Banksy spendet dem British Museum eine Fake-Banknote

Banksy steht jetzt ganz offiziell in einer Reihe mit altehrwürdigen Künstlern. Wie der Guardian berichtet, gesellt sich eine Falschgeld-Banknote von Banksy zur Sammlung des British Museums in London.

Dieses Mal hat er sich nicht reingeschlichen und einfach eines seiner Werke aufgehängt. Nein, das von ihm schon 2004 erstellte Falschgeld wurde wohl von seinem Pest Control genannten Repräsentanten gespendet.

Banksy-Kunstwerk im Wert von $45.000 offenbar gestohlen

Banksy erfreut sich so großer Beliebtheit, dass die Leute ihre Finger nicht von seinen Kunstwerken lassen können. Im wahrsten Sinne des Wortes...

Banksy ist jetzt offiziell Teil des British Museums – mit Falschgeld

Die Banknote stellt selbstverständlich kein echtes Geld dar. Das Konterfei der verstorbenen Diana ziert die Blüte.

Das Kunstwerk hört passend dazu auf den Namen "Di-faced Tenner" und stammt von einer Banksy-Aktion aus dem Jahr 2004.

Statt "Bank of England" steht auf dem Geldschein "Banksy of England". Außerdem lautet das Motto "I promise to pay the bearer on demand the ultimate price".

Allerdings wird die Banknote wohl vorerst nicht ausgestellt, sondern geht einfach nur in die Sammlung des British Museums über.

Kritik oder Teil vom Zirkus? Wieso Banksys Schredder-Aktion genial ist

An Banksy scheiden sich wieder mal die Geister...

Banksys "Di-faced Tenner" stammt aus "Exit through the Gift Shop"

Gegenüber dem Guardian gibt ein Sprecher des British Museums an, dass man dort sehr glücklich über den Neuzugang in Form eines echten Banksys sei.

Es gebe eine lange Geschichte von Künstlern, die ihren Protest in der Form von Falschgeld oder Parodien von Banknoten ausgedrückt haben.

Die Geschichte hinter Banksys "Di-faced Tenner" kann in der Mockumentary "Exit through the Gift Shop" nachvollzogen werden.

Darin heißt es, Banksy habe insgesamt 1000 Banknoten angefertigt und begonnen, sie auf dem Reading-Festival zu verteilen.

Das Ganze wurde gestoppt, als die Besucher versucht haben sollen, mit den Geldscheinen an der Bar zu bezahlen.

Da sei Banksy erst bewusst geworden, dass man für das In-Umlauf-bringen von Falschgeld mit zehn Jahren Knast bestraft werden kann:

"It was like, holy sh*t, we just forged a million quid, and obviously for that you'd go to jail for ten years."

Wie findest du, dass Banksy-Werke an Museen gespendet werden?

Banksy fake banknote artwork joins British Museum collection

Piece depicts Princess Diana and was one of thousands of copies produced in 2004

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Stadt entfernt neues Werk von Banksy – wegen Parallelen zu Todesfall

Stadt entfernt neues Werk von Banksy – wegen Parallelen zu Todesfall

Von Michael Rubach am 16.08.2021 - 17:01

Banksy war mit dem Wohnwagen in seiner Heimat unterwegs. Was der Streetart-Star dabei so getrieben hat, offenbart er im Video zu "A Great British Spraycation". Damit ist nun auch klar, dass tatsächlich Banksy hinter diversen Werken steckt, die kürzlich in mehreren Orten an der englischen Ostküste aufgetaucht sind. Ein Mural gehört jedoch schon wieder Vergangenheit an.

Neuer Banksy wird direkt übermalt

Ein künstlerischer Ausflug von Banksy mündet mit hoher Wahrscheinlichkeit in Gesellschaftskritik. Auch "A Great British Spraycation" bildet da keine Ausnahme. Wenn beispielsweise eine Krabbe mit dem Schild "Luxury Rentals Only" andere Krabben davon abhält, sich in leere Muscheln einzunisten, lässt sich das als Kritik an der Wohnungsmarktsituation in Großstädten verstehen. Hier kannst du Banksys Trip anschauen:

Die Einheimischen zeigen sich erfreut über Arbeit des Künstlers. Gegenüber einer lokalen Nachrichtenseite gab ein Vertreter der Region an, dass man "überglücklich" sei, dass die Kunstwerke von einem der "größten Artists der Welt" stammen.

Ein Werk ist jedoch bereits verschwunden. Ein Mural an einem Strand in der Nähe der Stadt Great Yarmouth wurde übergestrichen. Laut BBC kam dort 2018 ein Mädchen bei einem Unfall mit einem aufblasbaren Trampolin ums Leben. Banksy hatte ein Schlauchboot an die Wand gesprüht, das Richtung Himmel steigt. Am Rand des Boots hält sich dabei ein Mädchen fest.

Das Entfernen von Banksys Arbeit sei die richtige Entscheidung gewesen, lässt die Stadtverwaltung wissen. Es gehe darum, die Gefühle der Menschen vor Ort zu respektieren. Dennoch bedanke man sich für das "wundervolle Kunstwerk" und verwies darauf, dass Banksy die Umstände an dem Ort nicht gekannt habe.


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