US-Rapper Logic sichert sich Millionen-Deal mit Twitch

Mit Millionen auf dem Konto rentnert es sich wahrscheinlich recht entspannt. Nachdem Logic sein Karriereaus als Rapper verkündet hat, will er sich nun dem Streaming-Business widmen. Dafür hat er einen exklusiven Deal mit der Streamingplattform Twitch unterschrieben, der angeblich einen siebenstelligen Betrag wert sein soll.

Logic: The Incredible True Story Of A Streamer

Vor gut einer Woche kündigte Logic an, dass sein kommendes Album "No Pressure" diesen Freitag erscheinen wird und, dass er nach diesem Album seine Rap-Karriere an den Nagel hängt. Der Titel scheint dabei eine Hommage an sein erstes Album "Under Pressure" zu sein. In der ursprünglichen Ankündigung zu seiner Entscheidung begründete er diese mit dem Wunsch, sich von nun an mehr um seine Rolle als Vater zu kümmern.

Da scheint ihm jetzt allerdings etwas dazwischengekommen zu sein. Genauer gesagt die zu Amazon gehörende Streamingplattform Twitch. Mit dieser hat Logic nun nämlich einen Exklusiv-Deal abgeschlossen. Von nun an wird der 30-Jährige nur noch auf Twitch streamen. Damit ist er der Erste, der solch einen Deal von Twitch erhält, ohne ursprünglich ein Gaming-Streamer zu sein.

Stand heute hat Logic knapp 110.000 Follower auf Twitch. Sein erster Stream als Partner soll am Freitag stattfinden, pünktlich zum Release seines neuen Albums.

Logic selbst sagt, es wäre ein logischer Schritt für ihn, jetzt auch zu streamen. Schließlich wäre er schon immer ein Nerd gewesen, der Videospiele liebt. Er freue sich darauf, neue Follower auf die Plattform zu bringen und, dass dies wiederum neues Geld auf sein Konto bringen würden.

"I'm just a nerd. I love video games. [...] I'm blessed enough to have millions of fans and followers. So it is a great partnership: [...] I'm going to bring new eyes to their service, they're going to bring new money to my bank account, and — I'm just kidding."

Ninja, DrDisrespect & Co.: Exklusiv-Deals sind Millionen wert

Seinen Deal mit Twitch hat sich Logic scheinbar gut bezahlen lassen. Laut dem US-Magazin The Verge ist sein Vertrag einen siebenstelligen Betrag wert. Das würde in die aktuelle Welt des Streamings gut passen. Erst im März dieses Jahres hatte der Streamer DrDisrespect einen Exklusiv-Vertrag mit Twitch abgeschlossen und soll dafür angeblich um die 10 Millionen Dollar bekommen haben, nur um dann im Juni wieder gekündigt zu werden.

Im August letzten Jahres hatte Microsofts Streamingplattform Mixer dem damals größten Streamer der Welt, Ninja, angeblich bis zu 30 Millionen Dollar gezahlt, damit dieser exklusiv auf Mixer streamte. Mittlerweile gibt es die Plattform nicht mehr und Ninjas Vertrag wurde aufgelöst.

Twitch-Rekord: Drake, Travis Scott & Ninja zocken Fortnite: Battle Royale

"Fortnite: Battle Royale" ist zur Zeit das beliebteste Spiel auf der Streaming-Plattform Twitch. Kein anderer Titel wird aktuell öfter gestreamt oder angesehen als der kostenlose Multiplayer-Shooter. Kombinieren wir das mit der Reichweite des wahrscheinlich besten und bekanntesten Streamers namens Ninja und multiplizieren das Ganze noch mit der Star-Power von Drake, explodiert das Internet.

Es scheint also auf jeden Fall so, als hätte Logic sich genau das richtige Feld für einen Berufswechsel ausgesucht. Während in der Musikindustrie scheinbar immer weniger Geld zu holen ist, boomt der Streamingmarkt. Erst kürzlich sorgte die Corona-Pandemie für einen immensen Anstieg an Nutzern auf fast allen Plattformen.

Rapper Logic beendet seine Karriere

Logic hat auf seinem Twitter-Account angekündigt, dass sein nächstes Album auch das Letzte sein wird. Der 30-Jährige aus Maryland möchte sich nach seiner erfolgreichen Rap-Karriere anderweitig beschäftigen. Wie er in seinem Posting erklärt, sei es für ihn nämlich an der Zeit, ein toller Vater zu sein.

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Jay-Z schließt 350 Millionen-Deal ab

Jay-Z schließt 350 Millionen-Deal ab

Von Renée Diehl am 01.05.2021 - 12:36

Jay-Z scheint die Quarantäne-Zeit nicht nur für seine Familie genutzt zu haben, sondern auch um einige schwerwiegende Business-Entscheidungen zu treffen. Wie TMZ berichtet, hat der Rapper nun eine Mehrheit seines Musik-Streamingdienstes TIDAL in einem 350 Millionen US-Dollar Deal verkauft. Die Anteile gingen an Square Inc., die Firma des Twitter-Mitbegünders Jack Dorsey.

Jay-Zs zweiter Deal innerhalb eines Quartals 

Jay-Z ist bekanntlich schon lange nicht mehr "nur" Rapper, sondern auch Unternehmer innerhalb verschiedener Geschäftsfelder der Musik- und Lifestylebranche. Erst im Februar verkaufte er 50 Prozent der Anteile an seiner Champagner-Marke Armand de Brignac an den Luxus-Konzern LVMH, zu dem auch Moët & Chandan sowie Dom Pérignon gehören. Über den Preis hatten beide Parteien damals geschwiegen.  

Nicht so beim TIDAL-Deal: Bereits im Vorfeld wurde von einer Summe von 297 Millionen US-Dollar für die Anteile am Streaming-Dienst gesprochen. Abgeschlossen wurde der Deal allerdings, laut TMZ, mit einer finalen Summe von 350 Millionen. Dafür erhält Square 80 Prozent der Besitzrechte an TIDAL. Im Gegenzug wird Jay-Z dem Vorstand von Square beitreten, während Roc Nation CEO Desiree Perez beim weiteren Ausbau von TIDAL beteiligt sein wird. Weitere Gesellschafter von TIDAL, darunter Rihanna, Kanye West und Beyoncé, werden ebenfalls an Bord bleiben. 

Große Pläne für TIDAL 

Selbstverständlich handelt es sich beim Verkauf der Mehrheits-Anteile des Streaming-Dienstes auch um einen strategischen Move. So bietet Square der Plattform ausgefeilte Software-Technologien und zahlreiche weitere Ressourcen. Laut Square-CEO Jack Dorsey soll es bei TIDAL weiterhin darum gehen, neue Wege zu finden, Musiker*innen Support zu bieten und zur Kultur beizutragen.

Nach Twitter-Pause: Jay-Z meldet sich mit Millionen-Deal zurück

Nach fast drei Jahren ohne einen einzigen Tweet, meldete sich Jay-Z anlässlich des Millionen-Deals auf Twitter zurück:

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass es bei TIDAL um mehr als nur das Streamen von Musik geht, und sechs Jahre später ist es eine Plattform geblieben, die Künstler an jedem Punkt ihrer Karriere unterstützt. Künstler verdienen bessere Werkzeuge, um sie auf ihrer kreativen Reise zu unterstützen."

Damit untermauert er Dorseys Aussage, TIDAL weiterhin in Richtung Artist-Support ausbauen zu wollen. In zwei weiteren Tweets gibt er sein künftiges Mitwirken im Vorstand von Square bekannt und sichert Dorsey seine Unterstützung und sein Vertrauen in ihn und das Unternehmen zu. Er bezeichnet den Deal sogar als "Gamechanger".


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