Karriereende als Option: Wieso es trotzdem zu "JBG 3" kam

Kollegah und Farid Bang haben mit JBG 3 ein erwartet kontroverses Album abgeliefert. Auf ihrem Weg zum Release gaben sie dabei so gut wie keine Interviews und ließen fast nur die Musik sowie fast jeden Social-Media-Kanal sprechen. Für Rooz machen die Düsseldorfer eine Ausnahme und äußern sich in #waslos zum dritten Teil der Battlerap-Reihe.

Dabei blickt Farid Bang durchaus ernst auf die Zeit nach seinem letzten Soloalbum Blut zurück. Nach dem Mai 2016 schien es für den Banger Musik-Boss gar nicht so selbstverständlich, mit dem Rappen weiterzugehen.

"Da war ich auf einem ganz anderen Trip. Ich war wirklich langsam in Richtung aufzuhören und zu chillen [sic]."

Zudem hatte er "keinen Bock mehr, auf die ganzen Beef-Geschichten." Danach seien allerdings einige Sachen passiert, die ihn dazu angetrieben haben, wieder in den Angriffsmodus zu wechseln. Die Freundschaft der beiden sei einer Probe unterzogen und das Projekt letztendlich herausgefordert worden. Wer JBG 3 gehört hat, weiß, dass er damit implizit auf den Konflikt zwischen Kollegah und Bushido sowie dessen Camp anspielt.

Als soundtechnischer und inhaltlicher Gradmesser diente dabei JBG 1, den sie als "der bessere Teil" einstufen. JBG 2 erscheint den inzwischen eigenständigen Label-Chefs rückblickend als ein wenig zu humorvoll geraten. Kollegah fasst den bei JBG 3 geltenden Anspruch folgendermaßen zusammen:

"Es muss ein Gefühl erzeugen und du willst dich ja nicht wie ein Clown fühlen."

Die Gefühle, die ausgelöst werden sollen, sind vollkommen anderer Natur. Mit ihrem Kollaboalbum wollen Kollegah und Farid Bang nicht weniger als "Angst und Schrecken" bei der Konkurrenz auslösen. Für eine Crew fallen dabei auffällig oft Battle-Lines ab. In Bezug auf die KMN Gang spricht Farid Bang von einer "kleinen Lektion", die erfolgen musste. Kollegah verortet solche Disses als pädagogische Maßnahmen:

"Man muss einfach konstatieren: Da sind ein paar Sachen vorgefallen, da waren sie ein bisschen zu aufmüpfig, zu frech. Da musst du die jungen Rotzlöffel mal zurechtweisen."

Das Gespräch in voller Länge gibt es bei einer brandneuen Folge #waslos:

Das große "JBG 3"-Interview: Kollegah & Farid Bang über Beef, Frieden & Punchlines #waslos

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Bushido mit Corona infiziert: Prozess gegen Arafat Abou-Chaker unterbrochen

Bushido mit Corona infiziert: Prozess gegen Arafat Abou-Chaker unterbrochen

Von Michael Rubach am 28.10.2020 - 10:22

Bushido hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, wie er in einem Statement via Insta-Story offenbarte. Das positive Testergebnis hat auch unmittelbaren Einfluss auf den Gerichtsprozess gegen Arafat Abou-Chaker, bei dem der Berliner Rapper als Nebenkläger und Zeuge in Erscheinung tritt.

Coronavirus: Bushido richtet sich an "Aluhüte"

Für die Anhänger*innen von Verschwörungserzählungen, die sich im Zuge der Corona-Pandemie gerne laut zu Wort melden, zeigt Bushido keinerlei Verständnis. Er fordert stattdessen dazu auf, das Virus ernst zu nehmen und verweist auf seine Symptome. Seiner Followerschaft wünscht Bushido Gesundheit.

"Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten. Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen. Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen. Ich selbst habe Symptome und hoffe ihr bleibt alle gesund."

Ein angesetzter Verhandlungstermin, der heute eine Befragung von Bushido durch die Verteidigung vorgesehen hätte, wurde abgesagt. Wann der Prozess vor dem Berliner Landgericht fortgesetzt wird, ist vorerst unklar. Eine Gerichtssprecherin erklärte, dass das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt und dem Arbeitsmedizinischen Zentrum abgestimmt werde.

Bushido und sein ehemaliger Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker sehen sich seit Wochen im Gerichtssaal. Letzterem wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Beleidigung vor. Nicht nur in Berlin begegneten sich die jahrelangen Business-Partner unlängst zur Klärung juristischer Fragen. In einem weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder) streiten sich beide Parteien wegen einer Immobilien-Firma.

Bushido & Arafat Abou-Chaker führen weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder)

Zuletzt machte Arafat Abou-Chaker in einem Live-Stream deutlich, dass er enttäuscht von Bushido sei.

"Bin fassungslos": Arafat Abou-Chaker äußert sich bei Ali Bumaye zu Bushido-Prozess


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