US-Rap-Playlist: Update mit Lil Uzi Vert, Megan Thee Stallion, Mac Miller & mehr

Es ist mal wieder Zeit für ein frisches Update für unsere US-Rap-Playlist! Dafür haben wir 60 Hits aus den letzten Wochen gesammelt. Mit der Playlist versuchen wir, einen breiten Bereich aus dem aktuellen amerikanischen Sound einzufangen. Auf dem Cover posiert dieses Mal Lil Uzi Vert

Neue Songs von Lil Uzi Vert, Megan Thee Stallion, Mac Miller & vielen mehr

Lil Uzi Verts lange angekündigtes Album "Eternal Atake" lässt immer noch auf sich warten. Nachdem er im Laufe letzten Jahres mit "Sanguine Paradise" und "That's a Rack" bereits zwei Singleauskopplungen des Projekts veröffentlichte, servierte er seinen Fans mit "Futsal Shuffle 2020" einen weiteren Appetizer. Noch bevor der Song Ende des Jahres 2019 releast wurde, reichte ein Snippet, um tausende Menschen zu motivieren, den Tanz auf den Plattformen TikTok und Triller nachzuahmen. 

Megan Thee Stallion zählt zu den gehyptesten Rapperinnen des letzten Jahres. Nach einem Auftritt in der 2019er-Ausgabe der XXL Freshman Class, einem viel gefeierten Debüt-Album, Features mit Rap-Größen wie Gucci Mane und einem saftigen Label-Deal mit Jay-Zs Roc Nation, releaste sie mit "Diamonds" ihren ersten Hit dieses Jahr.

Anderthalb Jahre nach dem tragischen Tod von Mac Miller, kündigte seine Familie ein kommendes Album mit bisher unveröffentlichten Songs des Rappers an: "Circles" wird am 17. Januar veröffentlicht. Die erste Single "Good News" erschien eine Woche vor dem Release und fängt einen entspannten Vibe ein, auf dem Mac Verses voller Hoffnung performt. Die optimistische Stimmung des Tracks lässt seinen Tod noch tragischer wirken.

Außerdem sind in der Liste noch viele weitere Artists. Darunter zum Beispiel Travis Scott, Roddy Ricch, Young Thug, Future, Rico Nasty, Summer Walker und Drake. Wer lieber deutschen Rap hört, kann sich hier unsere aktuellste Deutschrap-Playlist geben.

Alle neuen Songs: RAF Camora, Elias, Credibil & mehr im Deutschrap-Update

Nachdem der kollektive Festtags-Blues am 3. Januar noch einen sinnvollen Release Friday verhinderte, sind wir back und in 2020 angekommen. Es geht wieder los mit dem wöchentlichen Überblick über neue Musik, unsere Favoriten (Playlist hier abonnieren!) sowie alle weiteren Songs, die erschienen sind.

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Travis Bott: KI generiert beängstigend guten Travis Scott-Song

Travis Bott: KI generiert beängstigend guten Travis Scott-Song

Von Michael Rubach am 13.02.2020 - 17:04

Was klingt noch mehr nach Zukunft als die Tunes von Travis Scott? Antwort: Eine künstliche Intelligenz, die mit massig Daten über La Flame gefüttert wurde, um daraus einen kompletten Song abzuleiten. Die Kreativ-Agentur space150 hat nun einen Track nach genau diesem Muster veröffentlicht. Der Song "Jack Park Canny Dope Man" hat in manchen Momenten so viel vom Original-Travis, dass es leicht beängstigend ist.

Travis Bott & Travis Scott unterscheiden sich nur im Detail

Der Autotune-Einsatz, die Signature-Adlibs, der Vibe – Travis Bott kommt seinem Vorbild mehrfach erstaunlich nahe. Die gesamte Komposition basiert auf maschinellen Berechnungen. Lediglich, wenn man genau auf den Text hört, fällt auf, dass hier kein Mensch am Werk war. Die Lyrics sind schlichtweg nur Unsinn. Nicht bewusstseinserweiternd oder kunstvoll abstrakt – die Lines enttarnen sich schnell als zusammenhangsloser Quatsch. "I can't eat all on this money now" ist nur eine von vielen kuriosen Eingebungen der künstlichen Intelligenz.


Die KI wurde für das bestmögliche Resultat zwei Wochen mit allen Texten aus der Diskografie von Travis gefüttert. Apropos füttern: Wie Ned Lampert aus dem Team von space150 gegenüber Adweek offenlegt, hat Travis Bott durch diesen Input eine ganz eigene lyrische Vorliebe für Nahrungsmittel sowie Nahrungsaufnahme entwickelt. Die KI habe immer weiter über Essen gesprochen, sagt der zuständige Creative Director des Projekts. Wie eine solche Idee überhaupt zustande kommt und immer klarere Konturen annimmt, erklärt er auch:

"Was, wenn wir versuchen einen Song zu machen - einen wirklich guten Song - dabei künstliche Intelligenz benutzen und die künstliche Intelligenz nur anleiten? Und so haben wir uns für Travis Scott entschieden, weil er so ein einzigartiger Künstler ist und er einen einzigartigen Sound hat und alles eine gewisse Ästhetik mitbringt - sowohl musikalisch als auch visuell."

("What if we tried to make a song – like an actual good song – by using AI and basically creative directing AI?’ And so we chose Travis Scott just because he is just such a unique artist and he has a unique sound and everything sort of has an aesthetic to it, both audibly and visually.")

Für das Video kramten die Macher in die Deepfake-Trickkiste und arrangierten dazu ein passendes Setting. Auch dieses Ergebnis ist wirklich verblüffend. Die Komposition aus dem düsteren Video und den trippy Effekten kratzt am Vibe, den sonst der reale Travis versprüht. Generell hinterlässt der Move einen zweischneidigen Eindruck. Einerseits ist es bemerkenswert, wie nahe sich mit rein technischen Mitteln einem wahrhaftigen Künstler kommen lässt. Andererseits stellt sich die Frage, wie viel Wert Kunst letztendlich noch besitzt, wenn sie bald täuschend echt von Maschinen nachgeahmt werden kann.


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