Jigzaw entschuldigt sich: "Das alles ging definitiv zu weit!"

Nachdem Jigzaw den Beef mit seinem Kontrahenten Samarita in den letzten Tagen bis aufs Äußere ausreizte, bittet der Hagener Rapper nun um Vergebung. In einem Statement auf seinem Instagram-Profil entschuldigt sich Jigzaw bei seinem Umfeld und seinen Fans. Ein Grund für den plötzlichen Sinneswandel könnte dabei Jigzaws Mutter sein. 

Funkstille zwischen Jigzaw und seiner Mutter 

Jigzaw scheint sich mittlerweile einigermaßen im Klaren über sein Verhalten zu sein. So beginnt er seine Botschaft mit den Worten. "Das alles ging definitiv zu weit [...]". Direkt im Anschluss nennt er das Motiv für seine Entschuldigung: die eigene Mutter. 



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Sen bir Jigzawsin .. afedersin anne

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"Das sage ich nicht weil mich einer unter Druck setzt, nein, weil ich mach eh was ich will und mir kann keiner was sagen, aber meine Mutter redet nicht mehr mit mir und ist extrem sauer auf mich, und mir geht's nicht gut deswegen." [sic!] 

Weiter unten richtet Jigzaw direkt entschuldigende Worte an seine Mutter:

"Es tut mir leid Mama was passiert ist und das dein Sohn durchgedreht ist bitte verzeih mir [...]" [sic!]

Die Mutter als entscheidender Faktor im Beef 

Damit hat Jigzaw quasi ungewollt die Jay-Z-Historie wiederholt, die Aria vor einigen Tagen in seinem Kommentar angesprochen hatte: 

"Als sich Jay-Z vor knapp 18 Jahren öffentlich mitten im Beef bei Nas entschuldigte, ging es noch um weitaus weniger. Er hatte Lines über die Mutter von Nas' Kind gerappt. Damals musste Jay-Z einen Anruf seiner eigenen Mutter erhalten, um den Ernst der Lage zu realisieren. Er bat live im Radio um Entschuldigung bei seinem Gegner." 

Den kompletten Kommentar kannst du hier nachlesen: 

Was ist Beef? oder: Wer kann am ekelhaftesten sein? (Kommentar)

Es gibt keine zwei Meinungen. Ich will niemanden überzeugen. Der Sachverhalt braucht keine moralische Einordnung und allein dieser Umstand zeigt, mit welcher Vehemenz die Grenze jeglichen Geschmacks überschritten wurde. "Beef ist, wenn ich deine Mutter fick' und du es siehst", rappte Kollegahs damaliger Labelpartner Favorite 2007 auf dem ersten Selfmade-Sampler.

Auch für seinen Gegner Samarita formuliert Jigzaw Worte der Entschuldigung, schickt aber gleichzeitig noch eine Kampfansage hinterher und macht deutlich, dass der Beef noch nicht vorbei ist:

"Es tut mir auch gegenüber Meinem Kontrahenten leid das ich soweit gegangen bin was aber nicht heist das ich dich 1 gegen 1 trotzdem hauen werde." [sic!]

Darüber, dass zumindest die Erniedrigung der Frau, die Jigzaw beim Sex gefilmt hat sowie der ganzen Familie grundlegend falsch war, scheint sich der Rapper jetzt bewusst zu sein: 

"Dennoch bin Ich echt zuweist gegangen und überschreite oft Grenzen aber diese Grenze war selbst für mich zu viel. Familien Stories haben nix zu suchen in der Öffentlichkeit [...]." [sic!]

Jigzwaw nennt Gründe für sein Verhalten 

Im weiteren Verlauf führt Jigzaw Gründe für sein Auftreten in der letzten Zeit an und sagt, dass er "rot sehe wenn es darum geht das Leute bei mir vor der Haustür vorbei fahren wenn ich nicht da bin und meine Rolle als einziger Mann im Haus auf die Probe stellen. Das war ebenfalls für mich eine Grenze die man nicht überschreiten sollte was aber mein Verhalten nicht gut heißen soll."

Jigzaw schließt sein Statement erneut mit versöhnlichen Worten in Richtung seiner Mutter: 

"Das war ne harte Woche für einige und nichts desto trotz möchte ich mich bei allen entschuldigen. Glaubt es oder nicht mich juckt diese Welt nicht wenn ich nicht bei meiner Mutter sein kann und ich sterbe wenn sie mich ignoriert. es tut mir leid Mama und es tut mir leid das ich mich von meinen Emotionen leiten gelassen habe.. ich hoffe ihr verzeiht mir.." [sic!]

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

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Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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