Kollegah holt Favorite wieder aus der Versenkung

Kollegah ist zurück auf seinem "Alphagene"-Grind, der ihm zu Beginn seiner Karriere viele Fans und Zuspruch aus der Szene eingebracht hat. Nicht nur musikalisch, sondern auch personell, wie es scheint – für ein Konzert der aktuellen Tour hat er den ehemaligen Selfmade-Kollegen Favorite aus der Versenkung geholt.

Favorite & Kollegah sind "back wie englische Rücken"

In einem neuen Video namens "Backstage Bars #1" sehen wir Kollegah und Favorite gemeinsam auf der Bühne. Die beiden Rapper geben einen alten gemeinsamen Part zum Besten. Danach hören wir im Backstage-Bereich noch eine ganze Reihe an neuen Bars.

Zuletzt suchte man in Favorites Karriere vergebens nach Höhepunkten. Der ehemals als Rap-Hoffnung betitelte MC machte unschöne Schlagzeilen, als er Kool Savas rassistisch beleidigte und hatte offenbar mit persönlichen Problemen zu kämpfen, wie wir herausfanden:

Eine Karriere am Tiefpunkt: Favorites Absturz in die Versenkung

Es ist keine Ewigkeit her, da befand sich Favorite auf einem Level mit Kollegah. Zusammen galten sie als die Aushängeschilder des Deutschrap-Vorzeigelabels Selfmade Records. 2019 stellen sich die Verhältnisse komplett anders dar: Aus Favorite ist kein Multi-Platin-Artist oder ein umtriebiger Geschäftsmann geworden.

Auch Kollegah hat in letzter Zeit nicht unbedingt viele Glanzmomente genossen. Den Höhepunkt der Neuorientierung und Ziellosigkeit dürfte dabei wohl das unfreiwillig komische "Alles auf Null"-Video darstellen, das sogar Jan Böhmermann verarscht hat.

Wir haben uns daraufhin Gedanken dazu gemacht, dass der einstige Boss-Status von Kollegah bröckelt. Statt weiteren Experimeenten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern kommt jetzt mit "Alphagene 2" anscheinend die Rückbesinnung auf ein sicheres Polster aus der Vergangenheit.

Was bei Kollegah & Favorite sonst so ging in letzter Zeit, kannst du hier lesen:

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Nach über 20 Jahren: Die RBA gibt ihr Ende bekannt
Rba

Nach über 20 Jahren: Die RBA gibt ihr Ende bekannt

Von Till Hesterbrink am 22.09.2020 - 14:31

Die "Reimliga Battle Arena" schließt ihre Pforten. Die Battle-Liga, bei dem absolute Topstars wie Kollegah, Cro oder auch Juju mit ihrer Karriere begonnen haben, wird nicht mehr fortgeführt. Scheinbar nahm das Interesse in den letzten Jahren so rapide ab, dass es sich nicht mehr lohnt, die Liga weiterzuführen.

RBA wird geschlossen: Zu wenig aktive Mitglieder

In einem längeren Facebook-Posting erklärt mit "kay" einer der Administratoren der Seite, dass die RBA in ihrer aktuellen Form nicht mehr fortgeführt wird. Ob es jemals wieder etwas unter dem Namen "RBA" geben wird, sei im Moment noch unklar. Als Grund für die Schließung führt kay an, dass es in den letzten Jahren immer schwieriger wurde, aktive Mitglieder zu motivieren. Sowohl mangele es an Künstler*innen, die Bock hätten, als auch an Usern, die voten würden.

"Ich möchte auch nicht einmal im Jahr 'drohen', dass wir zumachen, damit wir wieder aktive Member finden, die für uns Voten wollen. Das ist nicht zielführend und sorgt eigentlich für Frust."

Liebe Facebook "Fans" und Freunde der RBA, wir bzw. ich haben uns entschieden, die RBA nicht mehr weiterzubetreiben. Es...

Gepostet von RBA - Offizielle FB Page am Montag, 21. September 2020

Über 20 Jahre hielt sich die Liga als fester Bestandteil der deutschen Raplandschaft. Mittlerweile habe sich das Konzept wohl aber überdauert. Da viele Mitglieder loslassen konnten, tun dies nun auch die Veranstalter. So wird es entweder ab Oktober oder November keine Battles mehr geben. Neuanmeldungen werden ebenfalls alsbald nicht mehr angenommen.

Was mit dem bis heute genutzten Forum passiert, ist noch unklar.

"Es ist seit den RBA-Battles viel geschehen": RBA als Sprungbrett für Kollegah, Cro, Juju & viele mehr

Einige Deutschrap-Stars gaben ihr Rapdebüt in der RBA. Der prominenteste dürfte wahrscheinlich Kollegah sein, welcher damals unter den Namen "DERKOLLEGAH" und "young latino" auf der Plattform gegrindet hat. Der halbkanadische Boss machte nie einen Hehl aus seiner Battlerap-Vergangenheit und erwähnte die Liga immer wieder in seinen Tracks.

Aber auch Artists, die man nicht so sehr mit dem Battlerap verbindet, waren in der RBA am Start. Cro mischte dort in den virtuellen Schlagabtauschen unter dem Namen Lyr1c mit. 2015 gab er sogar ein kurzzeitiges Comeback und lud erneut Runden hoch.

Platin-Rapper gibt RBA-Comeback

Von HHRedaktion am 20.08.2020 - 13:36 Cro ist zurück! Mit neuem Sound (" Fall auf"), neuer Maske und einer innovativen Promophase lässt er kaum einen Stein auf dem anderen. Er nimmt sich diese künstlerische Freiheit, obwohl sein letztes Album " tru." den kommerziellen Erwartungen eher nicht gerecht geworden ist.

Casper, K.I.Z., die 257ers oder Juju gaben ebenfalls in der RBA ihre Rapkünste zum Besten. Mit dem Aus stirbt nun also nicht nur eine Online-Liga, sondern auch ein Stück Deutschrap-Geschichte. Administrator kay blickt wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Arena zurück.

"Ich bin seit 1998 dabei und hatte viel viel Spaß, oft auch viel Frust [...] Ich möchte mich aber an die guten Zeiten erinnern."


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