerin Taylor Swift. Diese sollte im Zuge ihrer Auszeichnung als Künstlerin des Jahrzehnts ein Medley ihrer Songs performen.

Auf Twitter veröffentlichte Taylor Swift die Behauptung, ihr ehemaliger Labelchef Scooter Braun und Scott Borchetta würden ihr nicht erlauben, mit ihren alten Songs bei der Veranstaltung aufzutreten. Sie rief ihre Fans dazu auf, sie zu unterstützen, da eine Einigung ohne die Hilfe der Öffentlichkeit nicht möglich gewesen wäre.

Dabei kündigte sie auch eine Dokumentation auf Netflix an, die ihr Leben in den letzten Jahren zeigen soll. Auch hier gab es Probleme mit den Rechten um ihre Musik.

"Scott und Scooter lehnen die Verwendung meiner älteren Musik oder von Ausschnitten meiner Auftritte ab, auch wenn keiner der beiden und auch Big Machine Records irgendwo in dem Film erwähnt werden."

("Scott and Scooter have declined the use of my older music or performance footage for this project, even though there is no mention of either of them or Big Machine Records anywhere in the film.")

In den sozialen Medien etablierte sich schnell der Hashstag "#IStandWithTayler", unter dem sich zahlreiche Fans mit der Sängerin solidarisierten. Offenbar war die Kampagne erfolgreich, denn Taylor Swift durfte auftreten.

Insgesamt ging die Sängerin an diesem Abend mit fünf Preisen nach Hause. Sie setzte sich unter anderem gegen Drake und Post Malone als beste Künstlerin durch und durfte auch den Preis für das beste Musikvideo entgegennehmen.

Bisher hielt Michael Jackson den Rekord für die meisten Auszeichnungen mit dem American Music Award. Seinen Rekord von 24 Trophäen knackte Taylor Swift an diesem Abend allerdings deutlich. Denn sie durfte den American Music Awards nun insgesamt 28 Mal entgegennehmen.

Bei den MTV Europe Music Awards setzten sich zuletzt mit Loredana und Juju gleich zwei deutschsprachige Rapperinnen durch.

Juju & Loredana gewinnen MTV Europe Music Award

Heute Abend finden die MTV Europe Music Awards in Sevilla statt. Während der Großteil der Preise erst bei der Verleihung vergeben wird, stehen die besten nationalen Acts bereits fest: Juju holt sich den Sieg in der Kategorie "Best German Act". Loredana darf sich über die Auszeichnung als "Best Swiss Act" freuen.

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Darum sind Memes das wichtigste Marketing-Tool in der Musikindustrie

Darum sind Memes das wichtigste Marketing-Tool in der Musikindustrie

Von Jesse Schumacher am 07.01.2020 - 13:00

Ob es Fler bewusst war, dass sein Ausraster gegen die Berliner Polizei dafür sorgte, dass kurze Zeit später (mal wieder) alle über ihn redeten, weiß wohl nur der Rapper selbst. Manche haben sich über seine Beleidigungen echauffiert, viele fanden die Auseinandersetzung zwischen dem Maskulin-Rapper und der Staatsgewalt einfach nur witzig.

Berliner Polizei reagiert auf Flers Ausraster bei einer Kontrolle

Es ist 2019, Dinge verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer. So ist es nicht nur bei den WhatsApp-Nachrichten aus einer internen Alpha-Gruppe geschehen, sondern nun auch bei einem Video, das Flers Partnerin aufgenommen hat, während der Rapper von der Polizei festgenommen wurde.

Zwar waren die Meinungen über sein Handeln geteilt, aber hier greift ein Spruch, der schon so alt ist, wie das Showbusiness selber: Es gibt keine schlechte Publicity. Lange dauerte es nicht, bis sich das Video wie ein Lauffeuer im Internet verbreitete und sich zu einem der größten Deutschrap-Memes 2019 entwickelte.

Die 13 besten Rap-Memes 2019

Memes machen viele Dinge einfach besser. Nicht nur "Fanboy"-Talk sorgten dieses Jahr für amüsante Momente in der Timeline deines Vertrauens. Auch andere Rapacts fütterten das Internet mit Kuriositäten. Hier kommen (unter Vorbehalt) die besten Memes 2019. Baba Haft hat es sich in den letzten Jahren sichtlich gut gehen lassen.

Mit seinem Track "Fanboy" hat er die Aktion hinterher auch bewusst dafür genutzt, seinen persönlichen Profit aus der Angelegenheit zu schlagen. Anschließend entschuldigte er sich für sein Benehmen.

Der Wirbel rund um den Fanboy-Moment ist nur eines von unzähligen Beispielen dafür, dass Memes ein effektives Mittel sind, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wer es geschickt anstellt, kann mit der gewonnenen Beachtung bares Geld verdienen. Im Internetzeitalter bedeuten Klicks nämlich nichts Anderes als Cash. Eine sehr einfache Gleichung, von der alle profitieren, die im Jahr 20XX Content erstellen.

Wirklich alle benutzen Memes

Jeder kennt Memes, jeder liebt sie und wirklich jeder verschickt sie regelmäßig. Sogar Menschen, für die das Internet meist nicht tiefer geht als Quizduell oder Facebook benutzen sie: Unsere Eltern verschicken sie über Whatsapp. Kürzlich tauchten wahrscheinlich tausende Weihnachts-Memes in Familiengruppen auf.

Nur die wenigsten unserer Generation schmunzeln über Dad-Jokes, aber natürlich ist Humor genauso subjektiv wie Musikgeschmack. Nicht alle finden einen besoffenen Weihnachtsmann lustig und nicht jeder Rap-Fan glaubt, dass nach "Blauer Samt" von Torch kein gutes Album mehr veröffentlicht wurde.

So verlassen manche Memes nie ihre eigene Bubble. Meistens sind sie dafür auch zu spezifisch an die eigene Fangruppe angepasst, sodass Leute von außerhalb den Witz erst gar nicht verstehen. Funktionieren die Memes jedoch auch für Menschen, die mit der Thematik eigentlich gar nichts anfangen können, ist eine noch größere Reichweite fast sicher.

Das Marketing-Potential von Memes

Selbst die die Berliner Verkehrsgesellschaft hat das Potenzial von Memes erkannt und bespielt seine Social Media Kanäle damit. Über die Qualität der Witze kann gestritten werden, aber die BVG hat ihr Image zeitgemäß aufpoliert.

Wenn selbst eine Verkehrsgesellschaft die Fähigkeit von Memes erkannt hat, ist es nicht verwunderlich, dass die Marketing-Verantwortlichen in der Musikindustrie schon länger dahintergekommen sind.

Michael Epstein vom New Yorker Label Cinematic Music Group erklärt den Erfolg von Memes als Promotion-Werkzeuge gegenüber edm.com:

"Wir lieben großartige Musik für ihre Kraft, einen Moment einzufangen und uns zu erlauben, diesen Moment mit anderen zu teilen. Memes erreichen etwas Ähnliches, indem sie kulturelle Momente festhalten und uns erlauben, sie sofort und weltweit zu teilen. Wenn das Gefühl eines Songs perfekt mit einem hochgradig verwandten und teilbaren Moment koordiniert wird, erhält man eine virale Musik- & Meme-Sensation."

("We love great music for its power to capture a moment and allow us to share that moment with others. Memes accomplish something similar by capturing cultural moments and allowing us to share them instantly and globally. When the sentiment of a song coordinates perfectly with a highly relatable and shareable moment, you get a viral music & meme sensation.")

Die Verbindung zwischen Musik und Memes ist sogar so stark, dass sich in den letzten Jahren eine Symbiose entwickelt hat: Memes können aus Songs entstehen und damit die Reichweite der Tracks erheblich vergrößern.

Soulja Boy war der erste Rapper der Viralität verstanden hat

Schon lange bevor Fanboy kursierten Memes in der Hiphop-Welt. Soulja Boy war der erste Rapper, der verstanden hat, wie Viralität im Internet dazu genutzt werden kann, der eigenen Karriere einen ordentlichen Schub zu geben.

Zwar waren Memes damals nicht so klar definiert wie heute und genau genommen handelt es sich um einen Tanz, aber sein Song "Crank That" sorgte dafür, dass tausende Kids auf der ganzen Welt die berühmten Moves nachahmten, sich dabei filmten und die Videos teilten. Selbst wer noch nie von dem Song gehört hat, kannte spätestens durch den Hype um den Tanz die Hook auswendig: "Then Superman dat oh!".

Fast genau das gleiche Phänomen ist heute beim Track "Futsal Shuffle 2020" von Lil Uzi Vert zu beobachten. Noch bevor der Song Ende des Jahres 2019 releast wurde, reichte ein Snippet, um tausende Menschen zu motivieren, den Tanz auf der Plattform Triller nachzuahmen. Auch Yung Hurn ließ sich den Spaß nicht nehmen.



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rate my dance 1-10 #futsalshuffle2020

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Niemand hat letztes Jahr das Potenzial von Memes so sehr ausgeschöpft wie Lil Nas X. Mit "Oldtown Road" lieferte der Künstler den erfolgreichsten Rap-Song des letzten Jahres. Mithilfe zahlreicher Memes schaffte Lil Nas X, den Song in das Bewusstsein von Menschen auf der ganzen Welt zu rufen. Bevor der Rapper seine Karriere als Musiker antrat, verwendete er die meiste seiner Zeit damit, Memes zu kreieren. Kein Wunder also, dass er diese auch genutzt hat, um seine Musik zu promoten.

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Bhad Babies Karriere baut auf einem Meme auf

Manche Karrieren von Rapper*innen sind sogar direkt auf Memes aufgebaut. Der wohl bekannteste Ableger ist Danielle "catch me outside" Bregoli aka Bhad Bhabie. Nach einem viralen Ausschnitt aus einer Talkshow, köderte sie eine der größten Plattenfirmen der USA Atlantic Records mit einem saftigen Plattendeal. Features mit Rap-Größen wie Lil Yachty, Kodak Black oder Lil Baby folgten und mittlerweile zählt die Künstlerin 3,5 Millionen Hörer auf Spotify.

Heute wird die Fähigkeit virale Memes erstellen zu können sogar in manchen Stellenausschreibungen für Social Media- oder PR-Manager gewünscht. Außerdem gibt es schon länger professionelle Meme-Creator, die den ganzen Tag nichts Anderes machen, als Memes für Künstler*innen zu kreieren.

Memes als Promo-Tool sind schon lange in der Musikindustrie etabliert und kein neues Phänomen mehr. Vielleicht sind sie mittlerweile sogar wichtiger als Interviews oder Snippets. Künstler*innen wie Fler wissen das schon lange und nutzen die magische Kraft von Memes regelmäßig.


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