"Absoluter Psychoterror": Shindy über EGJ-Vergangenheit und neue Musik

Über kaum einen anderen Künstler gab es in den letzten zwölf Monaten ein derartig großes Rätselraten, wie um Shindy. Jetzt spricht der Rapper zum ersten Mal seit langer Zeit selbst. Im neuen Magazin "BOA", von Fußballnationalspieler Jérôme Boateng, klärt er ein wenig über die Schwierigkeiten der letzten Monate und seine aktuelle Lage auf.

"Um alles aufzudröseln, was da in den letzten Monaten und Jahren passiert ist, würde eine Netflix-Serie nicht ausreichen. Die letzten Monate waren absoluter Psychoterror."

Bushido oder Arafat: Beide ringen um Shindy

Was genau Shindy damit meint, bleibt zunächst unklar. Doch wenig später führt er weiter aus, dass es zwischen Bushido und Arafat wohl eine Art Machtkampf um die Person und den Musiker Shindy gebe.

"Ich habe das Gefühl, dass die denken: Wer mich am Ende für sich gewinnt, gewinnt auch den Krieg."

Dabei gibt er zu verstehen, dass er jahrelang die Machenschaften von Arafat mitbekommen habe und vor allem mit ihm nicht zu spaßen sei. Aber auch die andere Seite beobachtet er sehr aufmerksam: "Auch Bushidos neue Freunde sind keine Niemande in dieser Welt. Darum muss man immer und überall damit rechnen, dass einem was passieren kann – insbesondere, wenn man auf alle Arten und Weisen eingeschüchtert und bedroht wird." Dazu passt, dass im April dieses Jahres mehrere Männer Shindy aus seinem Auto gezerrt und ihn bedroht haben sollen. Auch ein gemeinsam entstandenes Foto mit Bushido – in dessen Promophase zum neuen Album – ließ erneut Raum für wilde Spekulationen.

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Günstige Aussichten auf neue Musik

Eine weitere Zusammenarbeit mit ihm rückt bei den Worten von Shindy aber in weite Ferne. Bereits vor dem Zwist von Bushido und Arafat plante er demnach, eigene Wege zu gehen:

"Schon vor dem Split hatte ich den Wunsch, mich von Ersguterjunge unabhängig zu machen, um endlich autark arbeiten zu können."

Diesem Ziel scheint er schon ein Stück weit näher gekommen zu sein, wie im Artikel zu lesen ist. Gemeinsam mit den Produzenten Nico Chiara und OZ arbeitet er an neuen Songs, die er gerne auch schnellstmöglich veröffentlichen würde:

"Von mir aus kann es losgehen. Es fehlen nur noch zwei Unterschriften."

Eine Vision, wie seine neue Musik klingen soll, hat Shindy auch schon parat:

"Ich liebe Ende-der-Neunziger-HipHop und den Rap der frühen Nullerjahre. In den neuen Songs will ich die Klangästhetik von damals mit dem neuen Soundbild von heute vereinen."

Viele seiner aktuellen Aussagen sprechen also dafür, dass wir in naher Zukunft neuen Output von Shindy erwarten dürfen.

Das Magazin "BOA" kannst du ab sofort überall erwerben, wo es Zeitschriften gibt.

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Sinan-G wendet sich an Animus & bietet Asche Oktagon-Kampf an

Sinan-G wendet sich an Animus & bietet Asche Oktagon-Kampf an

Von Clark Senger am 14.01.2021 - 13:07

Das Jahr 2021 ist wild losgegangen für Freunde von Deutschrap-Gossip. Während die Tschetschenien-Akte täglich erweitert wird, ist kürzlich Animus auf Bushidos YouTube-Kanal ins lyrische Oktagon gesteppt, um in diverse Richtungen auszuteilen und so in bester EGJ-Manier sein neues Album anzukündigen. Lines gingen unter anderem gegen uns, Fler und Rooz – und an dieser Stelle hakt Sinan-G ein.

Sinan-G verteidigt Rooz gegen Animus' Line

In seinem Statement-Video geht er später auch auf die Asche-Thematik ein, die ihn als Teil von Mois' Keller-Crew ebenfalls betrifft. Zunächst dreht es sich aber um Animus. Dessen Behauptung, Rooz wäre eine "Marionette von den Großfamilien und Rockern", lässt Sinan nicht so stehen.

"Nur weil sich Rooz eventuell mit Arafat vertragen hat? Ja, die verstehen sich. Die sind jetzt nicht die besten Freunde, aber die haben sich ausgesprochen. Was man macht nach 'nem Streit. Hat Bushido sich einmal ausgesprochen mit uns? Mit mir, mit Rooz und so? Nein, er hatte gar kein Interesse. Weil er braucht uns für seine Promo." 

Er erinnert an den Ursprung des Streits mit Bushido, der Rooz-Interviews mit Manuellsen, Fler, Kay One und Co verhindern wollte. Wer die Story noch nicht kennt, kann das hier in knapp 13 Minuten nachholen. Außerdem rollt der Essener die lange gemeinsame Geschichte mit Animus auf, in der Rooz und Sinan immer ein freundschaftliches und hilfsbereites Verhältnis zum Heidelberger pflegten. 

"Nach dieser Sache mit Manuellsen warst du am Boden. Viele haben sich eingemischt, viele haben dich schlecht gemacht. Aber wir haben dich angerufen, 100-mal. Du bist nicht drangegangen. Irgendwann warst du plötzlich bei Bushido, obwohl wir Streit mit dem haben. Aber wir sind die Letzten, die gesagt hätten: 'Geh nicht zu dem!', obwohl wir wissen, was Bushido für ein Mensch ist."

Dann macht Sinan einen kleinen Exkurs zum Thema Bushido und erklärt, wie dieser Loredana "für die Promo" ins Messer laufen lassen habe, nachdem sie sich eigentlich gut verstanden hatten. Ihr erinnert euch vielleicht: Als die Betrugsvorwürfe gegen Loredana schon viele Monate im Raum standen, entbrannte nach einem neuen Interview des Opfers Petra Z. ein großer Shitstorm gegen die Rapperin, da Petra Z. nicht die finanziellen Mittel für die Beerdigung ihrer Mutter gehabt haben soll. Bushido wollte mit einer Spende aushelfen.

"Wie kann ich über Nacht zum Ehrenmann werden? Xalaz, ich sage, ich bezahle eure Beerdigung. Aber Loredana hat mehr Eier als Bushido. Loredana hat ihren Mund gehalten, die hat im [Hintergrund] alles geklärt, ihre Probleme, und erst als es geklärt war, hat sie ihren Mund aufgemacht."

Mit diesem Reminder leitet Sinan zur rhetorischen Frage über, ob Bushido nicht auch Animus irgendwann fallen lassen würde. Niemand hätte ihm angesichts der Lage nach der Trennung von Azad und dem Konflikt mit Manuellsen Steine in den Weg gelegt. Aber:

"Hättest du uns das gesagt. Aber du warst einfach da und hast Texte geschrieben für den, wo der uns disst. Ist das korrekt? Ist das fair? [...] Das ist charakterlich sehr, sehr schwach."

Sinan-G bietet Asche Kampf im Oktagon an

Danach geht Sinan auf den Konflikt zwischen seinem Homie Mois und Asche ein. Die Nationalität des Alpha-Signings spielt für ihn keine Rolle, wie er gleich klarstellt. Allerdings stört er sich an den Formulierungen aus dem Song "HIStory" (hier die Zusammenfassung), dass es nur "Ratten im Keller" gebe und dass er die "Hundesöhne" jagen wolle auf dem kommenden Album.

"Wenn du mich meinst, dann schreib mir gerne privat. Ich meine dich. Dann gehen wir gerne in das Oktagon. Ich biete dir das an, ich habe keinen Bock, 20-Minuten-Disstrack zu schreiben."

Wenn er gar nicht Sinan mit den Formulierungen gemeint hätte, dann könnte man die Sache auch easy mit einer Privatnachricht zu machen. Generell bleibt Sinan über das gesamte Statement sehr respekt- und (in Anbetracht der Situation) verständnisvoll für seine "Gegner". Hier könnt ihr euch das Statement in voller Länge ansehen:


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