Cro spricht über mangelnden Erfolg von "tru." & seine neue Maske

Cro ist zurück! Mit neuem Sound ("Fall auf"), neuer Maske und einer innovativen Promophase lässt er kaum einen Stein auf dem anderen. Er nimmt sich diese künstlerische Freiheit, obwohl sein letztes Album "tru." den kommerziellen Erwartungen eher nicht gerecht geworden ist. Im Rahmen von Arias Show "HYPED Radio" blickt der (offenbar ehemalige) Pandamaskenträger auf seine vorige Platte zurück und gibt ein Update zu der Frage, ob er sich je unmaskiert zeigen wird.

Cro misst "tru." nicht an Verkaufszahlen

Cro im September 2017 veröffentlichtes Album "tru." legte den Fokus hörbar auf eine künstlerische Weiterentwicklung. Trotz einer Goldenen Schallplatte für die Single "Unendlichkeit" fiel Cro hier vor allem durch Experimentierfreude auf. Wie er erklärt, tauschte er die Hit-Lastigkeit gegen "Message" und "Musikalität". Dabei bleiben die Verkaufszahlen ein bisschen auf der Strecke. Für seinen persönlichen Weg war das Album dennoch ein voller Erfolg:

"Für mich war das gar nicht so unerfolgreich. Für mich war das eigentlich noch erfolgreicher als die anderen, weil es andere Dinge aufgeladen hat als mein Konto: Meine Persönlichkeit und auch hab ich neue Leute hinzugewonnen, die bisschen tiefer graben. Von dem her: geil, super Album und ich feier es immer noch."

Wie sich dieser Zugewinn an Tiefe in seinem neuen Projekt widerspiegelt, können Fans anhand von "Fall auf" nachvollziehen. Auf Bali habe Cro Gitarre gelernt und sich außerdem menschlich weiterentwickelt. Der Aufenthalt auf der indonesischen Insel, die er inzwischen als sein "Zuhause" begreift, habe ihn zudem "zurückgeholt". Er sei durch den Ruhm "volle Kanne" abgehoben gewesen.

Über sein wahres Gesicht wird das Publikum offenkundig auch in Zukunft im Unklaren lassen. Cro bevorzugt eine klare Trennung von Kunstfigur und Privatperson – die Maskierung könnte sich dafür aber noch häufiger verändern:

"Für mich gehört es dazu. Hinter dem Ganzen steckt Carlo. Er ist der Typ ohne Maske. Würd ich ohne Maske als Cro auftreten, dann wäre ich ja Carlo. Für mich passt das nicht ganz. Ich hab mich freigespielt von der einen Maske schon mit 'tru.' damals und ich glaube, in Zukunft wird es einfach wilder. Bis es irgendwann ein riesen Maskenball wird vielleicht."

Die gesamte Folge HYPED Radio kannst du hier auf Apple Music hören.

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Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist
Cro

Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist

Von Michael Rubach am 06.05.2021 - 11:41

Diese Woche war Cro bei HYPED Radio zu Gast. In der Radioshow auf Apple Music (hier anhören) führt der Erfinder des Raops Host Aria Nejati hinter die Kulissen seines neuen Doppelalbums "trip". Dabei erklärt Cro, wie easy die Sache mit dem durchaus überraschenden Shindy-Feature gelaufen ist und welche Idee mit den verschiedenen Masken auf dem Cover der Platte einhergeht.

Cro über die Zusammenarbeit mit Shindy: "Boom war's da!"

Mit Capital Bra und Shindy begrüßt Cro zwei sehr unterschiedliche Artists aus der obersten Etage des Deutschraps auf seinem neuen Album. Vor allem das Feature mit Shindy hatte sich kaum angedeutet. Doch die Connection zu dem Bietigheim-Bissinger besteht offenbar schon eine ganze Weile. Obwohl der persönliche Kontakt bisher ausblieb, haben Cro und Shindy einen gemeinsamen Bekannten. Einer der Geschäftsführer von Cros früherem Label Chimperator ist das Bindeglied zwischen der Schwaben-Kombo. Das Feature für den Song "SYGL" war demnach schnell eingetütet.

"Shindy ist so'n bisschen Chimperator-Family auch. Dadurch, dass er Nikos Cousin ist, war schon immer auch ein bisschen Kontakt dar, aber wir haben uns noch nie kennengelernt. Was ich ziemlich schade finde, weil ich glaube, wir würden uns auf jeden Fall gut verstehen. Ich hab ihm einfach nur geschrieben und er meinte: 'Bruder, groß Ehre. Ich würde sehr gerne drauf sein. Wunsch-Feature'. Er hat losgelegt und boom war's da!"

Cro erklärt das "trip"-Cover

Was hat es eigentlich mit den beiden Masken auf dem Cover von "trip" auf sich? Sie spiegeln unter anderem die verschiedenen musikalischen Herangehensweisen wider, die Cro für sein neues Album gewählt hat.

"Das eine ist Vergangenheit und die klingt nach Woodstock und klingt nach Seventies und das andere fliegt in die Zukunft auf 'nem Synthesizer – reitet auf nem Synthesizer-Surfboard 'ne Welle durchs Internet. So muss man sich es vorstellen. Ich mag den Spagat. Ich mag auch gerade gegen den Trend zu schwimmen. Wenn alle gerade die gleichen Songs rausbringen und dieselben Trends fahren, mach ich einfach irgendwas."

Speziell die Sechziger tauchen auf der Deutschrap-Map aktuell so gut wie gar nicht als Referenz auf. Cro liebe "diesen Surfer-Psychedelic-Vibe". Er habe sich "komplett durch Woodstock gegraben", um diesen in seine Musik einfließen zu lassen. Außerdem passe der Sound schlichtweg gut zum Sommer.

Weitere Insides aus Cros "trip" bekommst du in der neuen Folge HYPED Radio auf Apple Music:

Cro on Apple Music

Hear where the music takes you. Listen to Cro, a streaming radio station on Apple Music.


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