Neue Entschuldigung: Jamule will Einnahmen spenden

Jamule steht seit einigen Tagen aufgrund rassistischer Aussagen und Nachrichten in der Kritik. In einem neuen Statement erklärt der Rapper jetzt, dass er diese Dinge am liebsten ungeschehen machen würde. Weil das aber nicht gehe und er dazugelernt habe, will er die Einnahmen seines Kitschkrieg-Songs "Unterwegs" an die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) spenden.

Jamule veröffentlicht neues Statement & Entschuldigung zu seinen rassistischen Aussagen

Jamule meldet sich nach anhaltender Kritik erneut mit einer Entschuldigung zurück. In seinem Instagram-Video zeigt sich der Rapper sichtlich geknickt und spricht darüber, dass sich manche Dinge im Leben leider nicht mehr rückgängig machen lassen. Auch wenn er sich das von ganzem Herzen wünsche.

Er habe viel über seine Aussagen nachgedacht und sich gefragt, ob es überhaupt möglich sei, das Ganze irgendwie wieder gut zu machen. Er könnte versuchen, sich zu rechtfertigen und darauf hinweisen, dass die Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. Das mache das Ganze aber leider auch nicht ungeschehen.

Zu keinem Zeitpunkt habe er jemanden damit verletzen wollen, was aber trotzdem passiert sei. Er habe auch seine eigenen Freunde verletzt. Jamule sagt, er nehme die Kritik an, sei offen für einen Dialog und habe dazu gelernt. Auch für ihn seien Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein No-Go.

"Nichtsdestotrotz waren meine Worte rassistisch und ich habe dazugelernt. Ich bin auch offen für einen Dialog, das alles ist ein Prozess, den ich bereit bin zu gehen [sic]."

Jamule will Einnahmen von Kitschkrieg-Single "Unterwegs" an ISD spenden

Um zu zeigen, dass es ihm ernst ist, will Jamule nicht nur Kritik annehmen und einen Dialog führen. Stattdessen sollen seinen Worten auch Taten folgen. Darum werde er sämtliche Einnahmen, für die der Song "Unterwegs" mit Kitschkrieg sorgt, an die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland gespendet werden.

"Auf meine Worte folgen auch Taten. Ich werde alle meine Einnahmen von dem Song 'Unterwegs' mit Kitschkrieg an die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland spenden."

"Grade ich, der sich an dieser Kultur bedient, muss sich jetzt für diese Sache gerade machen."

Damit zeigt Jamule zumindest deutlich, dass er einige der größten Kritikpunkte und Forderungen zur Kenntnis genommen hat. Hier findet ihr das Video mit seiner Entschuldigung:

Was im Vorfeld passiert ist und wie andere Künstler*innen darauf reagiert haben, könnt ihr euch hier nochmal durchlesen:

Nach Jamules Entschuldigung: Reaktionen von PA Sports, Eunique, KitschKrieg & mehr

Jamule fiel in den letzten Tagen vor allem durch ein Video auf, in welchem er ein Konzert als langweilig bezeichnete, mit der Begründung, dass die Besucher "alle Schwarz" seien. Nachdem Manuellsen das Video in seiner Insta-Story teilte, gab Jamule ein Statement ab, um sich zu entschuldigen. Dieses wurde jedoch nicht von allen positiv aufgenommen.

Jamule entschuldigt sich nach rassistischen Aussagen

Von Till Hesterbrink am 01.09.2020 - 13:07 Jamule fiel in den letzten Tagen vor allem durch ein Video auf, in welchem er ein Konzert als langweilig bezeichnete, mit der Begründung, dass die Besucher "alle Schwarz" seien. Nachdem Manuellsen das Video in seiner Insta-Story teilte, gab Jamule ein Statement ab, um sich zu entschuldigen.

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Hass-Kommentare gegen Lizzo: Facebook schreitet ein

Hass-Kommentare gegen Lizzo: Facebook schreitet ein

Von Michael Rubach am 18.08.2021 - 13:56

Nach längerer Pause meldete sich kürzlich Lizzo mit ihrer Cardi B-Kollabo "Rumors" zurück. Nach dem Drop des Videos sah sich die Künstlerin zahlreichen negativen Kommentaren ausgesetzt. Dabei ging es nicht etwa um den Song, sondern um Lizzos äußeres Erscheinungsbild. Social-Media-Riese Facebook hat sich den hasserfüllten Posts inzwischen angenommen und diverse Accounts aus dem Verkehr gezogen.

Lizzo bricht in Tränen aus

Allein der Track "Rumors" verdeutlicht, wie Lizzo (jetzt auf Apple Music streamen) die meiste Zeit auf Hate reagiert – mit Humor. Doch die Reaktionen auf ihr neues Video waren dieses Mal offenbar zu viel für die Grammy-Gewinnerin. In einem Instagram-Live-Stream zeigte sie sich in Tränen aufgelöst. All die Negativität ist an ihr nicht spurlos vorbeigegangen:

"Manchmal habe ich das Gefühl, die Welt liebt mich einfach nicht. Es ist so, als ob es egal ist, wie viel positive Energie du in die Welt steckst, du wirst immer noch Leute haben, die etwas Gemeines über dich zu sagen haben. Und zum größten Teil verletzt es meine Gefühle nicht; es ist mir egal. Ich denke nur, wenn ich so hart arbeite, sinkt meine Toleranz. Meine Geduld ist geringer. Ich bin sensibler und es setzt mir zu."

("Sometimes I feel like the world just don’t love me back. It’s like it doesn’t matFanter how much positive energy you put into the world, you’re still going to have people who have something mean to say about you. And for the most part it doesn’t hurt my feelings; I don’t care. I just think when I’m working this hard, my tolerance gets lower. My patience is lower. I’m more sensitive and it gets to me.")

Sie fügte an, dass Dinge über sie in den Raum gestellt würden, die keinen Sinn ergeben. Die Kommentare seien feindlich gegenüber dicken Menschen, rassistisch und verletzend. Wenn man ihre Musik nicht mag, sei das in Ordnung. Auch mit Kritik an "Rumors" sei sie einverstanden, aber viele Personen würden sie einfach nur wegen ihres Äußeren anfeinden. In einem TikTok-Video spekulierte sie zudem über die Gründe für solche Beleidigungen:

"Ich glaube wirklich, dass die Leute einfach nur angepisst sind, eine dicke Schwarze Frau zu sehen, die Popmusik macht und glücklich ist."

("I really think people are just mad to see a fat Black woman that makes pop music and is happy.")

Cardi B steht Lizzo bei – und auch Facebook geift ein

Lizzos Kollabopartnerin Cardi B hat sich via Twitter positioniert. Das Bodyshaming gegenüber Lizzo sowie die Verwendung des Begriffs Mammy seien gemein und extrem rassistisch. Mammy ist eine abwertende Bezeichnung für eine Schwarze Frau, die als Kindermädchen arbeitet. Der Ursprung des Wortes geht auf die Kolonialzeit zurück, in der Sklavinnen in weißen Haushalten die Betreuung der Kinder übernahmen.


Foto:

Screenshots via https://twitter.com/iamcardib

Auch Facebook hat mitbekommen, was rund um Lizzos Song-Release so abläuft. Offenbar wurde entschieden einzugreifen. Wie TMZ berichtet, behält das Unternehmen die Posts von Lizzo auf Facebook und Instagram aktuell besonders im Blick, um auf Hate-Kommentare angemessen reagieren zu können. Einigen User*innen, welche die Community-Richtlinien der Social-Media-Plattform verletzt haben sollen, wurden demnach bereits die Accounts gesperrt.

Lizzo ft. Cardi B - Rumors [Video]


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