Kollegah löst offenbar Polizei-Einsatz & Schlägerei in Dortmund aus

Kollegah soll gestern Abend in Dortmund an einer Schlägerei mit rund 30 Leuten beteiligt gewesen sein. Wie Ruhr24 und die Ruhrnachrichten berichten, ist es bei einer Auseinandersetzung zwischen Samarita und Kollegah zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei sei zu einem Großeinsatz angerückt und habe Reizgas eingesetzt, um die Schlägerei zu beenden.

Streitigkeiten zwischen Kollegah & Samarita in Dortmund offenbar eskaliert

Kollegah hat in Dortmund offenbar nach dem Rapper Samarita gesucht. Mit dem hatte Kollegahs Schützling Jigzaw bereits Beef – diesem Umstand verdanken wir das auffallend geschmacklose S*x-Video Jigzaws, für das der sich bereits entschuldigt hat. Samarita soll Kollegah vorgeworfen haben, das Video gut zu heißen, was der wiederum von sich weist. Er habe sich von dem Video bereits mehrfach distanziert.

Was ist Beef? oder: Wer kann am ekelhaftesten sein? (Kommentar)

Es gibt keine zwei Meinungen. Ich will niemanden überzeugen. Der Sachverhalt braucht keine moralische Einordnung und allein dieser Umstand zeigt, mit welcher Vehemenz die Grenze jeglichen Geschmacks überschritten wurde. "Beef ist, wenn ich deine Mutter fick' und du es siehst", rappte Kollegahs damaliger Labelpartner Favorite 2007 auf dem ersten Selfmade-Sampler.

Kollegah sagt sogar selbst, es sei ihm peinlich: In seiner Insta-Story war gestern dann zu sehen, wie er offenbar durch Dortmund-Wickede fährt und nach Samarita sucht. Er erklärt auch, der habe ihn herausgefordert, was er nicht auf sich sitzen lassen könne. Desweiteren gibt es Fotos, vermeintliche Nachrichten und dergleichen mehr.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

Eigentlich sollte das Ganze wohl – wie immer – eine faire Prügelei zwischen zwei erwachsenen Männern werden. Stattdessen wurde daraus – ebenfalls wie eigentlich immer – ein Gerangel zwischen rund 30 Leuten. Angeblich musste die Polizei Reizgas einsetzen, um die Gruppen voneinander zu trennen. Im Gebüsch sei auch noch eine Hiebwaffe gefunden worden und die Polizei hat wohl die Personalien von acht der Beteiligten aufgenommen.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

 

Kollegah wirft Samarita vor, nur für Promo Beef zu wollen

Alles wie immer? Ebenfalls in Kollegahs Insta Story erklärt der Rapper, er habe im Vorfeld mehrfach das Gespräch gesucht. Eigentlich habe er alles friedlich klären wollen und auch mit Samaritas Vater gesprochen. Da das alles aber nichts gebracht hätte, habe er sich aber nun selbst auf den Weg gemacht.

Kollegah glaubt genau zu wissen, wieso Samarita die Konfrontation sucht: Es gehe dem noch relativ unbekannten Rapper lediglich um Promo für sein neues Album. Kollegah gibt sich gönnerhaft und erklärt, Samarita den Gefallen tun zu wollen.

Wir können wie jedes Mal nur hoffen, dass niemand verletzt wurde. Außerdem hoffe ich natürlich, dass sich die Beteiligten irgendwann ihrer Vorbildfunktion und Reichweite bewusst werden und dann aufhören, von "Kriegern", "Ehre" und ähnlichem zu fantasieren. Vor allem aber wünsche ich mir, dass Rapper endlich damit aufhören, sich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zu treffen. Schreibt doch lieber sportliche Disstracks!

Undercover-Recherche zu Kollegahs "Alpha Mentoring"-Programm veröffentlicht

Von Anna Siegmund am 04.08.2019 - 15:41 Kollegah steht momentan so oft in der Kritik, dass er in seiner Instagram-Bio nicht nur "Rappen und Sport" als seine Hobbys angibt, sondern dort auch das Bekämpfen von Shitstorms auftaucht. Aktuell wird diesbezüglich wohl am meisten über eine Undercover-Recherche von Vice-Journalisten gesprochen, in der das "Alpha Mentoring"-Programm des Rappers kritisiert wird.

Kollegahs Boss-Status bröckelt: Alles auf Null?!

Kollegah zählt zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Er war sogar so erfolgreich, dass er die Musik einfach an den Nagel hängen konnte. Stattdessen wollte Kollegah nur noch einen YouTube-Kanal pflegen und seine Fans als Felix Blume unterhalten. Beziehungsweise weiter als Life-Coach motivieren, sich zu richtigen Alphas zu optimieren.

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Unter Polizeischutz: "Nazi Kiez"-Graffiti in Dortmund übermalt

Unter Polizeischutz: "Nazi Kiez"-Graffiti in Dortmund übermalt

Von David Molke am 06.09.2019 - 17:22

Dortmund hat ein Nazi-Problem: In Dorstfeld können Neonazis offenbar ganz offen ihren Hass auf Andersdenkende und anders Aussehende ausleben. Das geht so weit, dass sie schwarz-weiß-rote Fahnen hissen und ein ganzes Viertel per Graffiti zu ihrem "Nazi Kiez" erklären. Immerhin: Die Nazi-Schmierereien wurden jetzt endlich übermalt – unter Polizeischutz. An deren Stelle prangt jetzt der Schriftzug "Our Colours Are Beautiful".

Graffiti gegen Rechts: "Nazi Kiez"-Schriftzug in Dortmund ist Geschichte

Es geschieht nicht alle Tage, dass Polizisten dabei helfen, Graffiti anzubringen. Beziehungsweise nicht gegen die Writer vorgehen, sondern sie auch noch beschützen. Aber das war wohl extrem notwendig, zum Schutz der Künstler, die anonym bleiben wollen, wurde auch noch eine behelfsmäßige Wand aufgebaut.

dap on Twitter

In Dortmund-Dorstfeld werden aktuell die berühmten „Nazi-Kiez"-Graffitis entfernt. Auch NRWs Innenminister Reul ist vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen. #nonazisdo #dortmund

Der Straßenzug in Dortmund-Dorstfeld befindet sich zwar offensichtlich immer noch fest in der Hand der Rechtsradikalen ("die wohnen gegenüber"), aber immerhin gibt es jetzt das Graffiti nicht mehr, mit dem sie ihr Revier zusätzlich markiert haben. Wir sind zwar gespannt, wie lange sich das Ganze hält, begrüßen die Bemühungen aber natürlich.

dap on Twitter

Seit heute Mittag sind die Arbeiten der Künstler*innen abgeschlossen. Statt „Nazi Kiez" ziert jetzt ein „Our colours are beautiful"-Schriftzug die Emscherstraße in Dortmund-Dorstfeld.

Null Toleranz für Neonazis? NRW-Innenminister lobt neues Graffiti

Die Aktion wurde nicht nur von der Polizei, sondern natürlich auch von Presse und Politik begleitet. Laut dem WDR gibt der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange das folgende, etwas überraschend wirkende Statement ab.

"Wir werden auch in Zukunft alle Pläne durchkreuzen, in Dorstfeld oder anderswo einen Raum der Bedrohung und Einschüchterung zu schaffen."

Der NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt:

"Man darf Neo-Nazis keinen Millimeter Platz lassen. Deshalb ist es eine tolle Sache, dass sich die Bürgerinnen und Bürger, die Stadt und die Polizei gemeinsam gegen die rassistischen Hetzer stellen und deren widerliche Schmierereien entfernen."

Hier kannst du dir auch noch ein Video von der Aktion anschauen:

Unter Polizeischutz: Künstler übermalen Neonazi-Graffiti in Dortmund - Kunstwerk statt extremistischer Schmiererei

Graffiti werden übermalt Gemeinsame Aktion von Stadt, Polizei, Künstlern Innenminister Reul: "Neo-Nazis keinen Millimeter Platz lassen." Polizei, Stadt, Künstler und engagierte Bürger haben am Freitag (06.09.2019) in Dortmund eine Aktion gegen Neonazis gestartet. Auf dem sogenannten "Nazi-Kiez", einem Straßenzug im Stadtteil Dorstfeld, wurden Graffiti der Rechtsextremisten an Häuserwänden übermalt.


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