Zum Geburtstag: Diddy schenkt sich einen neuen Namen

Sean John Combs ist steinreich und seit den goldenen Neunzigern einer der einflussreichsten Player im Hiphop-Geschäft. Ohne großes Rechentalent lässt sich sagen: der Mann hat seit sehr langer Zeit sehr viel Erfolg. Erfolg verändert bekanntlich die Menschen – und damit andere nicht über den Wandel des Herrn Combs urteilen, variiert er einfach in unregelmäßigen Abständen seinen Namen.

Die neueste Episode in diesem Spiel tritt nun anlässlich des 48. Geburtstages des Multi-Millionärs in Kraft. Du hast ihn vielleicht schon Diddy, P. Diddy, Sean John, P*ff Daddy, Puffy oder einfach Swag genannt. Diese Namen sind nun alle wieder überholt. Via Twitter teilt der Geschäftsmann mit, dass er fortan nur mit Liebe in Verbindung gebracht werden möchte:

Sean Diddy Combs on Twitter

I decided to change my name again! My new name is LOVE aka Brother Love. #TakeDat https://t.co/gArAXusygG

Ja, richtig gehört. Der Gründer der legendären Plattenfirma Bad Boy Records hört ab jetzt nur noch auf den Namen LOVE oder für die, denen das zu allgemein ist, heißt er Brother Love. Er sei nicht mehr die gleiche Person wie zuvor, sondern jemand anderes und daher wäre diese Änderung nötig. Im Zuge eines Geburtstages macht diese Ansage schon irgendwie Sinn. Viele Prominente Freunde melden sich auch zu Wort und beschenken (vormals) Diddy mit reichlich Social-Media-Love:

MTV on Twitter

Forever an iconic @TRL moment. Happy birthday, @diddy https://t.co/hYQkJ8j0ft

Wu Tang Clan on Twitter

Happy Bday to Brother Love @diddy Keep doing ya thing bro!

Ellen DeGeneres on Twitter

Happy birthday, @Diddy. Sending you love, wherever you are. I assume it's on a boat.

Usher Raymond IV on Twitter

You remind us all of the importance of #blackexcellence and most importantly to "enjoy your fuckin life". Happy birthday big bro. @diddy

Naomi Campbell on Twitter

happybirthday #brother @diddy!! Your had Most incredible year Forbes 100 our only man representing.... https://t.co/UCXHLJsTxM

In diesem Sinne: Alles Gute, Brother Love! Der Sohnemann ist übrigens auf dem besten Weg, in Daddys Fußstapfen zu treten:

Diddys Sohn King Combs releast zwei neue Singles

Diddys 18-jähriger Sohn Christian Combs tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Auch er geht unter die Rapper.Unter dem Künstlernamen King Combs wurde Christian bereits im April auf Bad Boy Records gesignt. Dabei bezeichnete Diddy seinen Sohn als Zukunft des Labels und prophezeite ihm eine große Karriere.

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Diddy kritisiert Olympia-Sperre & Kriminalisierung von Schwarzen Menschen

Diddy kritisiert Olympia-Sperre & Kriminalisierung von Schwarzen Menschen

Von Djamila Chastukhina am 11.07.2021 - 15:45

Vor Kurzem wurde die US-amerikanische Sportlerin Sha'Carri Richardson positiv auf THC getestet. Daraufhin wurde sie für 30 Tage suspendiert, was sie die Teilnahme an den diesjährigen Olympischen Spielen kostete. Richardsons Disqualifizierung rief zahlreiche Reaktionen hervor. Rapper*innen wie Cardi B, Drake oder Snoop Dogg verteidigen die 21-Jährige und zahlreiche andere fordern eine Änderung der Regeln im Zusammenhang mit dem Konsum von Marihuana.

Auch Diddy (jetzt auf Apple Music streamen) äußert nun seine Gedanken zu dem Thema und postet auf Twitter ein Statement, in dem er sein Mitgefühl ausspricht. Gleichzeitig kritisiert er die Entscheidung, Sha'Carri aufgrund des Konsums einer in ihrem Staat legalen Substanz zu suspendieren.

Diddy über Sha'Carri: Gesetze um Marihuana kriminalisieren Schwarze Menschen

Am Mittwoch schrieb der Künstler auf Twitter darüber, wie enttäuscht er über die Entscheidung sei, dass Richardson nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen darf.

"Es ist abgef*ckt und mein Herz ist gebrochen, weil [Sha'Carri Richardson] ihr Lebenstraum wegen der Einnahme einer legalen Substanz weggenommen wurde. Ich habe es satt, dass Weiße in einem Raum sitzen und Entscheidungen treffen, die unsere Hoffnungen und Träume beeinflussen. Sie werden unsere Athleten immer wie Sklaven und Unterhaltung behandeln, bis wir dichtmachen! Gesagt aus LIEBE mit Liebe."

Diddy wurde nach seinem Tweet mit der Argumentation konfrontiert, dass Richardson gegen die Regeln verstoßen habe und deshalb selbst schuld an ihrer Disqualifizierung sei. Deshalb erläuterte der 51-Jährige später seine Gefühle und erklärte, dass die Olympia-Sperre nur Teil eines größeren Problems sei:

"Um meinen vorherigen Beitrag klarzustellen, ich möchte darauf hinweisen, dass Marihuana gegen meine Leute verwendet wurde, seit einige Weiße in einem Büro (DEA [Drug Enforcement Administration] / FBI) es als eine Möglichkeit sahen, Schwarze Jazz-Künstler einzusperren, um das Movement in Harlem zu stoppen. Das ist der eigentliche Grund, warum es angefangen hat, ihr könnt die Geschichte recherchieren. Es begann mit einem bösen Plan, und jetzt beeinflusst dieser Plan unsere Zukunft."

Er fuhr fort und erwähnte, dass zu viele Schwarze Menschen in Amerika wegen Marihuana kriminalisiert werden und hinter Gittern sitzen, was er "einfach nicht richtig" findet. Laut Diddy sei die ganze Situation beschämend und er beendet seinen Rant mit dem Hashtag #LetHerRun ("Lasst sie rennen").

Skandal um Sha'Carri Richardsons Marihuanakonsum

Klare Regeln der US Anti-Doping Agency

Laut dem World Anti-Doping-Code ist THC kein Doping-Mittel, wird aber seit 2021 als "Substanz des Missbrauchs" eingestuft, da es regelmäßig außerhalb des Sports konsumiert wird. Wenn Athlet*innen, die positiv auf solch eine Substanz getestet werden, nachweisen können, dass der Konsum der Substanz außerhalb des Wettkampfs erfolgte und in keinem Zusammenhang mit der sportlichen Leistung stand, kommt es zu einer dreimonatigen Sanktion. In einigen Fällen kann diese auch auf bis zu einen Monat reduziert werden. Laut der US Anti-Doping Agency konnte Richardson ihre Suspension auf einen Monat reduzieren, da sie erfolgreich ein Beratungsprogramm bezüglich ihres Cannabiskonsums absolvierte und der Konsum ebenfalls nicht mit ihrer sportlichen Leistung in Verbindung stand.

Trotz der klaren Regelungen und der Tatsache, dass Richardson selbst Verantwortung für ihre Tat übernimmt, hat ihre Sperre international zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Ab dem 27. Juli darf die 21-Jährige wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Dank der zahlreichen Diskussionen rund um die Situation kann sie trotz ihrer Disqualifizierung von den Olympischen Spielen weiterhin auf die Unterstützung ihrer Fans vertrauen.


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