Loredana: Neue Details zu Betrugsermittlungen veröffentlicht

Um Loredana gab es letztes Jahr reichlich Wirbel, nachdem in Schweizer Medien Betrugsvorwürfe ausgerollt wurden. Eine Schweizerin, die beim Newsportal 20 Minuten unter dem Namen Petra Z. in Erscheinung trat, behauptete, dass die Rapperin sie und ihren Ehemann um 700.000 Franken (circa 665.000 Euro) erleichtert habe. Knapp zwölf Monate später hat sich 20 Minuten erneut mit Petra Z. zusammengesetzt, um über die Entwicklungen in dem Fall zu sprechen.

Petra Z. will Vergleichsangebot abgelehnt haben

Wie die angeblich Geschädigte verlauten lässt, würden die Ermittlungen weiter andauern. Ein Anwalt kümmere sich um die rechtlichen Belange.

"Die Ermittlungen laufen. Das gibt uns Hoffnung, dass wir das Geld zurückbekommen."

Laut 20 Minuten wird jedoch nicht wegen einer Summe von 700.000 Franken ermittelt. Es gehe um 350.000 Franken. Petra Z. behauptet, dass der damalige Anwalt und das Management von Loredana zunächst 200.000 und dann 350.000 Franken als Vergleichssumme angeboten haben sollen. Das habe die mutmaßlich Geschädigte abgelehnt. Sie sieht Loredana in der Schuld und hoffe auf "mindestens das Doppelte".

Den vergangenen Sommer sei auf Ermittlungsebene nichts geschehen. Im Herbst habe Petra Z. schließlich ihre Handys den Behörden übergeben müssen. Ob darauf etwas juristisch Verwertbares gefunden worden ist, wisse sie nicht. Petra Z. berichtet, dass eine Vernehmung von Loredana für den Juni geplant sei – über ein Jahr nach der zwischenzeitlichen Festnahme und einer anschließenden Pressekonferenz in Pristina.

Loredana: Pressekonferenz nach den Betrugsvorwürfen

Loredanas Anwalt bezieht Stellung

Der Anwalt von Loredana wird ebenfalls in dem Artikel zitiert. Er sagt, dass Loredana sich eine "Einstellung des Verfahrens" wünsche und unter den Betrugsvorwürfen leide. Er bestätigt, dass auf juristischer Ebene seit Loredanas Festnahme nichts passiert sei und nun die Corona-Krise die Ermittlungen weiter ausbremse. Auch untermauert er, dass für den Juni Befragungen angekündigt seien. Einen möglichen Prozessbeginn hält er in diesem Jahr für unrealistisch:

"Wenn tatsächlich eine Anklage erhoben wird, ist, so denke ich, mit einer Verhandlung frühestens im Frühling 2021 zu rechnen."

Die Option eines außergerichtlichen Vergleichs - wie angeblich bereits von Loredanas erstem Anwalt angeboten - behält sich die Seite der Rapperin weiter offen. Es gelte "alle Möglichkeiten für eine Einstellung des Verfahrens auszuloten".



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Die Staatsanwaltschaft Luzern versichert gegenüber 20 Minuten, dass die Untersuchung weiterhin vorangetrieben werde. Die Zukunft des Falls hinge auch vom Verlauf der baldigen Befragung ab. Loredana selbst äußerte sich vor Kurzem in einem Interview in der Weltwoche erneut zu den Vorwürfen, ohne konkret auf das Verfahren einzugehen:

"Vieles ist unwahr. Sehr, sehr vieles. Aber: Zum Verfahren sage ich nichts, es läuft."

Für Loredana gilt die Unschuldsvermutung. Auf musikalischer Ebene tat sich die erfolgreiche Künstlerin zuletzt an der Seite von Capital Bra hervor. Es dürfte ein weiterer Nummer-1-Hit bevorstehen.

Capital Bra ft. Loredana - Nicht verdient [Video]

Duett der Deutschrap-Superstars: Capital Bra und Loredana machen auf "Nicht verdient" gemeinsame Sache. Die beiden verarbeiten in den Lyrics gescheiterte Beziehungen. Das Instrumental für die gefühlvolle Nummer, die wohl weit vorne in den Charts landen dürfte, kommt von Beatzarre, Djorkaeff und BuJaa Beats.

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Betrugsvorwürfe um Loredana: Bushido will an Petra Z. spenden

Betrugsvorwürfe um Loredana: Bushido will an Petra Z. spenden

Von Michael Rubach am 16.07.2020 - 10:32

Die Betrugsvorwürfe gegen Loredana kochen aktuell unter dem Hashtag #BoycottLoredana erneut hoch. Nun hat sich Bushido in die Sache eingeklinkt und in Aussicht gestellt, dem mutmaßlichen Betrugsopfer Petra Z. finanziell unter die Arme zu greifen. Der Berliner will nach eigener Aussage für die Beerdigung der verstorbenen Mutter von Petra Z. aufkommen sowie zusätzlich einen "Betrag an das Ehepaar spenden". Das erklärte Bushido in einem Gespräch mit dem Schweizer Portal 20 Minuten, das die Story um Loredana vor mehr als einem Jahr ans Licht gebracht hat.

Kein Geld für die Beerdigung: Bushido fühlt mit Petra Z.

Bushido empfindet die Situation um Petra Z. als "schade und traurig". Er sei berührt von der Geschichte der Frau und ihres Ehemannes, die um 700.000 Franken betrogen worden sein sollen. Es gehe "überhaupt gar nicht", dass eine Beerdigung nicht bezahlt werden könne. Bushido wisse aus Erfahrung, wie emotional belastend der Tod der eigenen Eltern sei. Daher möchte er zumindest einen Teil der finanziellen Sorgen verringern.

"Ich möchte dafür sorgen, dass zumindest die Beerdigung bezahlt werden kann. Zudem würde ich gerne noch einen Betrag spenden, damit das Ehepaar sich eine Auszeit gönnen kann."

Zu Petra Z. sind Bushidos Spendenpläne bereits durchgedrungen. Sie wird mit den folgenden Worten zitiert: "Das wäre wunderschön." Neben Bushido engagieren sich auch andere Privatpersonen in dem Fall. So wurde eine Crowdfunding-Seite eingerichtet. Außerdem sollen sich Beobachter des Falls beim Portal 20 Minuten gemeldet haben, um Petra Z. zu helfen.

Belastet Bushidos Spende seine Beziehung zu Loredana?

Der Redakteur des Schweizer Portals stuft die Beziehung zwischen Loredana und Bushido als "gut" ein und möchte wissen, ob die Aktion des EGJ-Chefs Einfluss auf das Verhältnis nehmen könnte. Bushido entgegnete, dass es sich nicht seine Aufgabe sei, ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Sollten sich die im Raum stehenden Vorwürfe jedoch bestätigen, "würde das auf eine Freundschaft belastend einwirken." Die Tat sei nichts, "worauf man Stolz sein könnte." Es gehe ihm jedoch erst einmal ausschließlich darum, dass die Mutter von Petra Z. zu Grabe getragen werden könne.


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