PA Sports veröffentlicht "Abrechnung" mit Manuellsen

In PA Sports Augen ist Manuellsen "krank". Der Life is Pain Ceo veröffentlichte ein halbstündiges Video-Statement, in dem er ausführlich über das Verhalten von Manuellsen nach dem Release des Tracks "100 Bars Final Kill" spricht. PA macht dabei direkt zu Beginn deutlich, dass er nicht ausschließt, zukünftig einen Disstrack gegen Manuellsen zu veröffentlichen.

"So wahr ich hier sitze. Ich schwöre auf alles. Das Kapitel Manuellsen und vor allem der Name Manuellsen wird danach nicht mehr als eine Karteileiche sein."

PA Sports leakt Sprach-Memos von Manuellsen

Was ist vorgefallen? PA Sports hat sich auf seinem Track "100 Bars Final Kill" in einer Line als König im Ruhrpott bezeichnet. Diese Einschätzung konnte Manuellsen nicht so stehen lassen. Daraufhin schaltete sich PAs Künstlerin Rua ein, welche die Diskussion über diesen King-Status im Westen Deutschlands als kindisch einstufte. Das wiederum empfand Manuellsen als unangebracht und anmaßend. Ein drohendes "Inferno" konnte offenbar Fard abwenden (hier die gesamte Story nachlesen).

PA Sports hat sich entschieden, das alles nicht so stehen zu lassen. Seine "kleine XXL Abrechnung am Rande" fährt diverse Sprachnachrichten von Manuellsen auf. Darauf ist der König im Schatten zu hören, wie er bei PA vehement mit allerlei beleidigenden Worten eine Entschuldigung von Rua einfordert.

Damit er diese bekommt, werde er zur Not ein "hinterlistiges H*rensohnfass" aufmachen. In den Sprach-Memos fällt auch der Name von PAs anderem Signing Jamule. Ihn zieht Manuellsen heran, um womöglich Druck aufzubauen. Er erklärt: "Ich werde Jamules Karriere beenden, wenn diese H*rentochter sich nicht sofort ins Internet begibt und sich entschuldigt."

Diese Art und Weise charakterisiert PA Sports als "perfide" und "ekelhaft". Es sei ein Versuch von Manuellsen gewesen, ihn zu erpressen. Laut PA gehe es bei dem Beef nicht um Rua, sondern ausschließlich um seine Person. Dann beginnt PA strukturiert vorzutragen, was er an Manuellsens Verhalten auszusetzen hat.

PA Sports knöpft sich Manuellsen vor

Anhand von fünf Punkten macht PA deutlich, wie sehr er Manuellsen als fehlgeleitet betrachtet.

1. Antiquiertes Mindset: PA attestiert Manuellsen, ein veraltetes Rollenverständnis zu besitzen. Sein Kollege könne es nicht ertragen, Widerworte von einer Frau erhalten zu haben. Sie habe nichts Schlimmes gesagt. Einzig das Geschlecht sei für Manuellsens Reaktion ausschlaggebend gewesen.

2. Doppelmoral: Manuellsen kritisierte nach Release von "100 Bars Final Kill", dass PA sich einen Königstitel zuschreibt. Hier hält der Essener Rapper entgegen, dass der selbsternannte König im Schatten ja nichts anderes tue. Außerdem hält er Manuellsen vor, nicht darüber Bescheid zu wissen, wie ein König auf seinen Thron gelangt.

3. Das Recht der Straße: PA Sports hat eine Straßenvergangenheit. Dass diese den Essener einholt (Brandanschlag auf Auto seiner Mutter), halte Manuellsen für legitim. Der Ruhrpottler oute sich so als ein "Fan von Verbrechern".

4. Bushido-Mentalität: Hier kritisiert PA die häufigen Ansagen von Manuellsen. Diese könne er nur aus einer starken Position heraus tätigen, da jeder um seinen Rücken wisse – vermutlich eine Anspielung auf die Hells Angels. Er lege somit die gleiche Unterdrückerhaltung an den Tag, die er unzählige Male Bushido vorgeworfen hat. Es sei "nichts anderes".

5. Rap-Competition: PA bietet Manuellsen an, den Beef musikalisch fortzuführen. Sein Kollege sei dazu herzlich eingeladen. Der "Internet-Troll" müsse allerdings mit einer "beerdigenden Antwort in PA-Manier" rechnen.

"Ja" oder "nein"? PA Sports fasst sich kurz

Zurück zu Jamule: Vom Life Is Pain-Artist ist Ende August ein rassistisches Video aufgetaucht. Jamule entschuldigte sich sowohl schriftlich als auch in einem Video für sein Verhalten. PA Sports wirft Manuellsen vor, diese Aufnahme geleakt zu haben. Manuellsen Kampf gegen Rassismus sei hingegen ein "Witz". Er trete nur belehrend auf, wenn es ihm in den Kram passe. Dem "Haufen schwere Jungs", die jungen Menschen ein rassistisches Weltbild überhaupt erst vermitteln würden, stelle er sich nicht entgegen. Dann lässt PA kurz die Streaming-Muskeln spielen:

"Der Junge hat mit seiner ersten EP mehr Streams gemacht als du in deiner ganzen Karriere."

Des Weiteren sagt PA, dass er sich fünf Jahre "aus Vernunft" bedeckt gehalten habe. Momentan sei er aber in einer Phase, in der er sich emotional nackig macht. Diesen Grind, der zum Konzept seines kommenden Albums "Streben nach Glück" gehört, setzt er in seinem Ansage-Video fort. So beantwortet er reichlich Fragen an sich selbst mit einem klaren "ja" oder "nein". Hier dürften Memes vorprogrammiert sein.

Schlussendlich geht er noch mit Manuellsens Fähigkeiten als Labelboss ins Gericht. Er habe seine Künstler nicht korrekt ausgezahlt – außer Twin. Auch spricht PA davon, dass Manuellsen seine Artists abgezogen habe. An seiner Seite sei außerdem keine steile Karriere möglich.

"Du sorgst dafür, dass keiner der Künstler jemals richtigen Erfolg haben kann, weil der Name und die Handlungen von Manuellsen schon die Grundlage für Misserfolg sind."

Ob tatsächlich ein Disstrack erscheint, hängt offenbar von der Reaktion von Manuellsen ab. In dessen Werdegang erkennt PA Sports einiges an "Zerf*ckungspotenzial".

Manuellsen geht erneut live

PAs Video ließ Manuellsen einen Live-Stream folgen. Er trug dort seine Sicht der Dinge vor. Dabei holte er weit aus und schaute auf die Anfänge von PA in Essen zurück. Dabei zeichnete Manuellsen das Bild einer berechnenden und hinterlistigen Person.

Auf die konkreten Punkte von PA ging er dabei nur zum Teil ein. So bestätigte er, dass er PA über das Video von Jamule im Vorfeld informiert habe. Er habe darauf hinweisen wollen, dass Jamules Karriere in Gefahr sein könnte. Die Sache mit Jamule sei für ihn inzwischen erledigt. 

Zudem entschuldigte sich Manuellsen für seine harten Aussagen gegenüber Rua. Diese sei "im Eifer des Gefechts ein bisschen zu hart" angegangen worden. Insofern ein Diss gegen ihn kommen sollte, werde Manuellsen ihn teilen und verbreiten. Hier haben wir dir das komplette Statement eingebunden.

Manuellsen Statment zur PA SPORTS XXL Abrechnung....

Manuellsen Statement zu PA SPORTS XXL Statment Manuel:https://instagram.com/manuellsen?igshid=1pe3h3ps984pq

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Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Von Alina Amin am 23.01.2021 - 15:17

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:


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