5-teilige 2Pac-Doku vom "The Defiant Ones"-Regisseur angekündigt

Die außergewöhnliche Karriere von 2Pac wird wohl bald gründlicher als jemals zuvor durchleuchtet. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher Allen Hughes ("The Defiant Ones") nimmt eine fünfteilige Dokumentation über den 1996 verstorbenen Rapsuperstar in Angriff, wie das Branchenblatt Variety berichtet. Ihm steht dabei offenbar ein wahrer Schatz an 2Pac-Material zur Verfügung.

Deal mit den Nachlassverwaltern: Mehr 2Pac geht nicht

In der Ankündigung zur Dokureihe wird deutlich, dass Allen Hughes eine bisher einmalige Gelegenheit bekommt. Er kann sich am kompletten Nachlass der Hiphopikone - ohne jegliche Einschränkung - bedienen. Dazu heißt es bei Variety:

 "[...] das erste allumfassende Projekt über [Tupac] Shakur unter vollständiger Zuhilfenahme des Nachlasses."

Um zu verstehen, was dieser Zugriff bedeutet, muss man sich Folgendes vor Augen führen: Der Filmemacher kann auf sämtliche Aufnahmen von 2Pac zurückgreifen. Das umschließt sowohl veröffentlichte als auch unveröffentlichte Songs. Zudem stehen ihm Homevideos, Notizbücher, Zeichnungen, Gedichte und vieles mehr zur Verfügung. Näher lässt sich dem Menschen und Künstler 2Pac wohl posthum kaum kommen.

Hughes wird selbst die Regie übernehmen und als Excecutive Producer an der Seite von Lasse Järvi und Charles D. King agieren. Tom Pellegrini begleitet die Doku auf Produzentenebene. Interscope Films und MACRO stehen zudem als Produktionsfirmen fest.

Allen Hughes spezielle Verbindung zu 2Pac

Für so ein Doku-Projekt eignet sich Allen Hughes schon deswegen, weil er auf eine gemeinsame Geschichte mit 2Pac zurückblicken kann. In den frühen Neunzigern drehte er zusammen mit seinem Bruder Albert Hughes das Musikvideo zu Pacs Song "Brenda's Got A Baby". Das Brüderpaar hat ebenso den Klassiker "Menace II Society" verfilmt. Im Streit um eine Rolle in dem Drama gerieten Allen Hughes und 2Pac auch einmal aneinander. Die Prügelei brachte Pac für 15 Tage hinter Gittern.

Diese Geschichte nagte lange an Allen Hughes. In einem Interview mit JOE TV ging er letztes Jahr auf diese Zeit ein. Er habe seinen Frieden erst gefunden, als "The Defiant Ones" fertig gestellt war.

Die vierteilige Doku, die das Leben und Wirken von Dr. Dre und Jimmy Iovine thematisiert, greift auch den Tod und Einfluss von 2Pac auf. Warum "The Defiant Ones" mehr ist, als eine gewöhnliche Hiphop-Doku kannst du hier nachlesen.

Netflix - "The Defiant Ones" ist keine Standard-Hiphop-Doku

"The Defiant Ones" steht ab morgen auf Netflix für alle Abonnenten zum Streamen bereit. Wir hatten im Rahmen eines Presse-Screenings die Gelegenheit, uns den ersten Teil der Doku über Dr. Dre und Jimmy Iovine anzuschauen. Dabei ist vor allem eines deutlich geworden: Wir bekommen es hier nicht mit einer Standard-Hiphop-Doku zu tun.

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Dr. Dre, Kanye West & Snoop Dogg machen gemeinsame Sache

Dr. Dre, Kanye West & Snoop Dogg machen gemeinsame Sache

Von HHRedaktion am 27.06.2020 - 14:02

Den gestrigen Freitag hat Kanye West mit ein paar Tweets kurzerhand zum #WestDayEver gemacht. Neben einer Koop von Yeezy und GAP kündigte er noch etliche weitere Projekte an – unter anderem die Dr. Dre Version seines letzten Albums "Jesus Is King".

Ein weitere Tweet legt nahe, dass sie an mindestens zwei gemeinsamen Projekten arbeiten, von denen eins offenbar schon fertig ist:

Dr. Dre arbeitet wohl mit Kanye an neuem Album

Nun kann man die beiden bei der gemeinsamen Arbeit sehen. Snoop Dogg meldet sich aus der Bedeckung im Studio, während man Dre und Kanye wohl eher scherzhaft über das Cover des gemeinsamen Projekts sprechen hört. Mit ihnen im Studio sind noch viele weitere Leute, die Stimmung scheint locker.

Was genau es mit der Dr. Dre Version von "Jesus Is King" auf sich hat, hat bislang niemand verraten. Zusätzliche Features? Eine hiphop-lastigere Produktion? Ein neues Album, mit "Jesus Is King" als Vorlage? So oder so dürften nicht nur Dre-Fans gespannt auf das Projekt sein, auch wenn Infos eigentlich nicht vorhanden sind.

Aber immerhin das: "Kanye West got some hot sh*t", verspricht Snoop. Vor gar nicht allzu langer Zeit wären diese Aussage und dieser Clip noch ziemlich unrealistisch gewesen. Mit seinem Support für Trump und der bescheuerten Slavery-was-a-choice-Geschichte hatte Ye sich auch bei Snoop einige Sympathien verspielt.

Mittlerweile kursieren Vermutungen, der Support für den vielleicht ungeeignetsten US-Präsidenten aller Zeiten könnte nur gespielt gewesen sein. Kanye habe guten Kontakt aufbauen wollen, um Einfluss zu nehmen – etwa auf Entscheidungen über zu Unrecht verurteilte Gefängnisinsassen. Kanyes Spenden für die Familien von George Floyd, Breonna Taylor und Ahmaud Arbery sowie die generelle Unterstützung der BLM-Bewegung passen nicht in das Bild eine Trump-Supporters. Laut Kindheitsfreund GLC soll er alle seine MAGA-Caps weggeschmissen haben. Allerdings ist Herr West auch nicht unbedingt ein leuchtendes Beispiel für kohärentes Handeln, was ihn so unberechenbar macht.

Kanye West als Doppel-Agent: War der Trump-Support nur inszeniert?

"Gerührt und nicht ge-070 Shake-t": In feinster James Bond-Manier soll sich Kanye West ins Weiße Haus und Donald Trumps Herz gemogelt haben.

Dass er, Snoop und Dre gemeinsam im Studio arbeiten, kann man neben der musikalischen Ebene also auch sonst als positives Signal deuten, wenn man so will. Vielleicht bringt die Präsidentschaftswahl 2020 ja neue, erfreuliche Erkenntnisse über die Wirrungen des Kanye West.


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