Fler präsentiert "Colucci"-Tracklist

Flers Album "Colucci" erscheint am Ende des Monats. Nachdem Fler in letzter Zeit nach und nach die Features bekanntgegeben hat, legt er nun die komplette Tracklist vor.

"Colucci" kommt mit Sido, Farid Bang, Bass Sultan Hengzt & mehr

Der Großmeister des wechselnden Covers weiß, wie die Uhren in Berlin-Schöneberg ticken. Er präsentiert auf Instagram die 13 Tracks und vier Bonussongs (drei davon aus der "Conor EP"), die es letztendlich aufs Album geschafft haben.

Maskulin-Signing Mosenu ist besonders häufig vertreten. Er steht Fler inklusive der Bonustracks ganze sechs Mal zur Seite. Für "S*x Money Murder" gab es zuletzt auch ein Video.

Des Weiteren hat Fler einige alte Berliner Weggefährten auf "Colucci" versammelt. Neben Sido ist ebenso Bass Sultan Hengzt vertreten. Dazu kommt ein Gesangsfeature von Adel Tawil und die lange im Vorfeld in Aussicht gestellte Zusammenarbeit mit Farid Bang.

Fler kündigte an, dass er den Deutschrapklassiker "Vom Bordstein bis zur Skyline" mit Farid fortsetzen würde. Auf dem neuen Album steht der besagte Track nun an Position fünf und hört auf den Titel "Respektlose Jungs".

Was wir uns von "Colucci" erwarten, kannst du dir hier ansehen:

Fler, KC Rebell, Azet & Zuna: Können "Colucci", "Hasso" & "Super Plus" 2019 überzeugen? (Part 2)

Die Aufwärmphase ist vorbei. 2019 liefert demnächst ein Album nach dem anderen. Drei Alben, die besonders heiß sind, haben Aria, Jonas und Clark im zweiten Teil des Ausblicks auf 2019 besprochen ( hier zum ersten Teil). Eine Gemeinsamkeit weisen die Releases von Fler, KC Rebell sowie Azet und Zuna auf.

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Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Von Michael Rubach am 31.07.2020 - 13:47

Die Neuauflage des wohl umstrittensten Battle der jüngeren Deutschrapgeschichte ist gestern über die Bühne gegangen. Für jeweils 10.000 Euro Antrittsgage haben sich Meidi und Ssynic ein Re-Match geliefert. Farid Bang hatte die Aktion eingefädelt und das Battle zur Attraktion eines mehrstündigen Events im Düsseldorfer ISS Dome gemacht.

Meidi & Ssynic mit unterschiedlichen Herangehensweisen

Nach vier Stunden Live-Event stand das Battle auf dem Programm. Ohne üppige Vorrede kamen die Jungs zur Sache. Meidi ging in jeder seiner Runden aggressiv zu Werke. Mit scheinbar ordentlich Wut im Bauch startete er ins Battle und ließ ohne Rücksicht auf Verluste jede Menge asoziale Punchlines folgen. Das Ende von Meidis Parts mündete stets in Beleidigungen gegen Ssynic und seine Mutter – mitten in so eine Schimpftirade schlitterte schließlich irgendwann ein "Time".

Ssynic konzentrierte sich darauf, Revue passieren zu lassen, was seit dem Alpha Royale alles geschehen ist. Dabei setzt er den Fokus auf Realtalk und breitete Anekdoten aus, die sich nach dem Match im April 2019 ereignet haben sollen. Auch verweist er auf seine eigenen Erfolge als Künstler. Schließlich sei er es, der seinen Traum leben könne. Hin und wieder redete Meidi in seinen Vortrag hinein.

Farid Bang genießt die Show

Farid Bang schaute sich das Spektakel sichtlich amüsiert aus sicherer Entfernung an. Später sollte er davon sprechen, dass das Battle ein "magischer Moment" gewesen sei. Nach drei Runden lagen die Karten auf dem Tisch und mit ein bisschen Verzögerung erfolgte auch der Handshake zwischen den Kontrahenten. Es ist ja schließlich nur Battlerap. Nun lag es bei den Zuschauer*innen, einen Sieger zu küren.

Im Gegensatz zum Alpha Royale verzichtete die Neuauflage auf eine prominente Jury. Farid Bang hielt sich ebenso vollkommen raus. Per Telefon-Abstimmung galt es, über Sieger und Verlierer zu entscheiden. Meidi konnte es lange gar nicht glauben, dass keine zusätzlichen Experten herangezogen wurden. Rooz, der durch den gesamten Stream führte, verkündete schließlich ein paar Stunden später das amtliche Endergebnis. Meidi schaffte es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und setzte sich durch.

Damit bestätigte sich, was Ssynic bereits kurz vor der Bekanntgabe geahnt hatte. Er glaubte, dass sein Kontrahent aus Hannover an diesem Tag triumphieren würde.

"Ich würde auch sagen, er war auf jeden Fall vorne. Er hat solide durchgespittet, mehr Punchlines gehabt, sich weniger rausbringen lassen. Reicht."

Ohne die Atmosphäre, die durch das Vorhandensein einer Crowd entsteht, machte das Battle an manchen Stellen einen befremdlichen Eindruck. In einer leeren Location mag einfach nicht so recht Battle-Stimmung aufkommen – trotz einer erkennbaren Grundaggressivität von Meidi und Ssynic. Die Vibes im Nachhinein waren dafür umso versöhnlicher. Meidi bot Ssynic mehrmals den Dialog an, um diese umfangreiche Episode deutscher Battlerap-Geschichte noch einmal aufzuarbeiten.

Wir haben euch den Stream der kompletten Show hier eingebunden. Nach circa vier Stunden beginnt das Battle:


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