P. Diddy hat T-Pain bezahlt, um Autotune benutzen zu dürfen

P. Diddy scheint sich nicht zu schade zu sein, wenn es darum geht, Respekt zu zollen. Sein Audio-Engineer Matt Testa verriet jetzt in einem Interview mit Revolt, warum Puffy den Autotune-Matador T-Pain an den Einnahmen seines Albums "Last Train To Paris" beteiligte, obwohl dieser nicht daran mitgearbeitet hatte.

P. Diddy fragt T-Pain nach Erlaubnis für Autotune

Puff Daddy soll sich für den Sound sein Diddy-Dirty Money-Album "Last Train To Paris" aus dem Jahr 2010 auf Autotune verlassen haben. Zu der Zeit war bereits Kanyes "808s & Heartbreak" erschienen und manipulierte Stimmen dominierten die Charts. Diddy wollte wohl aber nicht einfach den Sound der Künstler vor ihm kopieren, ohne diesen ihren verdienten Respekt zu geben.

So soll Diddy bei T-Pain angefragt haben, ob er Autotune auf seinem Album verwenden dürfe. T-Pain habe sich über die Frage wohl amüsiert und geantwortet:

"Klar, was auch immer. Es [Autotune] gehört mir nicht, du kannst das benutzen."

("Yeah, whatever. It’s not mine, you can use it")

Damit aber noch nicht genug. Diddy beteiligte T-Pain an den Einnahmen des Albums und trug ihn als einen der Schöpfer des Werkes ein. Die Vereinbarung darüber soll angeblich auf einer Serviette unterzeichnet worden sein.

Testa habe Jahre später mit T-Pain gesprochen und dieser habe ihm bestätigt, dass er tatsächlich Geld für "Last Train To Paris" gesehen habe, obwohl er nie aktiv an dem Album mitgearbeitet habe.

T-Pain als Twitch-Streamer

T-Pain macht sich aktuell neben der Musik mit einem zweiten Standbein einen Namen. Wie so viele seiner Rap-Kollegen auch streamt der Nappy-Boy mittlerweile auf Twitch. Dort hat der Rapper aus Florida mittlerweile fast eine halbe Million Follower ansammeln können.

T-Pain zockt auf Twitch aktuelle Games wie Ghost of Tsushima und Call of Duty – alles natürlich mit Live-Autotune auf seiner Stimme. Ab und zu droppt er einen Freestyle als Intro und begeistert auch heute noch mit seiner Energie.

Den Freestyle-Clip haben mittlerweile schon über zweieinhalb Millionen Leute gefeiert:

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Dr. Dre feiert T-Pains epischen Rant über fehlende Innovation im Rap

Dr. Dre feiert T-Pains epischen Rant über fehlende Innovation im Rap

Von Michael Rubach am 15.07.2021 - 12:38

T-Pain ist in einem Twitch-Stream ein bisschen ausgerastet. Der Autotune-Pionier äußert dabei sein Unverständnis über all die gleichförmige Musik, die ihm so unterkommt. Schreiend erklärt er, dass ihm ständig Musik zugesandt werden würde, die es bereits gibt. Bei Dr. Dre scheint er damit einen Nerv zu treffen. Die nicht gerade für seine Social-Media-Tätigkeiten bekannte US-Legende meldet sich via Instagram.

T-Pain rastet aus: "Macht andere Musik!"

In seinem Stream verteilte T-Pain (jetzt auf Apple Music streamen) einige Ratschläge an jüngere Künstler*innen. Dabei fleht er regelrecht, doch bitte nicht mehr andere erfolgreiche Artists zu kopieren. Seiner Einschätzung nach würden sich Newcomer*innen einfach an den Stars orientieren, die momentan an der Spitze stehen und diese nachahmen.

"Hört auf damit! Macht was anderes! Ihr seid nicht originell! Macht originellen Shit! [...] Gott verdammt! Macht andere Musik!"

Einmal in Fahrt gekommen, führt T-Pain im Schreimodus ein paar Beispiele für Künstler an, die mit ihrem Sound momentan weit oben mitspielen. Die Sache mit den Lils im Künstlernamen hält er für durchgespielt. US-Rap hätte inzwischen "Lil everybody" zu bieten. Aus dieser Richtung habe man alles gehört. T-Pains Ausraster ist ein Schrei nach Innovation.

"Lil Uzi Vert tut es bereits. Lil Baby tut es bereits. DaBaby tut es bereits. Es sind buchstäblich zwei N**** mit Baby in ihrem Namen, die bereits all die Musik machen, die ihr machen wollt."

("Lil Uzi Vert is already doing it. Lil Baby is already doing it. DaBaby is already doing it. It’s literally two n-***as with Baby in their name that’s already doing all the music you want.")

Trotz seiner sichtbaren Verärgerung verdeutlicht T-Pain auch, dass er generell kein Problem mit der neuen Rapgeneration oder den aktuellen Rapsuperstars habe. "Ich sage nicht, dass diese Musikgeneration schlechter ist als jede andere." Die Zahlen, die ohne größeres musikalisches Risiko erreicht werden, seien ihm jedoch egal. Was ihn interessiert: Wenn jemand mit seiner "verdammten Musik etwas anderes macht".

Dr. Dre mit Shoutout an T-Pain: "Er hat Recht"

Dr. Dre ist T-Pains kleiner Anfall nicht entgangen und packte einen Clip seines Kollegen in seinen Instagram-Feed. Auf der Social-Media-Plattform hält sich der Hiphop-Mogul ansonsten eher bedeckt.

"Shoutout an T-Pain. Ich lache mich gerade kaputt, aber er hat Recht. Ich weiß und fühle genau, was er sagt."

In einem Gespräch im letzten Jahr erklärte Dr. Dre, was ihm eigentlich an der Social-Media-Welt nicht gefällt.

"Hätte es gehasst": Was Dr. Dre an Social Media auszusetzen hat

Dr. Dre und Jimmy Iovine sind zwei weise und überaus erfolgreiche Herren in der Unterhaltungsbranche. Ratschläge für den eigenen Weg zum Erfolg könnten von kaum kompetenteren Experten kommen. Für die britische Ausgabe der GQ haben die beiden Freunde und Geschäftspartner ein paar Tipps gegeben und dabei auch auf das heutige Social-Media-Zeitalter geblickt.


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