Shindy beendet Beef mit Crew aus Bietigheim-Bissingen

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Shindy eine musikalische Reaktion auf ein paar Lines aus "Road2Goat" erhalten. Die FKA Crew aus Bietigheim-Bissingen releaste schon vor Monaten den Disstrack "Riot City Shirt". Shindy hat jedoch erst vor Kurzem in seiner Insta-Story auf diese Retourkutsche hingewiesen. Dort erklärt Papi Pap zudem, dass dieser "erbitterte Beef hiermit beendet" sei. Shindys launige Antwort sowie der Track selbst sind mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Wirklich Stress anfangen, wollte hier niemand.

Warum bekommt Shindy von der FKA Crew ein "Riot City Shirt"?

Der Track der FKA Crew wäre den meisten ohne Shindys Bemerkung wohl verborgen geblieben – auf YouTube steht der Song immerhin seit dem 10. März. Mit einem Style, der an die älteren Tage deutschen Hiphops (oder auch an Das Verbale Style Kollektiv) erinnert, richtet die FKA Crew in "Riot City Shirt" diverse Lines an Shindy. Der Härtegrad fällt in etwa so aus:

"Dein Song ist witzig Shindy, ein echter Schenkelklopfer / Wir sind die rappenden Opas und du die Enkeltochter"

Die FKA Crew nimmt sich nicht allzu ernst. Die Jungs stellen permanent heraus, dass Shindy zum Rapstar geworden ist und sie ihr Geld mit eher gewöhnlichen Jobs verdienen. Trotzdem wollte Shindy früher wohl gerne zu der Clique dazugehören – und genau auf diesem Umstand reitet die FKA Crew herum. In Anlehnung an die vergangene Bietigheim-Ära überreichen sie musikalisch ein Shirt, damit Shindys Wunsch aus Teenagerjahren endlich in Erfüllung gehen kann und er "nicht mehr traurig sein" muss.

Shindy feiert den Move der FKA Crew

In seiner Insta-Story hat Shindy nicht nur den Track gepostet, sondern darüber hinaus eine Friedenstaube eingebaut. Er nimmt den die Aktion der FKA Crew so scherzhaft auf, wie sie wohl auch gemeint ist. Allein für den Move der Kollegen zollt Shindy Respekt. Wie er anmerkt, würde er tatsächlich gerne das in Aussicht gestellte Shirt besitzen.

"Das ist historisch. Wer weiß, der weiß. Von meiner Seite aus ist dieser erbitterte Beef hiermit beendet. Respekt an FKA Crew. Ich hatte niemals mit einer Antwort gerechnet aber die Jungs haben dann 15 Jahre später doch nochmal ihr Studio entstaubt und einen Urlaubstag geopfert um mich zu dissen. Ich hab' mich ganz kurz wieder wie 15 gefühlt. Dankeschön, das war unbezahlbar! Ich hätte übrigens wirklich gerne das rote Riot City Shirt. Bietigheim Sunshine. [sic]

Ein kleiner Seitenhieb auf das geregelte Arbeitsleben der Boys aus Bietigheim-Bissingen ist in seiner Reaktion dennoch enthalten. So habe die Crew wohl einen "Urlaubstag geopfert", um sich noch einmal für einen gemeinsamen Song ins Studio begeben zu können.

Shindy reflektiert auf "Road2Goat" seine Jugend

Der Anstoß für den Track der FKA Crew liegt im letzten Drittel von "Road2Goat". Dort geht Shindy auf seine Rapsozialisation in seiner Heimat ein. Er erklärt unter anderem, wie er früher auf dem Pausenhof zu den Jungs aufgeschaut hat, die er als "Riot-City-Rapper" bezeichnet. Nun befindet er sich allerdings an einer weitaus erhabeneren Position. "Road2Goat" beschreibt schließlich, wie sich Michael Schindler zu einem Rapstar entwickelt hat, während der ortsansässigen Rap-Prominenz von damals dieser Schritt verwehrt geblieben ist. Als Shindy einen dieser Jungs aus seiner alten Schule nach einer gefühlten Ewigkeit zufällig an der Ampel erblickt, durchdringt ihn bloße Genugtuung.

"Du sahst aus, als würd' dich dein Beamtenalltag reizen / Danke für die beste rote Ampel aller Zeiten"

Auch die Open-Mic-Sessions, bei denen Shindy früher wohl nicht mitmachen durfte, kommen zur Sprache. Er stellt noch einmal deutlich heraus, dass er aus der jetzigen Perspektive den damaligen Jam-Sessions keine Bedeutung mehr beimisst und er längst auf einem ganz anderen Level angekommen ist – ob ihr wollt oder nicht.

"Ich sch*iß' auf eure Riot-City-Jams / Ich bin immer noch Bissingens 50 Cent"

Es waren offenbar Seitenhiebe dieser Art, welche die FKA Crew ermuntert hat, im Jahr 2019 ein paar Bars gegen Shindy einzurappen. Das Resultat ist der Abschluss eines Beefs, der eher spaßiger Natur war und bei dem letztendlich beide Seiten mit Selbstironie punkten.

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Kollegah löst offenbar Polizei-Einsatz & Schlägerei in Dortmund aus

Kollegah löst offenbar Polizei-Einsatz & Schlägerei in Dortmund aus

Von David Molke am 15.08.2019 - 15:49

Kollegah soll gestern Abend in Dortmund an einer Schlägerei mit rund 30 Leuten beteiligt gewesen sein. Wie Ruhr24 und die Ruhrnachrichten berichten, ist es bei einer Auseinandersetzung zwischen Samarita und Kollegah zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei sei zu einem Großeinsatz angerückt und habe Reizgas eingesetzt, um die Schlägerei zu beenden.

Streitigkeiten zwischen Kollegah & Samarita in Dortmund offenbar eskaliert

Kollegah hat in Dortmund offenbar nach dem Rapper Samarita gesucht. Mit dem hatte Kollegahs Schützling Jigzaw bereits Beef – diesem Umstand verdanken wir das auffallend geschmacklose S*x-Video Jigzaws, für das der sich bereits entschuldigt hat. Samarita soll Kollegah vorgeworfen haben, das Video gut zu heißen, was der wiederum von sich weist. Er habe sich von dem Video bereits mehrfach distanziert.

Was ist Beef? oder: Wer kann am ekelhaftesten sein? (Kommentar)

Es gibt keine zwei Meinungen. Ich will niemanden überzeugen. Der Sachverhalt braucht keine moralische Einordnung und allein dieser Umstand zeigt, mit welcher Vehemenz die Grenze jeglichen Geschmacks überschritten wurde. "Beef ist, wenn ich deine Mutter fick' und du es siehst", rappte Kollegahs damaliger Labelpartner Favorite 2007 auf dem ersten Selfmade-Sampler.

Kollegah sagt sogar selbst, es sei ihm peinlich: In seiner Insta-Story war gestern dann zu sehen, wie er offenbar durch Dortmund-Wickede fährt und nach Samarita sucht. Er erklärt auch, der habe ihn herausgefordert, was er nicht auf sich sitzen lassen könne. Desweiteren gibt es Fotos, vermeintliche Nachrichten und dergleichen mehr.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

Eigentlich sollte das Ganze wohl – wie immer – eine faire Prügelei zwischen zwei erwachsenen Männern werden. Stattdessen wurde daraus – ebenfalls wie eigentlich immer – ein Gerangel zwischen rund 30 Leuten. Angeblich musste die Polizei Reizgas einsetzen, um die Gruppen voneinander zu trennen. Im Gebüsch sei auch noch eine Hiebwaffe gefunden worden und die Polizei hat wohl die Personalien von acht der Beteiligten aufgenommen.


Foto:

Screenshot: Kollegah auf Instagram https://www.instagram.com/kollegahderboss/

 

Kollegah wirft Samarita vor, nur für Promo Beef zu wollen

Alles wie immer? Ebenfalls in Kollegahs Insta Story erklärt der Rapper, er habe im Vorfeld mehrfach das Gespräch gesucht. Eigentlich habe er alles friedlich klären wollen und auch mit Samaritas Vater gesprochen. Da das alles aber nichts gebracht hätte, habe er sich aber nun selbst auf den Weg gemacht.

Kollegah glaubt genau zu wissen, wieso Samarita die Konfrontation sucht: Es gehe dem noch relativ unbekannten Rapper lediglich um Promo für sein neues Album. Kollegah gibt sich gönnerhaft und erklärt, Samarita den Gefallen tun zu wollen.

Wir können wie jedes Mal nur hoffen, dass niemand verletzt wurde. Außerdem hoffe ich natürlich, dass sich die Beteiligten irgendwann ihrer Vorbildfunktion und Reichweite bewusst werden und dann aufhören, von "Kriegern", "Ehre" und ähnlichem zu fantasieren. Vor allem aber wünsche ich mir, dass Rapper endlich damit aufhören, sich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zu treffen. Schreibt doch lieber sportliche Disstracks!

Undercover-Recherche zu Kollegahs "Alpha Mentoring"-Programm veröffentlicht

Von Anna Siegmund am 04.08.2019 - 15:41 Kollegah steht momentan so oft in der Kritik, dass er in seiner Instagram-Bio nicht nur "Rappen und Sport" als seine Hobbys angibt, sondern dort auch das Bekämpfen von Shitstorms auftaucht. Aktuell wird diesbezüglich wohl am meisten über eine Undercover-Recherche von Vice-Journalisten gesprochen, in der das "Alpha Mentoring"-Programm des Rappers kritisiert wird.

Kollegahs Boss-Status bröckelt: Alles auf Null?!

Kollegah zählt zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Er war sogar so erfolgreich, dass er die Musik einfach an den Nagel hängen konnte. Stattdessen wollte Kollegah nur noch einen YouTube-Kanal pflegen und seine Fans als Felix Blume unterhalten. Beziehungsweise weiter als Life-Coach motivieren, sich zu richtigen Alphas zu optimieren.


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