Petition gegen Deutschland-Konzerte: R. Kelly stummschalten

Sony trennt sich von R. Kelly, immer mehr Künstler nehmen Abstand – die Doku-Serie "Surviving R. Kelly" zieht weite Kreise. Der Sänger sagt aktuell auch diverse Auftritte ab. In Deutschland sollen im April allerdings noch Konzerte stattfinden. Gegen die richtet sich jetzt eine neue Petition.

Was wird R. Kelly vorgeworfen?

Im Zuge der immer wieder auftauchenden Vorwürfe gegenüber R. Kelly scheint nun das Fass überzulaufen. Die Dokuserie "Surviving R. Kelly" hat geschafft, was lange Zeit offenbar nicht denkbar war: Eine breitere Öffentlichkeit formiert sich gegen den RnB-Sänger, dem schon seit zwanzig Jahren diverse Gräueltaten vorgeworfen werden.

Doku "Surviving R. Kelly": Detaillierte Vorwürfe gegen den R'n'B-Sänger

Seit vielen Jahren stehen harte Vorwürfe gegen R. Kelly im Raum. Er soll immer wieder teils minderjährige Frauen von sich abhängig gemacht haben und sich sogar s*xuell an ihnen vergangen haben...

Wie zum Beispiel der Spiegel schreibt, wurde den Betroffenen lange Zeit einfach nicht geglaubt, unter anderem aufgrund rassistischer Vorurteile. Jetzt wächst der Druck.

Sony Music trennt sich von R. Kelly

R. Kellys Business bleibt nicht von den Nachwirkungen der Dokureihe "Surviving R. Kelly" verschont...

R. Kelly soll sich nicht nur an Minderjährigen vergangen haben, sondern sogar einen regelrechten S*xsklaven-Kult angeführt haben. Eine Expartnerin von ihm wirft ihm vor, sie mehrfach geschlagen zu haben.

#rkellystummschalten fordert die Absage von R. Kellys Konzerten

Die Petition stellt sich mit #muterkelly und #metoo in eine Reihe. Auf der Seite der Petition gegen die geplanten R. Kelly-Konzerte in Deutschland heißt es unter anderem:

"Auch wenn eine Verurteilung vor Gericht wiederholt umgangen werden konnte, sind diese Vorwürfe sowohl durch Augenzeugenberichte Geschädigter und ehemaliger Mitarbeiter als auch durch Gerichtsunterlagen und Videoaufnahmen belegbar. Wie kann es also sein, dass ein solcher Mensch in Deutschland immer noch auftreten kann, als sei all das nicht passiert?"

Hier kannst du die Petition unterstützen:

Petition unterschreiben

RKELLYSTUMMSCHALTEN - Sexualverbrechern keine Bühne geben

Vom 18. bis 20. Mai 2019 läuft "Surviving R. Kelly" auch in Deutschland: Jeweils ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf dem Sender A&E.

Chris Brown offenbar wegen Verdacht auf Vergewaltigung verhaftet

Chris Brown sitzt aktuell anscheinend gerade in Untersuchungshaft beziehungsweise im Polizeigewahrsam...

R. Kelly: Label & immer mehr Künstler nehmen Abstand

R. Kelly steht nicht nur im Mittelpunkt einer polizeilichen Ermittlung, sondern verliert offenbar auch immer mehr Unterstützung von allen Seiten. Immer mehr Künstler und Künstlerinnen lassen ihre Kollaborationen mit dem Sänger aus Streaming-Angeboten entfernen...

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Todesstrafe im Iran: Hamburger Rapper soll abgeschoben werden

Todesstrafe im Iran: Hamburger Rapper soll abgeschoben werden

Von Alina Amin am 24.04.2021 - 15:00

Seit Monaten droht dem Hamburger Rapper Momo die Abschiebung aus Deutschland in den Iran. Den vor sechs Jahren geflüchteten Künstler erwartet in seinem Herkunftsland die Todesstrafe. Hintergrund: Momo ist vom Islam zum Christentum konvertiert. Mit seiner Konvertierung hat er Apostasie begangen – diese wird im Iran mit dem Tod bestraft. Eigentlich sollte das Grund genug dafür sein, dass Momo in Deutschland bleiben kann. Allerdings zweifeln die Behörden an seiner Konvertierung.

Todesstrafe: Hamburger Rapper Momo soll abgeschoben werden

Während seiner Zeit in Deutschland hat Momo seine mittlere Reife absolviert und schon eine sozialpädagogische Ausbildung abgeschlossen. Für ihn ist Hamburg die Heimat, in der er sich ein neues Zuhause aufgebaut hat. Sein Asylantrag wurde jedoch erneut abgelehnt. Inzwischen sind seine Möglichkeiten, Widerspruch gegen die behördliche Entscheidung einzulegen, ausgeschöpft. Auf seinem Instagram-Kanal versucht Momo gemeinsam mit der Initiative Rapfugees auf seine Abschiebung aufmerksam zu machen.

Unter seinem Künstlernamen OmOm rappt er auf Iranisch und Deutsch über Ungerechtigkeit und seine Erfahrungen im Iran. Er kritisiert regelmäßig das iranische Regime und positioniert sich gegen den dort herrschenden Islamismus.

Nach dem deutschen Grundgesetz genießen politisch Verfolgte Asylrecht in Deutschland. Politisch verfolgt ist ein Mensch, wenn ihm in seinem Herkunftsland schwere Menschenrechtsverletzungen aufgrund seiner Ethnie, politischen Überzeugung oder seinem religiösen Glauben drohen. Diese Umstände müssen vor den Behörden glaubhaft vorgetragen werden. Befindet die Behörde, dass Zweifel am Inhalt der Vortrags vorliegen, kann der Antrag abgelehnt werden.

#Momobleibt: Das Kollektiv Rapfugees will Momos Abschiebung verhindern

Über die Zeit hat sich eine große Community gebildet, die sich für den Rapper einsetzt. Unter dem Hashtag #Momobleibt machen seine Freunde und Aktivisten auf eine Petition aufmerksam, die über seine Situation aufklären soll. Außerdem wurde ein Spendenkonto eröffnet. Über dieses sollen die Anwaltskosten für Momo gedeckt werden.

Wie MOPO vor einigen Wochen berichtete, versucht Momo nun mithilfe von seinen Freunden und einem Anwalt, eine Ausbildungsduldung zu bekommen.


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