Gegen Rassismus & Ungleichheit: Michael Jordan & Sony Music mit gigantischen Spenden

Nach Warner Music ist auch Sony Music mit einer üppigen Millionenspende in den Kampf für soziale Gerechtigkeit eingestiegen. Mit einer Summe von insgesamt 100 Millionen Dollar will das Major-Label unter anderem Anti-Rassismus-Initiativen auf der ganzen Welt unterstützen. Michael Jordan steht dem in nichts nach und stellt mit seiner Jordan Brand ebenfalls 100 Millionen Dollar zur Verfügung.

Sony Music will ein globales Problem bekämpfen

In einem Statement erklärt Sony, dass "sofort" mit dem Spenden begonnen werde. Soziale Gerechtigkeit stand schon viel zu lange in der Wartschlange. Durch den erschütternden Mord an George Floyd scheint ein Umdenken in Gang gesetzt worden zu sein. Der CEO von Sony Music legt in der Pressemitteilung dar, dass es seine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist, sich diesem globalen Problem entgegenzustellen:

"Rassenungerechtigkeit ist ein globales Problem, das unsere Künstler, Songwriter, unser Volk und natürlich die Gesellschaft insgesamt betrifft. Wir stehen überall gegen Diskriminierung ein und werden in Abstimmung mit unserer Community so handeln, dass diese Mittel effektiv zur Geltung kommen."

("Racial injustice is a global issue that affects our artists, songwriters, our people and of course society at large. We stand against discrimination everywhere and we will take action accordingly with our community fully involved in effectively using these funds.")

Black Lives Matter: So kannst du dich über Rassismus informieren & helfen

Aufgrund der anhaltenden Proteste in Amerika ist das Thema Rassismus aktuell wieder so stark im Fokus der Öffentlichkeit wie lange nicht mehr. Der Mord an George Floyd durch einen Polizisten scheint der Tropfen gewesen zu sein, der das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Michael Jordan & Jordan Brand stehen für #BlackLivesMatter ein

Auf ihren Social-Media-Kanälen erklärt die Jordan Brand, dass es in diesen Zeiten nicht darum ginge, ein "kontroverses Statement" abzugeben – man sei eine Community. In den nächsten zehn Jahren sollen insgesamt 100 Millionen Dollar in Projekte fließen, die dabei helfen, eine Gemeinschaft auf Augenhöhe herzustellen.

Die Jordan Brand fühle sich weiterhin verpflichtet, das Leben Schwarzer Menschen zu verbessern und zu schützen. Daher werde man sich fortlaufend für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und Bildung engagieren – solange bis die bestehenden Missstände nicht mehr existieren:

"Bis der tief verwurzelte Rassismus, der die Institutionen unseres Landes versagen lässt, vollständig beseitigt ist, werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, das Leben Schwarzer Menschen zu schützen und zu verbessern."

Wieso #alllivesmatter nicht hilft, sondern kontraproduktiv ist

Der Schwarze George Floyd wurde in den USA von Weißen Polizisten getötet. Seitdem protestieren Menschen auf der ganzen Welt gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie eint die Bewegung und das Hashtag #blacklivesmatter. Der Gedanke dahinter ist eigentlich klar und eindeutig: Schwarze sind genauso viel wert wie alle anderen auch, sie spielen eine genauso wichtige Rolle.

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Kommentare

Man kann sich darüber streiten, aber erstens würde ich nicht nur der Polizei die Schuld geben und zweitens ist Rassismus nicht unbedingt der Hintergrund. Gewalt hat nicht immer etwas mit Hautfarbe zu tun. Gewalt passiert, wenn Leute ihr Hirn nicht mehr einschalten. Man sollte nicht meinen, so etwas gäbe es nicht von Linken oder Immigranten. Gewalt ist immer schlecht, egal von wem und gegen wen. Hilft es gegen Rassismus, zu sagen, "weißer Polizist tötet schwarzen Mann"? Nein, ich würde einfach sagen "Polizist tötet Mann". Ich werde nie "All Lives Matter" sagen, keine Sorge. ABER ich sage, dass Gewalt das eigentliche Problem ist, nicht nur Rassismus. Wir müssen mit der Idee, in der Politik gäbe es nur Links und Rechts, aufhören. So laufen wir ewig im Kreis.

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FGUN $HAKI klärt in neuem Track über Afghanistan auf

FGUN $HAKI klärt in neuem Track über Afghanistan auf

Von Djamila Chastukhina am 16.08.2021 - 15:57

SSIO-Signing FGUN $HAKI veröffentlicht vor Kurzem den Ausschnitt eines Songs, in dem er auf die aktuelle Situation in seinem Heimatland Afghanistan aufmerksam macht. Nachdem die Taliban den Großteil des Landes eingenommen hat, herrscht Aufbruchsstimmung: Viele Menschen wollen das Land verlassen und sich in Sicherheit bringen. 

FGUN $HAKI macht auf Taliban-Vormarsch in Afghanistan aufmerksam

Afghanistan ist laut dem Global Peace Index das gefährlichste Land der Welt. Seit Tagen überschlagen sich die Meldungen: Die Terrorgruppe Taliban hat fast alle Regionen des Landes eingenommen. Der Präsident Aschraf Ghani flieht ins Ausland – und hunderttausende Bewohner*innen versuchen nun dasselbe.

FGUN $HAKI nutzt seine Plattform als Rapper und äußert sich in einem Track zu den aktuellen Geschehnissen: 

"Sie woll'n uns totschweigen / Ich kann nicht ruhig bleiben /

Ich seh' euch dort leiden / Wenn sie euch forttreiben"

 

"Der Rest der Welt schaut weg / Verliert bald meinen Respekt"

Er kritisiert nicht nur die Lage in seinem Heimatland, sondern auch den Umgang damit hierzulande und möchte, dass mehr über die Situation gesprochen und aufgeklärt wird, statt sie "totzuschweigen". In der Caption des Videos möchte er weiterhin aufklären und gibt ein wenig Hintergrundwissen zu dem, was gerade passiert: Laut $HAKI werden Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, Frauen und Kinder werden misshandelt und ihnen werden die Rechte genommen. Zufluchtsorte für die Geflohenen seien zudem überfüllt und böten nicht genügend Lebensmittel.

Angesichts der Umstände, unter denen viele Menschen aktuell in Afghanistan leben, ruft der Kölner dazu auf, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und zu helfen, wo man kann:

"Ich würde euch alle darum bitten, eure Mitmenschen über die aktuelle Lage zu informieren & mit uns gemeinsam zu versuchen, die bestmögliche Hilfe von außen zu leisten. Für diejenigen die sich auch beteiligen möchten, werde ich verschiedene Links zu Verfügung stellen, von seriösen, etablierten Stiftungen bei dem euer Geld, garantiert zu 100% zum Wohle der Menschen in Afghanistan genutzt wird. Vor allem möchte ich zu Spendenaufrufen für Kinder in der Not aufmerksam machen, da es etlich viele gibt, die zurzeit verwahrlost, teils ohne Eltern, Essen und Trinken ums Überleben kämpfen. Mein aufrichtiges Beileid und Gedenken gehen raus an alle unschuldigen Opfer des Krieges. Zusammen sind wir stark und können was bewirken!"

In seiner Instagram Bio teilt der Rapper Spendenlinks für die Kindernothilfe Ayas Stiftung, Save the Children Afghanistan und Unicef Afghanistan

Kritik an westlichen Ländern: "Schmerzhafte Niederlage"

Der ZDF-Chefredakteur Peter Frey äußert sich in einem Kommentar ebenfalls zum Taliban-Vormarsch. Er bezeichnet ihn als eine "schmerzhafte Niederlage des Westens" und kritisiert die westlichen Länder, wie beispielsweise die USA, für mangelnde Verantwortungsübernahme:

"Der Westen, das muss man heute so hart sagen, hat alle verraten, die an Demokratie und Gleichheit der Geschlechter, an Bildung für Mädchen, an Musik, Tanz und Lachen geglaubt haben."

Der Fall zeige laut Frey, dass Deutschland ohne die Unterstützung der USA - welche ihre Truppen zuvor zum Teil aus Afghanistan abgezogen haben - nicht handlungsfähig sei. Es gebe jedoch nicht nur ein politisch-militärisches Versagen. Auch moralisch habe Deutschland versagt, da Ortskräfte, wie das Botschaftspersonal, nun "im Stich gelassen" wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht derweil von "bitteren Stunden" in Afghanistan. Es werde jedoch mit allen Mitteln versucht, deutsche Staatsangehörige, Angehörige der Botschaft und Ortskräfte in einer Aktion der Bundeswehr zu retten und nach Deutschland zu holen.

Viele Organisationen wie Sea Eye oder Seebrücke zeigen, wie man helfen kann, auch ohne zu spenden: Es besteht die Möglichkeit Abgeordneten zu schreiben, Petitionen zu unterzeichnen und sich und andere weiterhin zu informieren.

Mehr Informationen dazu gibt es hier:


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