"Fake Hooks von Travis Scott": Eno rechnet auf "Ensar" mit sich ab

Am vergangenen Freitag hat sich Eno mit seiner neuen Single "Ensar" (Enos bürgerlicher Vorname) zurückgemeldet. Auf dem Track weicht er deutlich von der Marschroute der letzten Jahre ab. Mit einer durchgehenden Grundaggressivität gibt er sich angriffslustig, selbstironisch und liefert Realtalk. In der Vergangenheit musste das AoN-Signing schließlich so einiges einstecken. Die bekannte Meme-Reihe "Deutschrap ist fresher denn je" ist beispielsweise eng mit dem Künstler aus Wiesbaden verknüpft.

"Ensar": Eno äußert sich zu Druck, Ghostwriting & Mero

"Ensar" ist der erste Solosong von Eno (jetzt auf Apple Music streamen) seit längerer Zeit. Mit "183" erschien im Herbst 2020 noch ein Exclusive für einen großen Streaming-Anbieter. Abgesehen von ein paar Feature-Parts blieb es zuletzt verhältnismäßig ruhig. In seinem neuen Track erwähnt Eno nun den Druck, den er als Künstler des Kultlabels Alles oder Nix Records zu verspüren scheint. Auf die Hype Awards 2019, bei denen viele Personen - inklusive Eno - keine allzu gute Figur abgaben, kommt er genauso zu sprechen wie auf persönliche Höhenflüge und dunkle Momente.

"Die AoN-Legacy ist schwer auf den Schultern /

Nach den Hype Awards kam ich ganz derbe runter /

Depression, alle haten, sag, was passiert ist /

Die erste Mio ließ mich fliegen und hart abstürzen"

Daraufhin erzählt Eno, wie er damals überhaupt an die Musik herangegangen ist. Allein die drei Alben "Wellritzstraße", "Fuchs" und "Bonität" erschienen zwischen Ende 2018 und Anfang 2020. Offenbar halfen Ghostwriter, das Output-Level hochzuhalten. Eno war wohl anderweitig beschäftigt. Als Inspiration für die Songs diente laut Eno der Sound von US-Star Travis Scott. Auch diese Verbindung ist mit den Jahren zu einem bekannten Meme geworden. Immer wieder warfen Hörer*innen Eno vor, sich musikalisch bei La Flame bedient zu haben.

"Statt Lines zu texten, war ich auf Fashion Drops /

Zahltе Ghostwriter für Fake Hooks von Travis Scott /

Diese Topline habt ihr, glaube ich, schon mal gehört /

Komm, wir tanzen alle Halay in my 'Astroworld'!"

Auf dem von Maestro, Zimzala und Young Swae produzierten Song hält Eno auch Futter für den Deutschrap-Boulevard bereit. Die Gerüchte um einen Streit zwischen ihm und Mero begannen bereits 2020, als beide sich auf Instagram entfolgten. Mit "Ferrari" konnten beide Künstler im Vorfeld eine Goldene Platte verbuchen.

Nichts außer "falsche Egos" seien laut Eno für die spätere Meinungsverschiedenheit verantwortlich gewesen.

"Streit mit Mero, nur falsche Egos / F*ck was alle sagen, hab'n uns zu lang nicht geseh'n, lo"

Bereits im Februar erklärte Eno in einer Instagram-Fragerunde in Bezug auf Mero: "Freunde streiten sich und Freunde verletzen sich. Manchmal bewusst, manchmal aber auch unbewusst, so ist das Leben und das ist auch normal."

Hier kannst du das komplette Video zu "Ensar" sehen:

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Was wir über Travis Scotts neues Album "Utopia" wissen

Was wir über Travis Scotts neues Album "Utopia" wissen

Von Michael Rubach am 26.07.2021 - 09:51

UPDATE vom 26. Juli:

Vor seinem Auftritt beim Rolling Loud Festival in Miami hat Travis Scott (jetzt auf Apple Music streamen) einen Clip mit einem neuen Song auf seinen Social-Media-Kanälen geteilt. Seine Performance eröffnete La Flame schließlich mit dem Track, der offenbar den Titel "Escape Plan" trägt. Im weiteren Verlauf seines Sets switchte der US-Star in den A-cappella-Modus – auch dieser Part soll einen Vorgeschmack auf "Utopia" bieten.

UPDATE vom 24. Februar:

In einem brandneuen Interview mit dem i-D Magazine hat Travis Scott einige Updates zu "Utopia" gegeben. Das Gespräch mit La Flame führte niemand Geringeres als Kult-Regisseur Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn"). Zum Fotoshooting gab sich mit Spike Jonze eine weitere Regie-Koryphäe ("Beastie Boys – Sabotage", "Kanye West & Jay-Z – Otis") die Ehre.

"Utopia" als nächste Saga: Travis Scott will neuen Sound kreieren

Im Gespräch offenbart der US-Star, dass er sich für "Utopia" mit neuen Artists connectet habe. Auch sei er selbst als Beatmaker aktiv. All das tue er, um sein Sound-Universum auszuweiten.

"Ich erzähle sowas den Leuten nie und ich werde es wahrscheinlich weiterhin geheim halten, aber ich arbeite mit einigen neuen Leuten zusammen und ich versuche, den Sound zu erweitern. Ich habe wieder Beats gemacht, rappe auf meine eigenen Beats, einfach alles zusammengefügt und versucht, es wirklich wachsen zu lassen. Das war eines der spaßigsten Dinge bei der Arbeit an diesem Album. Ich entwickle mich weiter, arbeite mit neuen Leuten zusammen und liefere einen ganz neuen Sound, eine ganz neue Palette."

("I never tell people this, and I’m probably going to keep it a secret still, but I’m working with some new people and I’m just trying to expand the sound. I’ve been making beats again, rapping on my own beats, just putting everything together and trying to grow it really. That’s been one of the most fun things about working on this album. I’m evolving, collaborating with new people, delivering a whole new sound, a whole new range.")

Beim Nachfolger von "Astroworld" verfolgt Travis den Anspruch, sich nicht zu wiederholen. "Jedes Album ist wie eine Saga", fügt er an. Übermäßigen Druck verspüre er nach dem riesigen Erfolg seines letzten Werks nicht.

"Ich spüre keinen Druck, außer die Fans zufriedenzustellen. Es gibt so viele Bereiche, die ich abdecken kann, und ich möchte sie abdecken, und ich liebe die Herausforderung daran. Ich möchte einen verdammt neuen Sound machen. Ich könnte Tage damit verbringen, meinen Kopf gegen eine Wand zu schlagen, um es herauszufinden, aber wenn ich es einmal schaffe, ist es wie der ultimative Rausch."

("I don’t feel no pressure, except to keep the fans alive. There’s so much more ground I can cover, and I want to cover it, and I love the challenge of it. I want to make a f*cking new sound. I might spend days banging my head against a wall trying to figure it out, but once I do it, it’s like ultimate ecstasy.")

Zum Schluss des Interviews geht La Flame auf einen möglichen Veröffentlichungszeitraum ein. Er lässt verlauten, dass "Utopia" schon bald komme. Darauf könne man wetten.

Original-Artikel vom 14. Januar:

Im Herbst 2020 schickte Travis Scott in einer handgeschriebenen Notiz voraus, dass wir uns 2021 alle in "Utopia" sehen würden. Schon im Sommer sendete La Flame bereits eine ähnliche Botschaft zum zweijährigen Jubiläum seines Albums "Astroworld".

Seitdem ist der Name für das nächste Release von Travis so gut wie gesetzt. Als musikalische Vorboten für den Sound des neuen Großprojekts aus dem Hause Cactus Jack gelten bisher die lose veröffentlichten Singles "Franchise" und "Highest In The Room". Weitere Eindrücke aus "Utopia" könnten kürzlich auf Spotify zu hören gewesen sein. Auf der Streaming-Plattform wurden gleich zwei neue Songs von Travis Scott geleakt.

"Utopia"-Leaks? 2 Travis Scott-Songs auf Spotify aufgetaucht

Fans von Travis Scott dürften sich verwundert die Augen gerieben haben. Auf dem offiziellen Spotify-Profil des Superstars standen am 12. Januar ohne Vorwarnung auf einmal ein Solotrack mit dem Titel "Vision" und die 21 Savage-Kollabo "Niagara Falls" zum Streaming bereit. Letzterer Song wurde im Oktober 2020 von Chase B in Travis' Apple-Show ".WAV Radio" angeteast.

Auch "Vision" gab es schon 2020 zu hören. Der Track wurde auszugsweise in eine Werbekampagne von Kylie Jenners Kosmetik-Linie eingebunden. Wie die beiden Songs jedoch nun für alle Welt hörbar auf das Spotify-Profil von Travis Scott gelangt sind, bleibt vorerst ungeklärt. Es ist vermehrt von einem Hack zu lesen, der hinter der plötzlichen Veröffentlichung gestanden haben soll. Ob die Tracks unter diesen Umständen tatsächlich auf "Utopia" landen, ist zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen.

Travis Scott teast "Utopia": Welche Infos noch im Umlauf sind

Wie auf Genius zu sehen ist, klebte auf den Promo-CDs zur Single "Franchise" ein Sticker, auf dem "Live from Utopia" steht. Dass der Track, der in einer Remix-Version mit einem Future-Part ausgestattet wurde, auf dem neuen Album von Travis Scott zu finden sein wird, scheint demnach sehr wahrscheinlich.

Aus der Twitter-Bubble lässt sich noch ableiten, dass Travis in Mexiko an seinem neuen Werk gearbeitet hat. Auch sind in den entsprechenden Postings reichlich andere Größen der US-Szene präsent. So seien Roddy Ricch, Don Toliver, Future, Tame Impala-Frontmann Kevin Parker sowie die Produzenten Hit-Boy, Wheezy und WondaGurl in die Arbeiten an dem Projekt involviert.

Mit Blick auf die Gerüchteküche ist der Übertritt nach "Utopia" wohl für den März 2021 vorgesehen. Zu dieser Mutmaßung trägt offenbar die offizielle Ankündigung des Drinks "Cacti" bei. Die passenden Dosen präsentierte Travis Scott im Video zu "Franchise". Er rappt dort auch über die Brand: "Cacti, not no iced tea". Der Launch des alkoholischen Getränks steht für März 2021 bevor.

Ein neues Produkt gleichzeitig mit einem neuen Album auf den Markt zu bringen, wirkt nicht wie die schlechteste Idee. Handfeste Infos zu "Utopia" bleiben jedoch eher Mangelware. Die Indizien, dass der Sprung aus der "Astroworld" nach "Utopia" in nicht allzu weiter Ferne liegt, häufen sich dennoch. Auf Instagram teilte Travis in seiner Story ein Artwork des länger eingestampften Science-Fiction-Magazins "Omni". Ergänzt wird der Post um ein kurzes "bald".


Foto:

Screenshot via instagram/travisscott

Ein Zitat aus der GQ Coverstory aus dem August 2020 untermauert den Fahrplan. Auf die Frage hin, welcher Anlaufpunkt nach "Astroworld" komme, antwortete Travis:

"You go to utopia. That’s where we go."

Das Outfit für den Trip steht auch bereits seit längerem fest:


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