"Black Slim Shady": Wie The Game mit Eminem abrechnet

 

"The Black Slim Shady" ist da. The Game arbeitet sich zum Release seines Albums "Drillmatic" in einem Disstrack knapp zehn Minuten an Eminem ab. Wie er das Ganze aufzieht, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

The Games "The Black Slim Shady" ist "crazy"

Immer wieder führt The Game auf dem Song an, wie "crazy" er eigentlich sei. "The Black Slim Shady" ist "sick in the brain" und erklärt erst einmal eine Weile, was das so bedeutet. Auch US-Rapperin Saweetie bekommt dabei Avancen à la Game:

"Spill the beans, kick the Kool-Aid, overtell, God don't intervene /
While I'm smashin' Saweetie p*ssy to smithereens"

Im zweiten Verse steigt Game mit einer Anspielung an Eminems Klassiker "The Real Slim Shady" ein. Der Compton-Rapper will Dr. Dre im Basement umgebracht haben.

"I killed Dr. Dre in my basement last night / I was wasted last night, I went ape shit last night"

Anschließend geht es schnell wieder um andere US-Promis. Drake, Lizzo, der bekannte Immunologe Dr. Fauci – Eminem verkommt fast schon zu einer Randnotiz. Doch The Game hat seinen Diss mit Dialog-Sequenzen durchsetzt.

Der US-Rapper steigt direkt zu Beginn in ein Uber. Als klar wird, dass der Fahrer der junge Bruder von Emimens Hardcore-Fan "Stan" ist, holt The Game eine Waffe raus. Er habe eine Art Köder für Eminem gebraucht, wie er an einem späteren Zeitpunkt rappt: "I even kidnapped Stan's brother and baited him here for you"

The Game rappt über Eminems Tochter Hailie

Nach all der mitunter recht willkürlichen Crazyness kommt The Game mehr und mehr zum Wesentlichen. Der US-Rapper imitiert den Flow aus Eminems Überhit "Lose Yourself", greift Ems Struggle mit Drogen auf und spricht den Status als größten Rapper aus Detroit dem Kollegen Big Sean zu: "And the biggest rapper in Detroit, that award is Sean Don"

Auch bedient er sich bekannter Kritikpunkte. So werde Eminem auf der Straße nicht gehört – diesen Take brachten in der Vergangenheit schon Gucci Mane und einige andere. The Game selbst hört übrigens sogar lieber 6ix9ine als Eminem:

"I'd rather listen to Snitch9ine like sixty-nine times / And participate in sixty-nines with sixty-nine nuns than listen to you"

Nicht nur Eminem, sondern auch dessen familiäres Umfeld nimmt The Game ins Visier. So bringt er Eminems Tochter ins Spiel. Diese sei noch unversehrt – doch in Games Gewalt. "Dad, I'm really scared", hört man eine weibliche Stimme im Hintergrund sagen. Kurz vor Release von "Drillmatic" fand der Compton-Rapper schon ein Bikini-Foto von Ems Nachwuchs interessant. Machine Gun Kelly dribbelte sich einst mit Social-Media-Kommentaren zu Hailie auf die Abschussliste des Rap Gods.

The Game belässt es nicht dabei. Er sieht sich selbst als Superbösewicht irgendwo zwischen Joker und Riddler und ist "Crazier than Kim" – eine Anspielung an Eminems Ex-Frau Kimberly Ann Scott. Nach Seitenhieben, die auch 50 Cent und Dr. Dre einschließen, sowie vielen weiteren Referenzen an Eminems Output der letzten Jahrzehnte kürt sich Game einfach letztendlich selbst zum Rap God.

"Your fans want a rap god, well, f*ck it, I'ma give him one
I came to put Slim in a box but he already live in one"

The Game will durch diese Aktion offenbar ein Battle mit Eminem forcieren. Er hält sich schließlich für den besseren Rapper. Im Outro von "The Black Slim Shady" fordert er Em regelrecht auf, doch bitte zum Stift zu greifen.

Hierzulande hat Fler den Track offenbar schon gehört und prophezeit ein hässliches Ende für den Compton-MC:

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