Nash erklärt, warum er die KMN-Platte verbrannt hat

Nash hat im Video zu "Volles Magazin 2" eine Goldene Platte der KMN Gang abgefackelt. Da auf der Platte ausschließlich ein Bild von Zuna zu sehen war, dachten viele Beobachter*innen, dass Nash eine Auszeichnung seines Crew-Kollegen einäscherte. Die Trennungsgerüchte lodern ohnehin seit geraumer Zeit und erhielten bereits mit dem Trailer zu "Volles Magazin 2" reichlich Futter. Nash hat nun in einem Stream für klarere Verhältnisse gesorgt.

Nash wollte Goldene Platte seiner Mutter schenken

Wie Nash es darstellt, war die Platte nicht Zunas Goldene – sondern seine eigene. Der gemeinsame Track "Kartell" (2016), auf dem neben Nash und Zuna noch Azet vertreten ist, sorgte für die Ehrung. Es sei überhaupt die erste Goldene Platte in der Karriere von Nash gewesen. Diese habe er seiner Mutter übergeben wollen.

"Ich dachte, ich schenk die Platte meiner Mom [...]. Dann komm' ich mir die Platte abholen und dann seh' ich, da ist einfach seine Fresse drauf. Ich hab natürlich nicht damit gerechnet, weil ich denke mir, das ist ein Song, den wir zu dritt gemacht haben. Das ist kein Solosong von dir, wo wir Feature-Parts gemacht haben. Das war auch auf keinem Album oder so. Er hat es dann zu seinem Song gemacht. Das f*ckt jetzt ab."

Als Geschenk sei die Platte ab diesem Moment nicht mehr geeignet gewesen. Er hätte nichts damit anfangen können. Das Edelmetall habe bei ihm rumgelegen. Die Aufmachung mit dem Fokus auf Zuna habe ihm diese Auszeichnung "versaut". Also entschied sich Nash für eine radikale Lösung im Rahmen eines Musikvideos:

"Was macht man mit Sachen, die abf*cken? Die fackelt man halt ab."

Nash: "Jeder Member ist bei KMN"

Wie es um den Zusammenhalt in der Dresdner Crew steht, ließ sich nach dem Release von "Volles Magazin 2" zunächst nur mutmaßen. Zuna hatte den Song mehrfach in seine Insta-Story gepostet – und zeigte sich dort derart begeistert, dass nicht wirklich ersichtlich wurde, wie ernst er diesen Support meinte.

Nash ergänzt nun, dass Zuna den Song vielleicht wirklich gefeiert habe und KMN immer noch die Gang sei. Zusammen habe man "Sachen am Laufen" und "Verträge abgeschlossen". Es gelte nach wie vor: "Jeder Member ist bei KMN".

Auf zwischenmenschlicher Ebene hakt es jedoch offenbar. "Persönlich ist es kein gutes Verhältnis", hält Nash fest. Es sei aber nichts Gravierendes vorgefallen. Er spricht über "viele Kleinigkeiten", die passiert seien. Es scheint so, als würde die KMN Gang als Kollektiv gegenwärtig vor allem auf dem Papier bestehen.

STATEMENT ZU PLATTE & ZUNA! KMN ZUKUNFT? | Nash Stream Highlights

STATEMENT ZU PLATTE & ZUNA! KMN ZUKUNFT? | Nash Stream Highlights Nash: Twitch: https://www.twitch.tv/nashx44 Instagram: https://www.instagram.com/kmn.nash...

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Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Von Paul Kruppa am 29.04.2021 - 10:34

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Bushido und seinen früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Der Vorwurf: schwere räuberische Erpressung. Wie der Spiegel berichtet, ist eine Anzeige der Aggro Berlin-Gründer ausschlaggebend.

Aggro Berlin-Gründer & Bushido mit unterschiedlichen Angaben zur Trennung

Nach Informationen des Spiegels haben Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe ausschließlich gegen Bushido Anzeige erstattet. Diese sei am 16. März erfolgt. Ein paar Wochen später sei auch Arafat Abou-Chaker von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter angeführt worden.

Gegenüber dem Spiegel bestätigten die Aggro Berlin-Gründer offenbar, dass es sich bei ihrer Anzeige um ein Ereignis dreht, das 17 Jahre zurückliegt. 2004 verabschiedete sich Bushido von dem legendären Deutschrap-Label. Über die Umstände der damaligen Vertragsauflösung existieren abweichende Erzählungen.

So schildert Aggro Berlin eine Begegnung mit circa sechs Männern im Studio. Einer dieser Männer habe ein "machetenartiges Messer" dabei gehabt. Unter Androhung von Gewalt soll die erforderliche Unterschrift von Specter unter den Auflösungsvertrag erzwungen worden sein. Mit der gleichen Methode habe die Bushido-Seite eine Unterschrift von Spaiche erwirkt. Halil Efe soll noch einen Schlag ins Gesicht bekommen haben, bevor er das türkische Wort für "Nein" auf das Dokument schrieb. Diese Informationen gehen aus Unterlagen hervor, auf die sich der Spiegel beruft.

Bushido Sicht der Dinge weicht davon ab. Er soll an einem Prozesstag im vergangenen August jener Darstellung entschieden widersprochen haben: "Alles völliger Bullshit." Es sei falsch, dass sechs Männer im Studio gewesen sind. Ebenfalls habe es die Machete nicht gegeben. Der EGJ-Boss und Arafat seien "ganz allein" vorstellig geworden. Arafat Abou-Chaker habe dabei jedoch "mit Nachdruck die Unterschrift einfordern müssen", wie es beim Spiegel weiterhin heißt. Auch eine Ohrfeige gegen Halil Efe habe demnach stattgefunden. Gegen einige Angaben von Bushido zum Ablauf der Trennung wollten die Aggro Berlin-Gründer bereits in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung erwirken.

Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers.

"Es geht immer um geschäftliche Interessen", sagte der Anwalt von Arafat Abou-Chaker dem Spiegel zufolge zu den aktuellen Ermittlungen. Außerdem soll der Jurist erklärt haben: "Ich gucke es mir in Ruhe an und werde es zersägen."

Der Spiegel weist darüber hinaus daraufhin, dass schwere räuberische Erpressung erst nach 20 Jahren verjährt. Fler kommentiert die Berichterstattung um seinen ehemaligen Weggefährten auf Twitter ebenfalls mit diesem Hinweis auf das geltende Strafrecht.


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