Jan Böhmermann verarscht Kollegahs "Alles auf Null"-Video

Zum Start der neuen Staffel des "Neo Magazin Royale" zieht Jan Böhmermann mit seinem Team Kollegahs YouTube-Clip "Alles auf Null" durch den Kakao. Die Ansage, in der die Infos zu den Sendezeiten der ersten neuen Folger eher eine Nebenrolle spielen, ist in Wortwahl, Setting und Handlungsablauf fast eine Kopie des Videos, das viele Zuschauer als sehr kurios wahrgenommen haben (wir berichteten). Eine Ansicht, die das "NMR"-Team zu teilen scheint.

Jan Böhmermann verarscht Kollegahs YouTube-Clip "Alles auf Null"

Der Einstieg des Videos am Fenster, die Tür, die noch geschlossen werden muss, der Leberhaken gegen den Boxsack und überschwängliche Ansagen zu den eigenen Protegés sind dem Vorbild detailreich nachempfunden. Auch Böhmermanns Oberteil ist eine Anspielung auf Kollegahs Polohemd im "Alles auf Null"-Clip.

Ganz neu ist die Idee nicht. Auch das Team von "Game Two" veröffentlichte kürzlich seine Version des "Alles auf Null"-Clips:

In seinem Video rief Kolle, nach teils heftiger Kritik an dem mittlerweile geplatzten Coaching-Event "AlphaOffensive" mit Dirk Kreuter sowie dem "Alpha Royale"-Turnier in Kooperation mit Toptier Takeover, einen Neustart aus. Eine Art Neustart sollte zuvor auch der Start des YouTube-Channels Felix Blume sein.

Böhmermanns Verhältnis zu Kollegah & Rap

Auch wenn man nicht mit exakt dieser Idee gerechnet haben mag, ist ein Bezug zu Kolle und Rap allgemein kein überraschender Move des "Neo Magazin Royale"-Teams. Kollegah war mehr als ein Mal in Böhmermanns Shows zu Gast, zuletzt vor rund zweieinhalb Jahren. Danach war unter anderem Kollegahs Schlag gegen einen Fan auf der Bühne ein Thema, das in der Sendung aufgegriffen wurde:

Auch sonst ist das "Neo Magazin Royale" eine der wenigen größeren TV-Sendungen, die sich regelmäßig mit Rap beschäftigen, was mal besser und mal schlechter in der Community ankommt. Kuriose Coverversionen, Dendemanns wöchentliche Auftritte über einen langen Zeitraum oder "Eine deutsche Rap-Geschichte" bleiben bis heute in guter Erinnerung.

Als Böhmermann zum Start der neuen Staffel vor zwei Jahren Gzuz' Song "CL 500" spaßeshalber zur neuen Nationalhymne erklärte, waren die 187-Jungs not amused, aber die Aufmerksamkeit der Rapfans war dem Moderator auch damals sicher.

Die 187-Jungs sind nicht begeistert von Böhmermanns "CL500"-Move

Täglich grüßt der Unkl ...In der Ankündigung zur neuen Staffel seiner Sendung Neo Magazin Royale erklärte der Moderator Jan Böhmermann Gzuz' Song CL500 zur neuen Nationalhymne. Jetzt wissen wir, was die Jungs von der 187 Strassenbande von der Aktion halten.

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Mois führt Asche-Beef mit weiterem Video fort

Mois führt Asche-Beef mit weiterem Video fort

Von Michael Rubach am 11.01.2021 - 20:33

Mois hat mit einem halbstündigen Statement auf den kaum kürzeren Asche-Song "HIStory" geantwortet. In dem neuen YouTube-Video mit dem Titel "Ach Aschenberg Ach betont er, die Aussagen des Disstracks "auseinandernehmen" zu wollen. Mit dieser Herangehensweise hat er es offenkundig weiterhin auf die Glaubwürdigkeit von Asche abgesehen. Mois hatte Asche vor einigen Tagen in einem Video dafür kritisiert, sein Image als vom Krieg gebeutelter Tschetschene hauptsächlich erfunden zu haben. An dieser Kritik hält Mois fest. Dass Asche seine "Herkunft verleugnet", sei für Mois "armselig". Auch Bushidos Reaktion auf den Track "HIStory" hat man im Lager von Mois registriert.

Angebliche Erpressung, Studio-Schlägerei & Kollegah: Mois bezieht Stellung

Bevor Mois die für ihn relevanten Passagen des Tracks durchgeht, unterstellt er Asche zum wiederholten Mal bei seinem Äußeren kosmetisch nachgeholfen zu haben. Ebenso stellt er die Behauptung auf, dass sich Asche selbst und absichtlich die Narbe in seinem Gesicht zugefügt habe. Offenbar möchte Mois so noch einmal unterstreichen, für wie fake er Asche hält.

Danach hangelt er sich am Inhalt des Disstracks entlang. So erzählt Asche in "HIStory" von angeblichen Erpressungsversuchen seitens Mois. 100.000 Euro sollen gefordert worden sein. Diesen Punkt streitet Mois ab: "Falls ich dich erpresst haben soll, zeig mir, wo ich dich erpresst haben soll."

Asche-Track "HIStory" zusammengefasst: Tschetschenien, richtiger Name & Mois-Disses

Eine weitere Behauptung auf "HIStory": Mois sei in Asches Studio in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Laut Mois entspricht auch diese Darstellung nicht der Wahrheit. Er erinnere sich generell nur an einen einzigen Tag in Asches Studio. Durch seine ständige YouTube-Präsenz sei es zudem extrem unwahrscheinlich, dass er vollkommen unbemerkt Spuren einer Prügelei davongetragen hätte.

"Ich weiß nicht genau, was er meint. Fakt ist: Ich dreh jeden Tag ein Video und man sieht mein Gesicht jeden Tag."

Asche wirft Mois in seinem Track außerdem vor, sich nicht aus eigener Kraft zu einem derart reichweitenstarker YouTuber entwickelt zu haben. "Sunny und Kolle hab'n dich gemacht", rappt das Alpha Music-Signing und benennt so Kollegah und Sun Diego als Ursprung für den Erfolg von Mois.

Hierauf entgegnet Mois, dass diese Argumentation höchstens von neunjährigen Kindern kommen würde. Er sei durch Arbeit und Fleiß auf dieses Erfolgslevel gekommen.

"Alim hat Mois erschaffen. Alim hat Mois mit drei Videos am Tag seit vier Jahren erschaffen."

Mois über Bushido & die Sentino-Line

Mois hat offenbar wahrgenommen, dass Bushido via Insta-Story zum Hören des Asche-Tracks ermutigt hat. Dieser Move sei aus der Perspektive des Anführers der Keller GmbH "sehr wild". Mois rät Bushido, sich aus solchen Angelegenheiten rauszuhalten. Ein paar freundliche Grußworte spricht Mois hingegen in Richtung von Sentino aus. Der Track "Yayo", an dem Sentino laut Credit-Angaben zusammen mit Kollegah und Asche gearbeitet hat, sei "heftig geschrieben".

Asches "HIStory": Reaktionen von Bushido, Mois, Sentino & mehr

Schlussendlich nimmt sich Mois noch ausgiebiger Zeit, um über die wohl umstrittenste Stelle auf Asches Track zu sprechen. Dieser rappt, dass in der Mutter einer nicht eindeutig benannten Person der "halbe Ostblock" gesteckt habe. Mois erklärt, dass er aufgrund des Kontextes zunächst davon ausgehen musste, dass dabei der Name seines Sohnes unkenntlich gemacht wurde. Dass dem womöglich nicht so ist, offenbart Asche in seiner Insta-Story. Er zeigt dabei eine Sequenz, aus welcher hervorzugehen scheint, dass er an der entsprechenden Stelle über Sentino rappt. Ob dessen Name schon immer dort platziert war, zieht Mois bereits in Zweifel.

Zudem wertet Mois die vorherige Zensur des Namens als absichtliche Doppeldeutigkeit, die er als "ehrenlos" bezeichnet. Die Klarstellung, dass sich die Line ausdrücklich gegen Sentino richten würde, sei ganz bewusst so kurz vor dem angekündigten Video gekommen. Asche wolle die aktuelle Aufmerksamkeit um seine Person möglichst lange ausnutzen. Damit ist das Thema für Mois auch noch nicht gegessen. Bereits morgen um 18 Uhr soll ein neues Video über Asche erscheinen. Mois schickt auf Instagram vorweg: "Morgen drehen wir richtig durch."

Hier kannst du das aktuelle Statement von Mois in voller Länge sehen:


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