Ist "Platin war gestern" das letzte Album von Farid Bang?

Seit heute ist "Platin war gestern" von Kollegah und Farid Bang auf dem Markt. Es soll der krönende Abschluss der "JBG"-Ära sein. Von Farid könnte es der letzte Auftritt auf Albumlänge bleiben.

In einer gestrigen Fragerunde wurde Farid auf seine musikalische Zukunft angesprochen. Die Antwort dürfte seine Fans nicht erfreuen:


Foto:

Screenshot: https://bit.ly/2vwUn38

Es ist nicht das erste Mal, dass Farid über ein mögliches Ende seiner aktiven Karriere spricht. Schon vor "Jung Brutal Gutaussehend 3" hatte er darüber nachgedacht, wie er in der #waslos zu "JBG 3" erzählte. Nach seinem Soloalbum "Blut" (Mai 2016) sei die Luft raus gewesen:

"Da war ich auf einem ganz anderen Trip. Ich war wirklich langsam in Richtung aufzuhören und zu chillen."

Schon damals habe er "keinen Bock mehr auf die ganzen Beef-Geschichten" gehabt. Einige Geschehnisse, vermutlich vor allem die Streitigkeiten mit Bushido, änderten die Situation in der Zwischenzeit.

Karriereende als Option: Wieso es trotzdem zu "JBG 3" kam

Kollegah und Farid Bang haben mit JBG 3 ein erwartet kontroverses Album abgeliefert. Auf ihrem Weg zum Release gaben sie dabei so gut wie keine Interviews und ließen fast nur die Musik sowie fast jeden Social-Media-Kanal sprechen. Für Rooz machen die Düsseldorfer eine Ausnahme und äußern sich in #waslos zum dritten Teil der Battlerap-Reihe.

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Allerdings gehört auch das der Vergangenheit an. Unter dem besagten Post von gestern betont Farid erneut, dass seine Lust auf Beef geschwunden ist:


Foto:

Screenshot: https://bit.ly/2vwUn38

Auf "Platin war gestern" lässt Farid ebenfalls durchblicken, dass er künftig in erster Linie als Labelboss tätig sein möchte. Im Song "Mitternacht 2" führt er am Ende einen kurzen Dialog mit Kollegah, in dem sich die beiden über Zukunftspläne austauschen (Farids Lines in fett):

"Wie sieht bei dir die Zukunft aus? Mein Buch kommt raus/Und bei dir? Ich bau' meine Jungs im Studio auf"

Wie konsequent Farid seine Ankündigungen durchzieht, wird die Zeit zeigen. Er ist nicht der einzige Rapper, der aktuell offen über ein Karriereende spricht:

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Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Von Michael Rubach am 31.07.2020 - 13:47

Die Neuauflage des wohl umstrittensten Battle der jüngeren Deutschrapgeschichte ist gestern über die Bühne gegangen. Für jeweils 10.000 Euro Antrittsgage haben sich Meidi und Ssynic ein Re-Match geliefert. Farid Bang hatte die Aktion eingefädelt und das Battle zur Attraktion eines mehrstündigen Events im Düsseldorfer ISS Dome gemacht.

Meidi & Ssynic mit unterschiedlichen Herangehensweisen

Nach vier Stunden Live-Event stand das Battle auf dem Programm. Ohne üppige Vorrede kamen die Jungs zur Sache. Meidi ging in jeder seiner Runden aggressiv zu Werke. Mit scheinbar ordentlich Wut im Bauch startete er ins Battle und ließ ohne Rücksicht auf Verluste jede Menge asoziale Punchlines folgen. Das Ende von Meidis Parts mündete stets in Beleidigungen gegen Ssynic und seine Mutter – mitten in so eine Schimpftirade schlitterte schließlich irgendwann ein "Time".

Ssynic konzentrierte sich darauf, Revue passieren zu lassen, was seit dem Alpha Royale alles geschehen ist. Dabei setzt er den Fokus auf Realtalk und breitete Anekdoten aus, die sich nach dem Match im April 2019 ereignet haben sollen. Auch verweist er auf seine eigenen Erfolge als Künstler. Schließlich sei er es, der seinen Traum leben könne. Hin und wieder redete Meidi in seinen Vortrag hinein.

Farid Bang genießt die Show

Farid Bang schaute sich das Spektakel sichtlich amüsiert aus sicherer Entfernung an. Später sollte er davon sprechen, dass das Battle ein "magischer Moment" gewesen sei. Nach drei Runden lagen die Karten auf dem Tisch und mit ein bisschen Verzögerung erfolgte auch der Handshake zwischen den Kontrahenten. Es ist ja schließlich nur Battlerap. Nun lag es bei den Zuschauer*innen, einen Sieger zu küren.

Im Gegensatz zum Alpha Royale verzichtete die Neuauflage auf eine prominente Jury. Farid Bang hielt sich ebenso vollkommen raus. Per Telefon-Abstimmung galt es, über Sieger und Verlierer zu entscheiden. Meidi konnte es lange gar nicht glauben, dass keine zusätzlichen Experten herangezogen wurden. Rooz, der durch den gesamten Stream führte, verkündete schließlich ein paar Stunden später das amtliche Endergebnis. Meidi schaffte es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und setzte sich durch.

Damit bestätigte sich, was Ssynic bereits kurz vor der Bekanntgabe geahnt hatte. Er glaubte, dass sein Kontrahent aus Hannover an diesem Tag triumphieren würde.

"Ich würde auch sagen, er war auf jeden Fall vorne. Er hat solide durchgespittet, mehr Punchlines gehabt, sich weniger rausbringen lassen. Reicht."

Ohne die Atmosphäre, die durch das Vorhandensein einer Crowd entsteht, machte das Battle an manchen Stellen einen befremdlichen Eindruck. In einer leeren Location mag einfach nicht so recht Battle-Stimmung aufkommen – trotz einer erkennbaren Grundaggressivität von Meidi und Ssynic. Die Vibes im Nachhinein waren dafür umso versöhnlicher. Meidi bot Ssynic mehrmals den Dialog an, um diese umfangreiche Episode deutscher Battlerap-Geschichte noch einmal aufzuarbeiten.

Wir haben euch den Stream der kompletten Show hier eingebunden. Nach circa vier Stunden beginnt das Battle:


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