Shirin David mit Statement zu Shindy & "Affalterbach"

Bisher hatte sich vornehmlich Shindy in der Debatte um den Song "Affalterbach" zu Wort gemeldet. Nun erzählt Shirin David in einer langen Insta-Story ihre Version der Geschichte um den Track "Affalterbach". Stein des Anstoßes war die Hook von Shirin David – die Verwendung geschah ohne ihr Einverständnis.

"Affalterbach"-Hook: 4 Wochen im Vorfeld abgesagt

Shindy verwies bisher darauf, dass er erst kurz vor Release des Videos zu "Affalterbach" von der verweigerten Freigabe für die Hook erfahren habe: "Diese Info bekam ich leider erst 2 Stunden vor Release."

Laut Shirin David erfolgte die Absage jedoch ganze vier Wochen vor Veröffentlichung. Sie habe keine Kenntnis darüber gehabt, dass der Track mit ihrer Stimme online geht. Trotz des bestehenden Konflikts feiere sie den Song aber noch sehr. Musikalische Differenzen sorgten demnach nicht für die Ungereimtheiten bei der Veröffentlichung.

Shirin Davids Gründe für die Absage

Die gescheiterte Kollabo liege vielmehr an einer fehlenden zwischenmenschlichen Basis zwischen Shindy und dem YouTube-Star:

"Wir sind menschlich nicht auf einen Nenner gekommen."

Es sei nicht möglich gewesen, auf Augenhöhe miteinander zu arbeiten. Shirin habe Stunden in Shindys Studio verbracht und es sei ihr nicht leicht gefallen, von ihrem Feature Abstand zu nehmen. Bereits im Vorfeld habe sie Warnungen vor der Kollabo erhalten, sich allerdings nicht davon abbringen lassen.

Nun stehe sie für ihre Rechte ein. Durch die öffentlichen Statements von Shindy fühle sie sich in ein falsches Licht gerückt. Das sei so nicht zu akzeptieren:

"Ich bin nicht bereit, mir auf der Nase rumtanzen zu lassen."

Shirin David vs. Shindy: Demonstration von weiblichem Selbstbewusstsein

Das Video zu "Affalterbach" hätte Shirin anders gestaltet. Sei nicht die Frau, die eher dekorativ neben Shindy im Club steht. Sie sieht keinen Grund sich kleiner zu machen als Shindy. Dieser habe "nichts zum Namen Shirin David beigetragen" und auch lyrisch oder musikalisch gebe es keinen Shindy-Einfluss auf dem kommenden Album von Shirin.

"Wenn du einen Song mit mir machst, dann schreib gottverdammte Scheiße meinen Namen hin. Du hast nicht mal Credits gegeben."

Shindy sei für Shirin jemand, der "hinterhältig lügt". Außerdem habe er in vollem Bewusstsein, Leute auf sie gehetzt. Shindy sei zudem sauer darüber gewesen, dass Shirin andere Rapper unterstützt hat.

In der Sache um "Affalterbach" habe sich Shindy laut Shirin schlichtweg nicht gerade machen können. Shirin müsse generell mit vielen Problemen kämpfen, um überhaupt in der Szene ernst genommen zu werden:

"Ich muss doppelt so hart kämpfen, weil ich eine Frau bin."

Ihr ausführliches Statement zu dem Thema lässt sich demnach auch als ein Statement für weibliches Selbstbewusstsein in einer Szene lesen, die vorwiegend von Männern dominiert wird.

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Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist
Cro

Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist

Von Michael Rubach am 06.05.2021 - 11:41

Diese Woche war Cro bei HYPED Radio zu Gast. In der Radioshow auf Apple Music (hier anhören) führt der Erfinder des Raops Host Aria Nejati hinter die Kulissen seines neuen Doppelalbums "trip". Dabei erklärt Cro, wie easy die Sache mit dem durchaus überraschenden Shindy-Feature gelaufen ist und welche Idee mit den verschiedenen Masken auf dem Cover der Platte einhergeht.

Cro über die Zusammenarbeit mit Shindy: "Boom war's da!"

Mit Capital Bra und Shindy begrüßt Cro zwei sehr unterschiedliche Artists aus der obersten Etage des Deutschraps auf seinem neuen Album. Vor allem das Feature mit Shindy hatte sich kaum angedeutet. Doch die Connection zu dem Bietigheim-Bissinger besteht offenbar schon eine ganze Weile. Obwohl der persönliche Kontakt bisher ausblieb, haben Cro und Shindy einen gemeinsamen Bekannten. Einer der Geschäftsführer von Cros früherem Label Chimperator ist das Bindeglied zwischen der Schwaben-Kombo. Das Feature für den Song "SYGL" war demnach schnell eingetütet.

"Shindy ist so'n bisschen Chimperator-Family auch. Dadurch, dass er Nikos Cousin ist, war schon immer auch ein bisschen Kontakt dar, aber wir haben uns noch nie kennengelernt. Was ich ziemlich schade finde, weil ich glaube, wir würden uns auf jeden Fall gut verstehen. Ich hab ihm einfach nur geschrieben und er meinte: 'Bruder, groß Ehre. Ich würde sehr gerne drauf sein. Wunsch-Feature'. Er hat losgelegt und boom war's da!"

Cro erklärt das "trip"-Cover

Was hat es eigentlich mit den beiden Masken auf dem Cover von "trip" auf sich? Sie spiegeln unter anderem die verschiedenen musikalischen Herangehensweisen wider, die Cro für sein neues Album gewählt hat.

"Das eine ist Vergangenheit und die klingt nach Woodstock und klingt nach Seventies und das andere fliegt in die Zukunft auf 'nem Synthesizer – reitet auf nem Synthesizer-Surfboard 'ne Welle durchs Internet. So muss man sich es vorstellen. Ich mag den Spagat. Ich mag auch gerade gegen den Trend zu schwimmen. Wenn alle gerade die gleichen Songs rausbringen und dieselben Trends fahren, mach ich einfach irgendwas."

Speziell die Sechziger tauchen auf der Deutschrap-Map aktuell so gut wie gar nicht als Referenz auf. Cro liebe "diesen Surfer-Psychedelic-Vibe". Er habe sich "komplett durch Woodstock gegraben", um diesen in seine Musik einfließen zu lassen. Außerdem passe der Sound schlichtweg gut zum Sommer.

Weitere Insides aus Cros "trip" bekommst du in der neuen Folge HYPED Radio auf Apple Music:

Cro on Apple Music

Hear where the music takes you. Listen to Cro, a streaming radio station on Apple Music.


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