Favorite mit Statement zu Kool Savas-Diss & Release-Infos zu "Harlekin 2"

Vor ein paar Tagen releaste Ex-Selfmade Records Rapper Favorite überraschend einen Diss gegen Kool Savas. Fav schmiss mit der N-Bombe um sich und machte auch vor anderen rassistischen Ausdrücken nicht halt.

In einem aktuellen Info-Video spricht Favorite nun über den Track. Des Weiteren ordnet er sein Verhältnis zu Kool Savas ein und gibt Details zu seinen zukünftigen Release-Plänen bekannt.

Favorite - Harlekin2/Kool Savas Beef/Neues Label (Info)

Für alle weiteren Infos Folgt uns bei Facebook: https://www.facebook.com/Buyordierecords/

Diss gegen Kool Savas: Favorites besonderer Humor?

Favorite beschreibt seinen Humor im obigen Video als "fragwürdig und grenzgängerisch". Sein Diss gegen Savas wäre in diesem Sinne eher als sonderbarer Scherz zu bewerten. Damit keine zusätzlichen Missverständnisse entstehen, sagt Fav darüber hinaus, dass zwischen ihm und Kool Savas aus seiner Sicht alles in Ordnung sei. 

"Zwischen Kool Savas und mir ist alles cool. Fav ist cool und Savas ist cool. [...] Die Hiphop-Szene hat genug Platz, dass zwei Coole sich nicht in die Quere kommen."

Favorites Labelsituation & Release von "Harlekin 2"

In dem Statement erzählt Favorite ebenso, dass am Neujahrstag ein neues Musikvideo von ihm erscheinen werde. Alle seine zukünftigen Veröffentlichungen hätten jedoch nichts mit dem Label Upperclass Movement zu tun. Ursprünglich kündigte Favorite nach der Trennung von Selfmade Records an, zusammen mit Luthifah das besagte Label aufziehen zu wollen.

Daraus ist scheinbar nichts geworden, sodass Favorite auf seine neue Labelheimat verweist, die sich "Buy Or Die Records" nennt. Dort werde es auch noch weitere Signings geben.

Außerdem macht Fave eine Ansage zur Veröffentlichung seines Albums "Harlekin 2", welche die Fans des Anarcho-Rappers freuen dürfte. Das Album soll nämlich kostenlos erscheinen (was natürlich heutzutage auch heißen könnte, dass es ausschließlich zum Streaming bereitsteht).

Sido findet Favorite nicht mehr lustig

Dass Favorites aktuelle Moves nicht überall gut ankommen, offenbart indessen Sido in seiner Insta-Story. Er möchte gerne seinen Song mit Favorite ungeschehen machen. Sido und Favorite kollaborierten für den Track "Arbeitsamt", der sich auf dem Soundtrack zum Film "Blutsbrüdaz" befindet.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Von HHRedaktion am 31.03.2020 - 15:48

Mehrere parallel laufende Konflikte sind für Fler eher Königsdisziplin als etwas Neues. Insofern sorgt der Berliner Troublemaker im außergewöhnlichen Kalenderjahr 2020 für etwas gefühlte Normalität. Kurz nach Sentinos Disstrack-Hörprobe gibt es nun auch von Sugar MMFK Zeilen zu hören, die konkret an Flizzy adressiert sind.

Sugar MMFK disst Fler in Instagram-Part

Darin geht es unter anderem um Flers Connections zu schwarzen Community, den obligatorischen 31er-Vorwurf und in einer Line auch um Bushido. Der Grund für den neu entfachten Streit steht in den Zeilen nicht im Fokus, sondern wird nur beiläufig angerissen:

"Fler wollt' auf gut vernetzt machen ohne Highspeed / geht zu sein' alten Unterdrückern, wird zur Wifey"

"Hab' dir oft Props gegeben, aber übertreib' nicht / Bantus sind Kings, Akhi, nur du weißt nicht / mit mir f**kt keiner, Akhi, nur du weißt nicht / bei der nächsten Frechheit weiß ich, Rappen reicht nicht"

Das steckt dahinter: Dem Bonner und seinen Bantu Nation-Homies Des, G-Mac und Co ist eine Aussage aus Flers aktuellem TV Strassensound-Interview ein Dorn im Auge. Als Fler darin erklärt, dass er aufgrund seiner Kontakte zu Rappern aus der schwarzen Community kein Nazi sein könnte – was ihm ohnehin niemand vorgeworfen hat – namedroppt er auch die Bantu Nation.

"Ein Jalil, der ist mein Bruder gewesen. Er zieht die Karte jetzt? [...] Mortel, diese ganze Bantu Nation, die ganzen Filme da. Bro, welcher weiße Rapper hat die gepusht wie ich?"

Beziehungsstatus "vorbelastet": Fler & Deutschraps schwarze Community

Dieses Zitat hat die Jungs aus NRW getriggert. Schon vor einigen Tagen reagierten sie auf die Aussage und stellten klar, dass aus ihrer Sicht nur Xatar etwas derartiges von sich behaupten könnte. Nun hat Sugar eben auch für eine musikalische Antwort gesorgt.

Fler denkt dabei wahrscheinlich an eine Phase vor wenigen Jahren (circa 2016-2017), als unter anderem Mortel und seine Gang Racailles gelegentlich mit ihm zu sehen waren. Damals entstand das Video zu "Sollte so sein", in dem neben Mortel und Co auch Peti Free am Start waren. Beim Openair Frauenfeld-Konzert von Flizzy 2017 wurde eine riesige Racailles-Flagge auf der Bühne geschwenkt und auch auf der Tour damals waren immer wieder einige der Jungs auf der Bühne zu sehen, um gemeinsam Action zu machen.

Das Verhältnis war tatsächlich lange Zeit sehr positiv, aber die Mitglieder des Labels Bantu Nation spielten dabei keine vordergründige Rolle. Vielleicht hat Fler schlichtweg die Racailles und die Bantu Nation verwechselt.

Außerdem kann natürlich darüber diskutiert werden, wie viel Einfluss eine Handvoll gemeinsamer Tracks und Auftritte für den weiteren Weg von Mortel und den Racailles im Game hatten.

In die Situation, sich bei Davud zu rechtfertigen, kam Fler durch eine Line auf seinem noch relativ frischen Album "Atlantis". Im Song "Mood" bezeichnet er Jalil als "Slave", der nach seinem Job im Apple Store bei Maskulin dann zu "Django Unchained" geworden wäre.

Fler droppt Sklaven-Line gegen Jalil, aber will sie nicht rassistisch meinen

Dass Fler auf seinem neuen Album "Atlantis" auch Lines gegen den ehemaligen Homie und Kollabopartner Jalil rappt, überrascht sicher die wenigsten Hörer. Die Art und Weise sorgt allerdings...

Er beharrt darauf, dass diese Zeile lediglich ein kunstvolles Bild für Jalils persönlichen Weg sei. Das mag zum Teil so sein. Aber einen dunkelhäutigen Ex-Homie als Sklaven zu bezeichnen, ist im besten Fall höchst unglücklich gewählt und im schlimmsten Fall eben eine rassistische Line.

Dieser Provokation wird Fler sich nicht erst bei der endgültigen Veröffentlichung der LP bewusst geworden sein. Zu intensiv war sein Konflikt mit der schwarzen Community Anfang 2019. Zu lange spielt er schon dieses Deutschrap-Game, um sich nicht im Vorfeld über die möglichen Folgen dieser Zeilen im Klaren gewesen zu sein.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!