Update: Kanye West zieht offenbar doch nicht seine US-Präsidentschaftskandidatur zurück

UPDATE vom 18. Juli:

Entgegen der Erklärung eines Wahlkampfmitarbeiters von Kanye West ("He's out") mischt der US-Rapper nun wohl doch im diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf mit. So hat er die erforderlichen Unterlagen bei der Federal Election Commission eingereicht. Darüber hinaus ruft er via Twitter seine Fans momentan dazu auf, ihn bei der Anmeldeprozedur zu supporten. Im Vorfeld hatte Kanye in diversen Bundesstaaten verpasst, sich innerhalb der geltenden Frist zu registrieren.

Original-Meldung vom 15. Juli:

Kanye West hat seine Pläne dieses Jahr US-Präsident werden zu wollen, offenbar schon wieder begraben. Das geht aus einem Bericht des Magazins Intelligencer hervor. Ein Mitarbeiter aus Kanyes Wahl-Team erzählt dabei von seiner Arbeit für den Rapstar und erklärt die Kanye-Kampagne für vorzeitig beendet.

Kanye West kommt beim Volk (noch) nicht an

Die Berichterstattung über den mutmaßlichen Abbruch der Präsidentschaftsbemühungen schließt direkt an erste Umfrageergebnisse an. In den Erhebungen konnte Kanye West nur 2% der potenziellen Stimmen der Wähler und Wählerinnen hinter sich vereinen. Ironischerweise ginge seine Teilnahme an der Wahl laut der Umfrage auf Kosten von Donald Trump. Also dem Kandidaten, mit dem sich Kanye in der Vergangenheit bestens zu verstehen schien.

(null)

National Poll:Biden 48% (+8)Trump 40%Jorgensen (L) 1%Hawkins (G) 1%When @kanyewest included in the poll:Biden 48% (+9)Trump 39%West 2%Jorgensen (L) 2%Hawkins (G) 1%@RedfieldWilton (July 9)

Nach diesem Dämpfer ist Kanye offenbar direkt die Lust an der großen Politik vergangen. Wie das US-Magazin weiter unter Bezug auf ein Mitglied aus Kanyes Kampagnen-Team schreibt, soll sich Ye dazu entschlossen, die US-Wahl 2020 vollends sausen zu lassen. Kurz und knapp heißt es dort:

"Er ist raus."

Damit hielt Kanye seine politischen Ambitionen für ungefähr zwei Wochen aufrecht. Ein eher skurriles als durchdacht erscheinendes Wahl-Programm präsentierte er kürzlich noch in einem Interview mit dem Forbes-Magazin.

Das sind Kanye Wests Pläne als Präsident

Wie Kanye West vor einigen Tagen bekanntgegeben hat, will er seine Ankündigung aus 2015 in die Tat umsetzen und für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Anlässlich dazu hat er dem Forbes-Magazin ein Interview gegeben.

Ende letzter Woche soll Kanyes Team noch Unterschriften in Florida gesammelt haben, um den US-Star in dem Bundesstaat überhaupt wählbar zu machen. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe seiner Kandidatur hatte er diese Prozedur bereits in sechs Bundesstaaten versäumt. Nach Auskunft des zitierten Wahlkampfhelfers lief zumindest das Sammeln der Unterschriften hervorragend. Die Unterstützung sei "überwältigend" gewesen. Wie es sonst so war, für den Präsidentschaftskandidaten Kanye zu arbeiten?

"Ich kann nichts Gutes oder Schlechtes über Kanye sagen. Jeder hat seine persönlichen Motive, warum er Entscheidungen trifft. Für das Amt des Präsidenten zu kandidieren muss eines der schwersten Dinge sein, über die jemand auf dieser Ebene nachdenken kann."

("I have nothing good or bad to say about Kanye. Everyone has their personal decision about why they make decisions. Running for president has to be one of the hardest things for someone to actually contemplate at that level.")

Das muss allerdings nicht heißen, dass Kanye es nie wieder probieren wird. 2024 könnte er einen neuen Anlauf unternehmen. Kumpel Elon Musk hat gegenüber dem Portal Page Six schon mitgeteilt, dass er 2024 als geeigneteres Jahr für die Umsetzung von Kanyes politischen Plänen einstuft. In vier Jahren werden wir dann vermutlich wissen, ob Ye aus seinen ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet die richtigen Schlüsse gezogen hat.

Erst vor ein paar Tagen trat Kanye zudem als Rapper in Erscheinung und droppte einen emotionalen Track, der seine verstorbenen Mutter "Donda" gewidmet ist.

Kanye West - Donda [Video]

In loving memory of my incredible mother on her birthday My mom reciting KRS1 lyrics This song is called DONDA pic.twitter.com/YWKhqYYu2E Der eventuell zukünftige US-Präsident zeigt sich von seiner emotionalen Seite: Um seiner 2007 verstorbenen Mutter Donda West ein Geburtstagsgeschenk zu machen, hat Kanye West weite Teile eines neuen Tracks auf Twitter veröffentlicht.

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OZ über Deutschrap: "95% sind einfach respektlos gegenüber deutschen Rap-Fans"
Oz

OZ über Deutschrap: "95% sind einfach respektlos gegenüber deutschen Rap-Fans"

Von Djamila Chastukhina am 31.07.2021 - 15:00

Der Schweizer Producer OZ, der unter anderem für Künstler wie Travis Scott, Drake und Shindy produziert hat, gab vor Kurzem auf Twitter seine Sicht auf Deutschrap bekannt. Der 29-Jährige bezeichnet deutschen Rap als einen "Mix aus Statements und schlechter Musik" und bekam daraufhin zahlreiche Meinungen aus der Community sowie von anderen Artists.

Kanye West-Produzent Mike Dean reagiert auf OZs Tweet und gibt Props an Genetikk

OZ (jetzt auf Apple Music streamen), der durch seine Arbeit mit US-amerikanischen Rappern und Producern Kontakte in vielen Ländern hat, zog mit seinem Tweet über die deutsche Rapszene zahlreiche Reaktionen an. Gestern schrieb er:

"Deutscher Rap ist ein Mix aus Statements und schlechter Musik, sehr schlechter Musik."

Neben Fans, die in den Kommentaren seine Aussage diskutieren, meldet sich auch Producer-Kollege Mike Dean zu Wort. Der 56-Jährige ist unter anderem für seine Arbeit mit Kanye West, Jay-Z, Travis Scott oder The Weeknd bekannt. Er nennt OZ ein Gegenbeispiel zur "schlechten Musik" und sagt, dass Genetikk geile Musik machen und gute Samples benutzen.

Auch Genetikk, die in der Vergangenheit bereits mit Mike Dean gearbeitet haben, äußern sich zur Thematik und behaupten, dass es in der US-amerikanischen Szene nicht anders zugehe:

OZ fügt hinzu: 95% im Deutschrap seien "respektlos"

Heute möchte der Künstler seine Aussage etwas konkreter formulieren. Seiner Meinung nach gibt es in Deutschland nämlich auch kreative Artists, die gute Musik machen. Diese Artists seien jedoch in der Unterzahl, laut OZ machen sie nämlich nur etwa 5% der Szene aus:

"Lasst mich folgendes hinzufügen: Es gibt 5% mit geiler, kreativer Musik in Deutschland. Aber die anderen 95% sind einfach respektlos gegenüber deutschen Rap-Fans (inkl. mir)"

Die Community ist gespalten: Einige stimmen ihm zu, andere sehen sehr viel Potenzial in deutschen Artists. Hier ein paar Eindrücke:


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