Treffen mit Bushido: Shindy wieder in der Öffentlichkeit

Nach der großen Trennung von Bushido und Arafat Abou-Chaker sorgte mancher EGJ-Artist schnell für Klarheit; Shindy gehörte nicht dazu. Seine Social-Media-Kanäle sind seit einiger Zeit verschwunden, zur Labelsituation gab es keine Auskunft, dafür jede Menge Spekulationen seitens der Fans. Jetzt hat Shindys (wohl ehemaliger) Labelboss zumindest ein Lebenszeichen des Rappers aus Bietigheim ins Internet gepackt. Die beiden haben sich getroffen:

Wir waren in der Vergangenheit gut miteinander und das bleiben wir auch in Zukunft. Egal was kommt. Hat mich sehr gefreut.

137k Likes, 3,899 Comments - Bushido (@bush1do) on Instagram: "Wir waren in der Vergangenheit gut miteinander und das bleiben wir auch in Zukunft. Egal was kommt...."

Bushidos Kommentar zu dem Foto ist allerdings keine allzu deutliche Botschaft. Der Ton klingt nicht nach einer weiterhin engen Zusammenarbeit, aber ein endgültiges Statement klingt anders. Offenkundig soll klar werden, dass kein böses Blut zwischen den "CLA$$IC"-Partnern herrscht:

"Wir waren in der Vergangenheit gut miteinander und das bleiben wir auch in Zukunft. Egal was kommt. Hat mich sehr gefreut."

Ob das erste Foto von Shindy im Netz seit Monaten auch seine Rückkehr auf die öffentliche Bühne bedeutet, ist aktuell schwer zu sagen. Seinem bisherigen Arbeitsethos ist Shindy nach "Dreams" (2016) jedenfalls nicht treu geblieben. Seit "NWA" (2013) hatte er sich nie mehr Zeit als 15 Monate für die nächste Platte gelassen – das Goldalbum "Dreams" ist nun schon über 20 Monate alt. Vielleicht nicht verkehrt: Bei genug Rappern in der Szene scheint der Drang, jedes Jahr (mindestens!) ein Album zu veröffentlichen, die Qualität des Outputs sowie die Freude auf ebendiesen nach unten zu drücken.

Darüber, wo neue Musik veröffentlicht werden könnte, darf weiterhin fröhlich spekuliert werden. Elvir Omerbegovics Label Division, bei dem bislang nur RIN unter Vertrag steht, scheint für viele Fans eine Option zu sein. Mindestens genauso denkbar wären jedoch die Gründung eines eigenen Labels oder ein Major-Deal. An Interessenten dürfte es nach mehreren goldenen Schallplatten nicht mangeln.

Bushido äußert sich zur Neuausrichtung von Ersguterjunge

Mit seinem Signing bei Ersguterjunge hat Capital Bra für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Sein neuer Chef blieb zu diesem Thema bisher einigermaßen schweigsam. In einem Interview beim Radiosender Kiss FM redet Bushido nun das erste Mal ausführlicher über seinen Coup und die zukünftige Ausrichtung des Berliner Labels:

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"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

Von Till Hesterbrink am 20.10.2020 - 15:59

Fler hat sich mit der Bild-Zeitung getroffen und über eine wohl am 4. November anstehende Gerichtsverhandlung unterhalten. Ihm sollen wohl insgesamt 23 Vorwürfe in sechs Anklagen gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Gefängnis für Flizzy und das ohne die Möglichkeit auf Bewährung. Außerdem soll ein Strafbefehl über 54.000 Euro gestellt worden sein.

Fler sieht Verhältnis zu Arafat in der Schuld

Schon als die Vorwürfe gegen Fler das erste Mal laut wurden, behauptete er, die Anschuldigungen seien völlig überzogen. Der eigentliche Grund, warum so massiv gegen ihn vorgegangen würde, sei seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker.

Bereits zu Beginn dieses Monats hatte der Fler uns gegenüber erklärt, es gehe bei der ganzen Sache auch darum, ihn mundtot zu machen.

"Ich hab mich ein bisschen eingesetzt für Arafat. Die wollten mich wegen Raub in den Knast stecken, obwohl das vielleicht eine Sachbeschädigung gewesen ist. [...] Man merkt halt, da ist so viel Ego im Spiel, bei den Bullen. Das ist so ein Ego-Ding und jeder der sich irgendwie auf die Seite [von Arafat] stellt, kriegt auf den Deckel."

Er sei aber von der Unschuld Arafats überzeugt und würde daher auch für ihn einstehen. Nach Fler wäre vieles, was man in den Medien über Arafat lesen würde, komplett aufgebauscht. Aus ihm würde eine Art "Al Capone" gemacht, obwohl er sich legal verhalten würde.

Gegen Arafat Abou-Chaker läuft aktuell ein Prozess unter anderem wegen Bedrohung und Freiheitsberaubung, in welchem Bushido Nebenkläger ist.

Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Bushido und Arafat Abou-Chaker streiten sich seit geraumer Zeit vor Gericht. Am 11. Verhandlungstag, der am Montag stattgefunden hat, ging es wohl vor allem um eine Razzia auf dem sagenumwobenen Grundstück in Kleinmachnow - und darum, wer wann und wie genau von dieser Durchsuchung Wind bekommen hat.

Im Interview mit der Bild führt Fler weiter aus, dass das LKA und das zuständige Polizeirevier ihn "auf dem Kieker" hätten. So würde er in einem völlig unverhältnismäßigem Maße kontrolliert und seine Wohnung durchsucht, obwohl es sich bei seinen Vergehen lediglich um geringfügige Straftaten handele

Mitte des Jahres wurde ein Haftbefehl gegen Fler ausgestellt, da er ein RTL-Kamerateam beraubt haben soll. Diesen Haftbefehl musste die Staatsanwaltschaft zurückziehen, da der Tathergang nicht sachgemäß beschrieben wurde, entschied ein Ermittlungsrichter. Auch eine gegen Fler gerichtete Telekommunikationsüberwachung wurde als rechtswidrig eingestuft.

Strafbefehl über 54.000 Euro & Anklage für Flers Verlobte

Des Weiteren habe Fler einen Strafbefehl über 54.000 Euro erhalten, da er angeblich Teile der Ermittlungsakte zum aktuellen Abou-Chaker-Prozess veröffentlicht haben soll. Allerdings habe er diese Dinge in Wirklichkeit lediglich retweetet. Gegenüber der Bild verurteilte er dies als "Staatsschikane".

Auch gegen seine Freundin wurde Anklage erhoben. Sie soll damals das "Fanboy"-Video gefilmt und verbreitet haben.

Daran, dass die Ermittlungen gegen ihn fair ablaufen, hätten sowohl Fler als auch dessen Anwalt große Zweifel. Trotzdem wolle sich Flizzy nicht unterkriegen lassen:

"Aber ich gehe lieber aus Protest in den Knast, als dem Staat mein Geld zu geben."

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Strafe von zwei Jahren für Fler, ohne die Möglichkeit auf Bewährung.

Fler könnte eine mehrjährige Haftstrafe drohen

Fler muss sich mal wieder mit der Justiz rumschlagen. Gestern postete er auf Instagram, dass er vor einem Berliner Gericht in 20 Fällen angeklagt wird. Dafür wurde ein erweitertes Schöffengericht einberufen, welches nur hinzugezogen wird, wenn die Staatsanwaltschaft mit einer Haftstrafe von mindestens zwei Jahren rechnet.


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